„Dies ist ein klassischer Fall von Animal Hoarding“, erklärt Veterinäramtsleiterin Dr. Martina Poppe. „Es ist ein Krankheitsbild, bei dem Menschen Tiere in großer Zahl halten, sie nicht mehr angemessen versorgen können und ihnen dadurch Leid zufügen.“ Die schiere Masse von 33 Tieren stellt dabei eine große Herausforderung dar, da die Tiere untergebracht, behandelt und versorgt werden müssen. „Leider gehört es inzwischen schon fast zu unserem Tagesgeschäft, dass unser Veterinärdienst in Wohnungen gehen muss, die total vermüllt sind und die wir nur mit Schutzkleidung betreten können. Das sind keine Zustände, in denen man leben sollte – weder Mensch noch Tier“, so Dr. Poppe.
Die Tierheime in Soest und Lippstadt haben die Katzen aufgenommen, aber auch für sie stellt die große Anzahl eine immense Belastung dar. Diese besondere Situation gilt es nun zu meistern. „Es ist toll, wie die beiden Tierheime uns unterstützen und wie gut die Zusammenarbeit läuft. Ein großes Lob und Dankeschön möchte ich daher an die Tierheim-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter für die unkonventionelle Hilfestellung bei den Fangaktionen und die tatkräftige Unterstützung bei der Unterbringung und Versorgung der Katzen richten.
Gerade weil es in der letzten Zeit immer häufiger diese besonderen Fälle gab, in denen in kürzester Zeit sehr viele Tiere auf einmal aufgenommen und verpflegt werden mussten, freuen sich der Tierschutzverein Soester Börde e.V. und der Tierschutzverein Lippstadt über jede Geldspende aus der Bevölkerung. Denn nicht nur die Versorgung der dort untergebrachten Tiere kostet viel Geld, sondern auch die medizinische Versorgung. Die Katzen haben beispielsweise alle Flöhe und sind nicht kastriert“, betont Dr. Poppe. Der Tierschutzverein Soest Börde e.V. (www.tierheim-soest.de) betreibt das Tierheim in Soest und und der Tierschutzverein Lippstadt (www.tsv-lippstadt.de) betreibt das Tierheim in Lippstadt.


