Sechs Unfallschwerpunkte entschärft

Unfallkommission zieht Bilanz: Maßnahmen zeigen Erfolg

Unfallschwerpunkte beseitigen und die Verkehrssicherheit verbessern – das sind die Aufgaben der Unfallkommission des Kreises Soest. Gemeinsam mit der Polizei, den Straßenbaulastträgern, der Bezirksregierung und den Straßenverkehrsbehörden Warstein, Werl, Soest und Lippstadt sorgt der Kreis Soest dafür, dass viele Unfälle erst gar nicht passieren. Der Rückblick auf das vergangene Jahr zeigt, dass die durch die Unfallkommissionen getroffenen Maßnahmen Erfolg zeigen.

Unfallkommission tagte
Die Unfallkommission tagt viermal im Jahr und nimmt Unfallhäufungsstellen im ganzen Kreisgebiet unter die Lupe. Foto: Mathias Keller/ Kreis Soest

Von den bereits identifizierten Unfallhäufungsstellen konnte nach Ablauf des Nachbetrachtungszeitraumes – ein Jahr nach Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen – sechs Unfallhäufungsstellen eingestellt werden, da sich in den Bereichen keine weiteren Unfälle ereignet haben. Es handelt sich um folgende Stellen: 

  • Geseke: Knotenpunkt L 875 Lange Straße/ Lipperweg/ L 878 Schluitskamp
  • Rüthen: Knotenpunkt L 776/ L 536
  • Rüthen: K 8 zwischen Kellinghausen und Menzel
  • Welver: L 670/ Klosterstraße
  • Werl: Kreisverkehr L 795 Hedwig-Dransfeld-Str./ Soester Straße/ K30 Wulf-Hefe-Straße
  • Werl: Kreisverkehr Bäcker-/ Buntekuh-/ Kämper-/ Markt-/ Siederstraße

Leider wurden auch zwei neue Unfallhäufungsstellen in Lippstadt und Soest identifiziert: In Lippstadt liegt diese im Kreuzungsbereich Lipperoder Straße und Lippertor, in Soest im Kreuzungsbereich des Ulrichertors.

Die Identifizierung von Unfallhäufungsstellen erfolgt nach ganz konkreten Kriterien durch die Kreispolizeibehörde: Eine Unfallhäufungsstelle liegt vor, wenn an einem bestimmten Punkt oder auf einem bestimmten Streckenabschnitt innerhalb eines festgelegten Zeitraums eine bestimmte Anzahl von Unfällen passiert sind. Dabei spielt zum einen die Schwere der Unfälle eine wesentliche Rolle, zum anderen ist die Art der Unfälle wie etwa Abbiege- oder Parkunfälle ein wichtiges Kriterium.

Mehrere bereits von der Unfallkommission beschlossene Maßnahmen stehen kurz vor der Umsetzung: So wird z. B. in Kürze im Kreuzungsbereich der B55 und der K8 in Anröchte-Uelde mit dem Bau einer Ampel begonnen. Nach Umsetzung dieser passgenau auf die Unfallhäufungsstelle abgestimmten Maßnahme erhoffen sich die Mitglieder eine rasche Entschärfung auch an dieser Stelle.

Aktuell bestehen insgesamt 30 Unfallhäufungsstellen im Kreisgebiet, davon liegen sechs in der Zuständigkeit der Städte Lippstadt, Soest oder Werl. Weitere Informationen und einen Überblick über alle Unfallhäufungsstellen gibt es unter www.kreis-soest.de/unfallkommission

Hintergrund: Die Unfallkommission
Die Unfallkommission des Kreises Soest tagt mindestens viermal im Jahr. Sie ist nach dem Unfallerlass des Landes NRW ein Instrument, mit dem die Straßenverkehrsbehörden Unfallhäufungen auf Straßen schnell und effektiv analysieren und Lösungen erarbeiten können, um künftige Vorfälle zu vermeiden. Die Kommission setzt sich zusammen aus Vertretern der Polizei, der Straßenbaulastträger – also der Behörden, die für die Unterhaltung der Straßen zuständig sind –, der Bezirksregierung und der Straßenverkehrsbehörden des Kreises, sowie der Städte Warstein, Werl, Soest und Lippstadt. Diese Zusammenarbeit ermöglicht eine umfassende und präzise Analyse von Unfällen, bei der sowohl technische als auch verkehrsrechtliche und infrastrukturelle Aspekte berücksichtigt werden.