Die zentrale Fragestellung im Soester Kreishaus lautete, wie Klimaschutz auf Kreisebene in der Praxis erfolgreich gestaltet werden kann. Dabei ging es insbesondere darum, welche Ansätze sich bei der Treibhausgasbilanzierung und dem Maßnahmenmonitoring bewährt haben und wie Kreisverwaltungen ihre Prozesse nachhaltig aufstellen können, um zukünftigen Herausforderungen im Bereich Klimaschutz effektiv zu begegnen. Der intensive Austausch von Wissen und Erfahrungen war darauf ausgelegt, neue Perspektiven zu eröffnen und konkrete Lösungsansätze für die kommunale Klimaschutzarbeit zu entwickeln.
Wie der Kreis Soest mit der Treibhausgasbilanzierung und dem Maßnahmenmonitoring nach dem Auslaufen des zweimal erfolgreich erhaltenen European Energy Award umgeht, beleuchtete Frank Hockelmann, Sachgebietsleiter Energie und Klima. Er gab wertvolle Einblicke in die Methodik und die praktischen Erfahrungen des Kreises. Ergänzend dazu präsentierte Pia Driftmann vom Kreis Minden-Lübbecke den Weg zur klimaneutralen Verwaltung, was den Teilnehmerinnen und Teilnehmern weitere Impulse für eigene Projekte lieferte.
Lösungsansätze und Good-Practice-Beispiele ausgetauscht
Ein zentraler Bestandteil des Treffens war ein interaktiver Workshop zum Thema „Praxisfragen zu Bilanzierung und Maßnahmenmonitoring“. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzten sich hier intensiv mit verschiedenen Diskussionsansätzen auseinander. Es wurden die in den Kreisen verwendeten Tools und Vorgehensweisen erörtert, darunter die Potenziale digitaler Zwillinge. Ein weiterer Fokus lag auf Datenquellen, Schnittstellen und Verstetigungsprozessen, wobei die mögliche Nutzung von Geodaten im Klimaschutz eingehend diskutiert wurde.
Des Weiteren ging es um die Zusammenarbeit von Kommunen und Kreisen bei der Erstellung von Wärmeplänen, Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepten. Es wurde beleuchtet, was in der Praxis bereits gut funktioniert und wo noch Hürden bestehen. Die beim Treffen ausgetauschten Lösungsansätze und Good-Practice-Beispiele trugen dazu bei, Klima-Dienstleistungen der Kreise zu identifizieren.
Die Veranstaltung bot eine hervorragende Gelegenheit zum kollegialen Austausch und zur gemeinsamen Erörterung der besonderen Herausforderungen, denen sich Kreisverwaltungen im Kontext des Klimawandels stellen müssen.

