Grundsätzlich gilt: Rettungswesen und Katastrophenschutz im Kreis Soest sind gut aufgestellt und auf viele Situationen vorbereitet. Trotzdem sollten sich die Bürgerinnen und Bürger auch selbst mit möglichen Krisenszenarien auseinandersetzen und für den Fall der Fälle vorsorgen.
Mit der Kampagne #FitFürKrisen möchte der Kreis hierbei aktiv unterstützen. Behandelt werden verschiedene Schwerpunkte des Bevölkerungsschutzes ebenso wie wichtige Maßnahmen zur Vorsorge für Krisen und Katastrophen. Wie sieht ein sinnvoller Notvorrat aus? Was gehört zum Notfallgepäck? Wie schütze ich mich vor Starkregen- und Hochwasserschäden? Diese und weitere Themen werden auf den Social-Media-Kanälen des Kreises und in Pressemitteilungen aufgegriffen.
„Wir möchten die Bürgerinnen und Bürger nicht verunsichern oder Ängste schüren. Vielmehr möchten wir dazu ermutigen, gemeinsam mit uns einen vorausschauenden Blick auf das wichtige Thema der Katastrophenvorsorge zu werfen, damit wir im Ernstfall als Gemeinschaft den Herausforderungen stark begegnen können“, betont Landrat Heinrich Frieling. „Die transparente, verlässliche und umfassende Information der Bevölkerung ist ein wichtiger Bestandteil unserer Maßnahmen zum Bevölkerungsschutz, die wir als Kreis schon lange intensiv verfolgen und umsetzen“, ergänzt die zuständige Dezernentin für Gesundheit, Verbraucherschutz und Gefahrenabwehr Ricarda Oberreuter.
Leuchttürme in allen 14 Städten und Gemeinden
Verlässliche Informationen sind besonders dann wichtig, wenn alltägliche Informations- und Kommunikationswege plötzlich nicht mehr zur Verfügung stehen. Zum Start der Kampagne #FitFürKrisen rücken die Anlaufpunkte für Bürgerinnen und Bürger in den Blick, die in einem solchen Szenario in allen 14 Städten und Gemeinden aktiviert werden. Sie sind Teil des Leuchtturm-Konzepts, das der Kreis im Schulterschluss mit den Kommunen für den Fall eines Blackouts oder eines anderweitig bedingten Ausfalls des Notruf-Systems erarbeitet hat.
Von einem Blackout spricht man, wenn die Stromversorgung auf großer Fläche für einen längeren Zeitraum ausfällt. Ohne Strom funktionieren Festnetztelefone nicht mehr, und auch der Mobilfunk bricht ohne Energie nach ein bis zwei Stunden zusammen. Damit ist auch das Absetzen eines Notrufs über die üblichen Wege nicht mehr möglich.
Das Leuchtturm-Konzept gewährleistet, dass die Basisfunktionen der Daseinsvorsorge und der örtlichen Sicherheit und Ordnung aufrechterhalten werden. Dazu werden pro Kommune ein sogenannter Zentral-Leuchtturm sowie weitere Leuchttürme, Meldestellen und Not-Aufenthaltsorte über die Fläche verteilt im Krisenfall besetzt. „Bürgerinnen und Bürger können an diesen Orten in einem Notfall rund um die Uhr Hilfe von Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei anfordern und sich über aktuelle Entwicklungen und wichtige Bekanntmachungen informieren, die dort ausgehängt werden“, erklärt Anna Schiller, stellvertretende Abteilungsleiterin Feuer- und Katastrophenschutz beim Kreis Soest. Nicht zuletzt sind Maßnahmen der Ersten Hilfe und der Gefahrenabwehr dort verortet.
Klare und einheitliche Orientierung
Gerade in Krisensituationen sind klare und einheitliche Orientierungspunkte wichtig. Deshalb werden Zentral-Leuchtturm, Leuchttürme, Meldestellen und Not-Aufenthaltsorte kreisweit in gleicher Weise bezeichnet und mit den gleichen Piktogrammen ausgeschildert. „Am besten beschäftigt man sich schon in einer ruhigen Minute im Alltag damit, wo man bei sich in der Nähe Hilfe finden würde, wenn es zu einem Blackout kommen sollte. Dieses Wissen hilft dann im Fall eines Falles auch anderen Menschen“, empfiehlt Anna Schiller.
Eine Übersicht über alle Anlaufpunkte im Kreisgebiet bietet eine Karte, die online unter www.kreis-soest.de/leuchttuerme aufgerufen werden kann. Viele wertvolle Informationen, wie man sich auf mögliche Krisen und Katastrophen vorbereitet, hat der Kreis Soest auf seiner Seite www.kreis-soest.de/krisenfall zusammengefasst.


