„Diese Besucherzahl hat uns geflasht“, resümiert Anna Dedic, die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt und Organisatorin der Veranstaltung. „Diese Resonanz zeigt, dass es einen echten Bedarf an Beratungsangeboten für Frauen gibt. Es war deutlich zu spüren, dass die Besucherinnen sich beruflich weiterentwickeln wollen, aber nicht so recht wissen, wo sie beginnen sollen.“
Mit 52 Ausstellern und rund 26 Arbeitgebenden aus der Region war das Beratungs- und Informationsangebot groß. „Neu hinzugekommen ist ein Berufserkundungsparcours auf dem Vorplatz der Stadthalle“, so Dedic. Viele Frauen staunten über die zahlreichen Arbeitsmöglichkeiten und nutzen die Gelegenheit, sich einen praktischen Überblick über die möglichen Arbeitsfelder zu verschaffen.
Stark frequentiert war unter anderem der Stand des Rettungsdienstes des Kreises Soest. „Wir haben festgestellt, dass viele Frauen gar nicht wissen, wie gut sich die Arbeit im Rettungsdienst mit der Kinderbetreuung vereinbaren lässt und wie schnell so eine Umorientierung umgesetzt werden kann“, berichtet Sarah Kammann an diesem Ausstellerstand, der als Blickfang einen Simulations-Rettungswagen mitgebracht hatte. „In einem persönlichen Gespräch können viele Fragen und Missverständnisse geklärt werden. Der persönliche Kontakt ist einfach durch nichts zu ersetzen. Solche Messetage in Präsenz sind absolut lohnenswert, um auch mit Vorurteilen in einem - männerlastig wahrgenommenen - Beruf aufzuräumen.“
Und auch die anderen Aussteller freuten sich über die rege und engagierte Teilnahme der Frauen. „Mit diesem Andrang haben wir nicht gerechnet, freuen uns aber sehr, mit dem Angebot eine Informationslücke zu schließen“, resümiert Jörn Peters, Geschäftsführer des Jobcenters. „Frauen bieten ein großes Potential für den Arbeitsmarkt, gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es wichtig, dieses zu nutzen. Es ist toll, dass wir heute vielen den Weg in den Arbeitsmarkt – neben Kinderbetreuung und Pflege - aufzeigen konnten.“
