„Wir freuen uns sehr, dass in diesem Jahr noch einmal rund 200 Schülerinnen und Schüler mehr dabei sind als in den Vorjahren“, sagt Organisatorin Andrea Bergmann von der Kommunalen Koordinierungsstelle Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA) beim Kreis Soest. „Weitere Schulen aus Lippstadt machen mit, deshalb verzeichnen wir dieses Mal eine sehr große Teilnehmerzahl.“
Beste Voraussetzung für die Berufswahl ist, dass man weiß, was man will und was man kann. Doch die Weichen für die spätere Karriere wollen in einem Alter gestellt werden, in dem die Entscheidung für viele junge Menschen noch schwierig ist. „Hier setzt ,komm auf Tour` spielerisch an. Welche Stärken habe ich? Und welche Berufe passen zu diesen Stärken?“, erläutert Sascha Kudella, Dezernent für Jugend, Bildung und Soziales beim Kreis Soest, das Konzept. „Wenn das gut zusammenpasst, ist das nicht nur für den einzelnen, sondern für unsere gesamte Gesellschaft von großem Wert, weil jeder und jede auf dem Arbeitsmarkt gebraucht wird.“
Gemeinsam mit zahlreichen Sponsoren und Kooperationspartnern hat die Kreisverwaltung den Erlebnisparcours „komm auf Tour“ erneut in den Kreis Soest geholt. Im Parcours geht es für die Schülerinnen und Schüler mit Tempo durch vier Stationen: „Sturmfreie Bude“, „Zeittunnel“, „Bühne“ und „Labyrinth“. Gefragt sind dabei Fähigkeiten wie Orientierungssinn, Verantwortungsgefühl, Improvisationstalent oder auch Teamwork.
Spielerisch werden dabei Werte vermittelt, die wichtig für den künftigen Lebensweg sind. So macht beispielsweise der Zeittunnel anschaulich, wie ein gutes Zeitmanagement im Alltag hilft. Das Labyrinth ermutigt die Schüler, auch bei Hürden nicht aufzugeben. Selbstpräsentation ist auf der Bühne gefragt, während es in der sturmfreien Bude um Selbstorganisation geht.
„Die Jugendlichen nehmen aus dem Parcours mit, ob sie gut reden, rechnen, helfen, handwerken, darstellen, tüfteln oder vielleicht etwas ganz anderes können“, erläutert Organisatorin Andrea Bergmann von der Kommunalen Koordinierungsstelle Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA) beim Kreis Soest. Wichtige Erfahrungen werden so mit Blick auf die Berufsorientierung gesammelt.
Die beste Berufsplanung nutzt nichts ohne körperliche und seelische Gesundheit. Wer schon als Kind und Jugendlicher auf eine gesunde Lebensweise achtet, kommt später fitter durchs Leben - und hat mehr Möglichkeiten auch im beruflichen Kontext. Diese Zusammenhänge erläuterte Dr. Julia Heck, Leiterin des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes beim Kreis Soest, jetzt bei der Projektpräsentation. Auch die Eltern der Jugendlichen werden übrigens bei „komm auf Tour“ angesprochen: Bei einem Informationsabend erfahren sie, wie sie die Interessen, Stärken und Talente ihrer Kinder erkennen und ihnen bei der Entscheidungsfindung für einen passenden Berufsweg helfen können.
Hintergrund: Sponsoren machen Projekt möglich
„komm auf Tour“ setzt erlebnis- und handlungsorientierte Impulse, um Jugendliche frühzeitig und gendersensibel in ihrer beruflichen Orientierung und Lebensplanung zu unterstützen. Aus dem Kreis Soest beteiligen sich acht Sekundarschulen, acht Förderschulen, vier Gesamtschulen, fünf Realschulen und eine Hauptschule an dem Projekt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Bundesagentur für Arbeit. Finanziert wird es durch die Bundesagentur für Arbeit sowie die regionalen Sponsoren: Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe, IHK Hellweg-Sauerland, Sparkasse Hellweg-Lippe, Infineon Technologies AG Warstein, Firma Lehde Soest, Bildungsregion Kreis Soest, Dr. Arnold-Hueck-Stiftung, Bürgerstiftung Hellweg, Unternehmensverband Westfalen-Mitte, Stiftung Kinderhilfe Ense, sowie Schulträger im Kreis Soest. Der Südliche Schützenbund e.V. Lippstadt stellt die Räumlichkeiten zur Verfügung. Sinus – Büro für Kommunikation GmbH hat das Projekt mitentwickelt und setzt es auch im Kreis Soest um. Die Durchführung des Projekts ist nur möglich durch den Einsatz vieler regionaler Partner, die die Jugendlichen durch den Parcours begleiten. Hierzu zählen: Kreis Soest, Agentur für Arbeit Jobcenter AHA, INI Jugendberatung Lippstadt, AWO-Jugendmigrationsdienst, Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe, IHK und das Berufskolleg Stift Cappel.


