Rassismus kommt mir nicht in die Tüte!

Kommunales Integrationszentrum beteiligt sich mit Brötchentütenaktion an Wochen gegen Rassismus

In der Bäckerei, am Schulkiosk oder in der Kita: Bereits zum vierten Mal beteiligen sich wieder viele Menschen und Institutionen aus dem Kreisgebiet an der Aktion „Rassismus kommt mir nicht in die Tüte“. Verteilt werden insgesamt 25.000 Brötchentüten, um auf die  „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ aufmerksam zu machen. Die Aktion wird organisiert vom Kommunalen Integrationszentrum Kreis Soest (KI) und acht Bäckereien, 23 „Schulen ohne Rassismus“ und 64 Kindertagesstätten machen mit. 

Brötchentütenaktion
„Rassismus kommt mir nicht in die Tüte!“ ist die zentrale Aktion, mit der sich das  Kommunale Integrationszentrum Kreis Soest (KI) an den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ beteiligt. Holger Schubert und Hella Ruhrmann zeigen die Tüten, von denen in den kommenden Tagen 25.000 Stück im Kreis Soest verteilt werden. Foto: Birgit Kalle/ Kreis Soest

Kundinnen und Kunden der teilnehmenden Bäckereien bekommen ihre Brötchen in den kommenden Tagen in der Tüte mit der markanten Aufschrift. Auch an den Schulkiosken und in den Kitas werden Brötchen in der Verpackung mit dem Slogan „Rassismus kommt mir nicht in die Tüte“ ausgegeben. „Mit den Aktionswochen machen wir deutlich, dass wir uns gegen Ausgrenzungen jedweder Art einsetzen“, sagt KI-Leiter Holger Schubert. „Wir freuen uns, dass die Brötchentüten häufig von vielen weiteren Aktionen zum Thema begleitet werden.“

Antirassismusarbeit hat im Kreis Soest eine langjährige Tradition. So führt das Kommunale Integrationszentrum regelmäßig Veranstaltungen für die Öffentlichkeit und pädagogische Fachkräfte durch. Filmvorführungen, Vorträge, Verlosungen und Workshops zählen genauso zum Programm wie Kooperationstermine mit Beratungsstellen wie „Wegweiser“ oder der Polizei. Inzwischen beteiligen sich 38 Schulen am Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

„Im Kreis Soest sind Menschen aus allen Kulturen willkommen. Mit der Aktion zeigen wir, dass hier kein Platz für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ist“, unterstreicht KI-Leiter Holger Schubert.

Hintergrund: Internationale Wochen gegen Rassismus
Unter dem Motto „100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ finden vom 16. bis 29. März wieder die Internationalen Wochen gegen Rassismus (IWgR) statt. Seit 2016 werden sie von der „Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus“ koordiniert. Die Stiftung hat diese Aufgabe vom Interkulturellen Rat e.V. übernommen, der seit 1995 die Aktivitäten rund um den 21. März in Deutschland initiiert hat. Der 21. März ist der „Internationale Tag für die Beseitigung rassistischer Diskriminierung“ der Vereinten Nationen und erinnert an das „Massaker von Sharpeville“, bei dem die südafrikanische Polizei am 21. März 1960 im Township Sharpeville 69 friedlich Demonstrierende erschoss. In Deutschland und in ganz Europa finden jährlich mehrere tausend Veranstaltungen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt, die Zeichen setzen gegen Rassismus und für eine friedliche und weltoffene Gesellschaft.