Kundinnen und Kunden der teilnehmenden Bäckereien bekommen ihre Brötchen in den kommenden Tagen in der Tüte mit der markanten Aufschrift. Auch an den Schulkiosken und in den Kitas werden Brötchen in der Verpackung mit dem Slogan „Rassismus kommt mir nicht in die Tüte“ ausgegeben. „Mit den Aktionswochen machen wir deutlich, dass wir uns gegen Ausgrenzungen jedweder Art einsetzen“, sagt KI-Leiter Holger Schubert. „Wir freuen uns, dass die Brötchentüten häufig von vielen weiteren Aktionen zum Thema begleitet werden.“
Antirassismusarbeit hat im Kreis Soest eine langjährige Tradition. So führt das Kommunale Integrationszentrum regelmäßig Veranstaltungen für die Öffentlichkeit und pädagogische Fachkräfte durch. Filmvorführungen, Vorträge, Verlosungen und Workshops zählen genauso zum Programm wie Kooperationstermine mit Beratungsstellen wie „Wegweiser“ oder der Polizei. Inzwischen beteiligen sich 38 Schulen am Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.
„Im Kreis Soest sind Menschen aus allen Kulturen willkommen. Mit der Aktion zeigen wir, dass hier kein Platz für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ist“, unterstreicht KI-Leiter Holger Schubert.
Hintergrund: Internationale Wochen gegen Rassismus
Unter dem Motto „100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ finden vom 16. bis 29. März wieder die Internationalen Wochen gegen Rassismus (IWgR) statt. Seit 2016 werden sie von der „Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus“ koordiniert. Die Stiftung hat diese Aufgabe vom Interkulturellen Rat e.V. übernommen, der seit 1995 die Aktivitäten rund um den 21. März in Deutschland initiiert hat. Der 21. März ist der „Internationale Tag für die Beseitigung rassistischer Diskriminierung“ der Vereinten Nationen und erinnert an das „Massaker von Sharpeville“, bei dem die südafrikanische Polizei am 21. März 1960 im Township Sharpeville 69 friedlich Demonstrierende erschoss. In Deutschland und in ganz Europa finden jährlich mehrere tausend Veranstaltungen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt, die Zeichen setzen gegen Rassismus und für eine friedliche und weltoffene Gesellschaft.

