Ob im eigenen Vorgarten, auf Schulhöfen oder auf bislang versiegelten Nebenflächen: Mitmachen beim Entsiegelungswettbewerb können Privatpersonen, Vereine, Unternehmen sowie Kommunen im gesamten Kreisgebiet. Die Flächen zu entsiegeln, also Asphalt, Beton oder Pflaster aufzubrechen und zu begrünen, ist wichtig: Regenwasser kann wieder versickern, Lebensräume für Tiere und Pflanzen werden geschaffen und die Sommerhitze staut sich nicht mehr so stark. „Jeder kleine Beitrag zählt“, sagt Anja Berg, Klimaanpassungsmanagerin des Kreises Soest, die auch die eigens entwickelte Wettbewerbs-App betreut.
App herunterladen und mitmachen
Wer eigene Flächen entsiegeln und damit am Wettbewerb teilnehmen möchte, ruft die Aufbruch-2026-App unter www.kreis-soest.de/entsiegeln auf. Mit wenigen Klicks wird die Fläche in ein Formular eingetragen, anschließend werden ein Vorher- und ein Nachher-Foto hochgeladen – und schon wird die Fläche gezählt. Transparenz ist garantiert: Auch die Auswertung sowie die Einsicht in den aktuellen Stand des Wettbewerbs erfolgen digital über die Anwendung. Die Aktion läuft bis zum 31. Oktober 2026.
Zusammenarbeit für ein gemeinsames Ziel
„Aufbruch 2026“ ist ein Gemeinschaftsprojekt, das zeigt, wie gut die Zusammenarbeit im Kreis funktioniert. „Wir verfolgen ein gemeinsames Ziel: Wir wollen den gesamten Kreis lebenswerter machen und besser gegen die Folgen des Klimawandels wappnen“, unterstreicht Anja Berg gemeinsam mit ihren Amtskollegen Rainer Wolf, Projektmanager der Stadt Soest, und Heike Paesel, Klimaprojektmanagerin der Stadt Lippstadt. In beiden Städten folgen eigene Aktivitäten.
Gewonnene Flächen begrünen
Grünflächen verbessern das Mikroklima, fördern die Artenvielfalt und tragen zur Vorsorge gegen Starkregenereignisse bei. Jeder entsiegelte Quadratmeter ist ein konkreter Beitrag zur Klimaanpassung – mit direkt vor Ort spürbarer Wirkung. Ob Pflanzbeet, Rasen, Blumenwiese oder auch Selbstbegrünung, es gibt vielfältige Möglichkeiten. Als zusätzlichen Anreiz stellt der Kreis Soest Saatgut mit einer heimischen Wildblumenmischung zur Verfügung, um neu gewonnene Flächen naturnah zu begrünen. Die Saatguttütchen sind beim Kreis Soest, bei der Stadt Soest sowie bei der Stadt Lippstadt erhältlich. Zudem bietet die Stadt Soest ein eigenes Förderprogramm zur Entsiegelung und zur Umwandlung von Schottergärten an, die Soester Bürgerinnen und Bürger ebenfalls nutzen können.
Wanderpokal und Geldpreise winken
Auch der Wettbewerbsgedanke kommt nicht zu kurz: Die Kommune mit der größten entsiegelten Fläche wird ausgezeichnet und erhält einen Wanderpokal, der im Folgejahr bei „Aufbruch 2027“ weitergereicht wird. In den Kategorien Privatperson, Verein und Unternehmen warten zudem attraktive Preise auf die Entsiegelungsmeisterinnen und Entsiegelungsmeister 2026. So gibt es für die Besten im jeweiligen Teilnehmerkreis 500 Euro als Geldpreis zu gewinnen.



