Die Karten sind eine wichtige Hilfestellung für viele Aufgaben und Fragestellungen, zum Beispiel in der Forst- und Landwirtschaft (Bodennutzung und -verbesserung, Erosionsschutz, Holzartenwahl), in der Wasserwirtschaft (ent- und bewässerungsbedürftige Flächen), im Bauwesen, bei der Planung und Landespflege sowie im Landeskulturbau.
Im Zuge des fortschreitenden Klimawandels spielt die genaue Kenntnis der Bodenstandorte eine immer wichtigere Rolle. So werden Starkregenereignisse immer häufiger. Wie wichtig Kenntnisse über die Bodenbeschaffenheit sind, hat unter anderem die katastrophale Ahrtal-Flut vor Augen geführt.
„Die Erkundungsarbeiten beschränken sich in der aktuellen Bodenkartierungskampagne auf forstwirtschaftliche Standorte“, erläutert Marius Scheliga vom Sachgebiet Abfallwirtschaft, Bodenschutz und Geologie des Kreises Soest. „Dabei werden Handbohrungen mit Hilfe eines so genannten Pürckhauer-Bohrstocks bis maximal zwei Meter Tiefe erstellt. Stellenweise erfolgen kleine Aufgrabungen zur Entnahme von Bodenproben.“
Die anstehende Bodenkartierung zur forstlichen Standorterkundung dient u.a. der Optimierung der Baumartenwahl in Abhängigkeit von den lokalen Boden- und Wasserverhältnissen, dem Klima und dem Relief. Dadurch soll ein an die veränderten Umweltbedingungen angepasster Waldbestand entstehen. Die gesetzliche Grundlage für die Arbeiten stellen das Landesforstgesetz sowie das Geologiedatengesetz dar.

