Von einer Mitfahrbank über einen Familienwald bis hin zur Dorf-App: Im Austausch stellten die Teilnehmer zahlreiche erfolgreiche Projekte vor. Darüber hinaus berichteten sie offen über Herausforderungen und diskutierten, welche Ansätze sich auf das eigene Dorf übertragen lassen, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Viele hoben in diesem Zusammenhang den praktischen Nutzen des Austauschs hervor. „Hier nimmt jeder etwas mit. Egal, ob ein Dorf weniger oder eher mehr Einwohner hat: Für alle ist etwas dabei“, betonte Teilnehmer Martin Jöring, Ortsvorsteher Erwitte-Horn.
Da viele Projekte neben ehrenamtlichem Engagement auch finanzielle Unterstützung benötigen, informierte Sabine Möglich-Bangemann von der Bezirksregierung Arnsberg in einem Vortrag über aktuelle Förderprogramme. Als Dezernentin für ländliche Entwicklung ist sie für Förderprogramme zuständig, die Projekte von Dorfgemeinschaften unterstützen.
Großes Interesse galt auch dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, der 2027 erneut im Kreis Soest stattfindet. Die Siegerdörfer der vergangenen Runde, Rüthen-Kallenhardt und Bad Sassendorf-Ostinghausen, gaben Einblicke in ihre Erfahrungen. Darüber hinaus berichteten Vertreter der Bewertungskommission auf Landes- und Kreisebene über Ablauf, Anforderungen und Vorteile einer Teilnahme. So erhielten die interessierten Dörfer einen umfassenden Überblick darüber, was sie bei einer Wettbewerbsteilnahme beachten können.
„Ich freue mich, dass die Veranstaltung so gut angenommen worden ist. Die Dörfer profitieren von dem Austausch und können neue Ideen mitnehmen. So bleiben die Dörfer bei uns im Kreis auch in Zukunft lebendige Orte mit starkem Gemeinschaftsgefühl und neuen Perspektiven“, freut sich Susanne Bracht aus dem Dezernat Regionalentwicklung, die den Workshop als Kreis-Mitarbeiterin federführend organisiert hat.
Aufgrund der hohen Nachfrage ist bereits eine Wiederholung der Veranstaltung in Planung.