Diese provisorische Lösung ist explizit zur Überbrückung konzipiert, bis der Bau der dauerhaften Rettungswache in Bad Sassendorf, die in direkter Nachbarschaft zum Interimsstandort entstehen soll, in den kommenden Jahren abgeschlossen ist. Mit der neuen Rettungswache wird eine Anforderung der Rettungsdienstbedarfsplanung des Kreises umgesetzt.
„Der neue Standort in Bad Sassendorf ist ein wichtiger Beitrag, um die Notfallversorgung kreisweit weiter zu verbessern und zukunftsfest aufzustellen“, betonte Landrat Heinrich Frieling angesichts der in den vergangenen Jahren stetig steigenden Einsatzzahlen. Konkret: Verzeichnete die Kreisverwaltung 2019 noch knapp 50.000 Einsätze im Rettungsdienst, waren es 2025 bereits rund 57.000.
Ein Gutachten hatte ergeben, dass eine Rettungswache in Bad Sassendorf an der Grenze zu Soest ein idealer Standort sei, insbesondere um den Soester Nord-Osten und Bad Sassendorf noch besser zu versorgen. „Die gesundheitliche Versorgung ist für uns alle ein wichtiger Standortfaktor. Deshalb freue ich mich über die erfolgreiche Zusammenarbeit und danke insbesondere auch Herrn Friesleben als Grundstückseigentümer“, betonte Bürgermeister Malte Dahlhoff. Wilhelm Friesleben war beim Spatenstich ebenso anwesend wie Michael Luig und Marianne Schobert, der Vorsitzende des Ausschusses für Ordnungsangelegenheiten und Rettungswesen und seine Stellvertreterin.
Für den Bau werden mehrere Containermodule zu einem Funktionsbau zusammengefügt. Auf einer Gesamtfläche von mehr als 400 Quadratmetern umfasst die vollwertige Container-Rettungswache eine Fahrzeughalle für zwei Rettungswagen mit Aufenthaltsraum, Ruheräumen sowie verschiedenen Funktionsräumen. Ein Fahrzeug wird im 24-Stunden-Schichtbetrieb eingesetzt, das zweite ist während eines 12-Stunden-Schichtsystems in Dienst.
Wird die Containerlösung am Standort Bad Sassendorf nicht mehr benötigt, kann sie anderswo eingesetzt werden: „Wir haben die Entscheidung bewusst getroffen, um den variablen Anforderungen innerhalb des Rettungsdienstes flexibel begegnen zu können“, erläutert der zuständige Abteilungsleiter Ralf Paul. „Im gesamten Kreisgebiet planen wir in den kommenden Jahren Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen. Die Containerlösung eröffnet uns eine praktikable Möglichkeit, den Rettungsdienst auch während der Bauphasen uneingeschränkt weiterzuführen.“
Mit dem Bezug der Rettungswache, der für diesen Sommer geplant ist, wird der Kreis Soest den Standort am Christlichen Klinikum Soest-Mitte verlassen. Hier ist einer der beiden Rettungswagen seit 2017 in Betrieb. Der andere ist derzeit noch am Rettungszentrum in Soest stationiert.