Wie können digitale Technologien den Pflegealltag erleichtern? Welche neuen Konzepte braucht es für eine zukunftsfähige Aus- und Weiterbildung? Wie kann der Pflegeberuf attraktiver werden? In kreativen Workshop-Formaten entwickelten die Teilnehmenden Ideen zu diesen Fragestellungen, die nun in konkrete Angebote für die Pflegeunternehmen einfließen.
Grundlage dafür ist das Projekt „Digitale und nachhaltige Entwicklungsperspektiven für die Pflegewirtschaft Südwestfalen“, das von der wfg und Mani Pflege umgesetzt wird. „Wir erfassen zunächst die aktuellen Herausforderungen in den Pflegeunternehmen. Darauf aufbauend entstehen gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft innovative Lösungen – von digitalen Anwendungen bis hin zu neuen Qualifizierungsformaten“, erklärt wfg-Geschäftsführer Markus Helms.
Die Umsetzungserfahrungen werden an sogenannten Pflege-Innovationsstandorten mit anderen Pflegefachkräften aus Südwestfalen geteilt. Diese erhalten so einen einfachen und praxisnahen Zugang zu den neuen Technologien. Der erste dieser Standorte entsteht im Laufe des Jahres 2026 im Kreis Soest, weitere sollen folgen.
Doch es geht nicht nur um die innovativen Lösungen selbst. Qualifizierungsangebote sollen Pflegefachkräfte befähigen, den digitalen Wandel aktiv mitzugestalten. So entsteht ein Wissensnetzwerk, das die Branche langfristig stärkt. Erstes Rahmenthema für 2026 ist der Einsatz von Tools der Künstlichen Intelligenz in der Pflege. Pflegeunternehmen können sich online unter www.wfg-kreis-soest.de („Aktuelles“ – „Aktuelle Veranstaltungen“) für die Veranstaltungsreihe anmelden.
„Die Veranstaltung hat gezeigt: Die Pflegeunternehmen in Südwestfalen sind bereit für die Zukunft – und sie gestalten sie gemeinsam. Für die Region bedeutet das: Südwestfalen wird zum Vorreiter für digitale Pflege“, ist Projektleiter Benedikt Meyer zu Theenhausen überzeugt. Das Projekt wird im Rahmen des Wettbewerbs „REGIONALE Südwestfalen“ mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union gefördert.