Gut vorbereitet durch den Winter

Kreis gibt Vorsorgetipps für die kalte Jahreszeit

Schnee, Glätte und Minusgrade halten auch im Kreis Soest Einzug. Neben winterlichen Landschaften, die zum Schneemann bauen und Spazierengehen einladen, bringen sie auch Gefahren wie glatte Straßen oder instabile Eisflächen mit sich. Mit dem Wintereinbruch erinnert der Kreis Soest an ein paar grundlegende Vorsorgemaßnahmen.

Winterwetter bringt Rutschgefahr
Schnee und Eis erhöhen das Unfallrisiko, insbesondere auf Gehwegen und Straßen. Foto: Judith Wedderwille/ Kreis Soest

Wenn es glatt wird, ist besondere Vorsicht im Straßenverkehr geboten, sowohl zu Fuß als auch mit dem Auto. Angepasste Geschwindigkeit, ausreichend Abstand und rutschfestes Schuhwerk helfen, Unfälle zu vermeiden. Und sicher ist sicher: Bei extremer Glätte oder starkem Schneefall sollten nur zwingend notwendige Gänge gemacht werden. „Sicherheit sollte bei winterlichen Bedingungen immer Vorrang haben“, betont Kreisbrandmeister Thomas Wienecke. Sollte es dennoch zu Problemen kommen, empfiehlt er, vorsorglich immer eine Decke sowie Getränke im Auto zu haben. Das Mobiltelefon sollte geladen sein, damit dieses im Notfall genutzt werden kann.

Aber auch abseits der Straße bringen Schnee und Eis Gefahren mit sich. Neben Schneelasten auf Gebäuden, Dachlawinen oder abbrechenden Eiszapfen stellen insbesondere zugefrorene Gewässer ein Risiko dar.

Wer auf Nummer sicher geht und das Haus bei extremem Winterwetter lieber nicht verlässt, sollte vorgesorgt haben: Für diesen Fall, aber auch andere Notfallsituationen ist es sinnvoll, einen kleinen Vorrat an Lebensmitteln und Getränken im Haus zu haben. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz empfiehlt einen Notvorrat haltbarer Lebensmittel für mindestens drei Tage. So können Einkäufe bei schwierigen Wetterlagen aufgeschoben werden.

Wer sich an die Schneekatastrophe im Münsterland erinnert, weiß: Sehr viel Schnee kann durchaus auch einen Stromausfall verursachen. Taschenlampen, ein batteriebetriebenes Radio, warme Kleidung und Decken gehören neben dem Nahrungsvorrat zur Grundausstattung, falls Heizung oder Herd zeitweise nicht genutzt werden können. „Schon einfache Vorbereitungen könnten im Ernstfall den Unterschied machen und helfen, ruhig und handlungsfähig zu bleiben“, erklärt Thomas Wienecke.

Grundsätzlich gilt: Gefahren sollten ernstgenommen werden. „Wetterwarnungen und tagesaktuelle Informationen sollten beachtet und insbesondere an ältere Menschen weitergegeben werden.“ Nicht zuletzt spiele gegenseitige Rücksichtnahme und Solidarität eine wichtige Rolle, betont Kreisbrandmeister Thomas Wienecke abschließend.

Auf der Internetseite www.bbk.bund.de gibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe weitere hilfreiche Handlungsempfehlungen für Zuhause und unterwegs.