Diskriminierung sichtbar machen

Kommunales Integrationszentrum weist auf Umfrage hin

Noch bis Ende Februar ruft die Antidiskriminierungsstelle des Bundes zur Teilnahme an Deutschlands größter Umfrage zu Diskriminierung auf. Ziel ist ein detailliertes Lagebild darüber, wie Menschen Diskriminierung erleben und wie sie damit umgehen. Unter dem Motto: „Deine Erfahrung zählt – die Umfrage zu Diskriminierung in Deutschland“ können alle Menschen ab 14 Jahren anonym ihre Erfahrungen mit Benachteiligungen teilen. Darauf weist das Kommunale Integrationszentrum (KI) Kreis Soest hin.

Ob bei der Wohnungssuche, im Bewerbungsverfahren oder bereits in Schule und Kita: Benachteiligt zu werden, gehört für viele Menschen zum Alltag. Wie häufig Diskriminierung vorkommt, wo sie am meisten auftritt und welche Folgen das für die Betroffenen hat, ist bislang kaum bekannt. Die Umfrage soll Licht ins Dunkel bringen. Auf Grundlage der Ergebnisse sollen Forderungen ausgearbeitet werden, wie der Diskriminierungsschutz verbessert werden kann.

„Auch bei uns im Kreis Soest findet Alltagsdiskriminierung statt“, stellt KI-Leiter Holger Schubert fest, „und zwar in den unterschiedlichsten Bereichen, nicht nur gegenüber Menschen mit Einwanderungsgeschichte.“ Er unterstreicht, dass eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für alle Menschen aber Grundvoraussetzung für eine funktionierende Gesellschaft sei. „Deshalb ist es wichtig herauszufinden, an welchen Punkten es Probleme gibt.“

An der Umfrage, die bis zum 28. Februar läuft, können alle Menschen ab 14 Jahren teilnehmen, die Diskriminierung erlebt haben. Die Teilnahme ist anonym, barrierearm und in vielen Formaten und Sprachen möglich: online, per Chatbot, auf Papier, in einfacher Sprache, in mehreren Fremdsprachen und auch in Deutscher Gebärdensprache.

Weitere Infos zur Umfrage gibt es im Internet unter: www.diskriminierung-umfrage.de. Hier geht es auch direkt zur Umfrage.