„Vertrauen in unsere gemeinsame Stärke“

Grußwort von Landrat Heinrich Frieling zum neuen Jahr

Verantwortung für die Menschen, Verlässlichkeit im Handeln und Vertrauen in unsere gemeinsame Stärke – darauf baut Landrat Heinrich Frieling. In seinem Neujahrsgrußwort gibt er konkrete Beispiele dafür, wie der Kreis Soest als lebenswerte und attraktive Region weiterentwickelt werden soll. Außerdem setzt der Landrat auf den direkten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Landrat Heinrich Frieling
Verantwortung für die Menschen, Verlässlichkeit im Handeln und Vertrauen in unsere gemeinsame Stärke – darauf baut Landrat Heinrich Frieling. In seinem Neujahrsgrußwort gibt er konkrete Beispiele dafür, wie der Kreis Soest als lebenswerte und attraktive Region weiterentwickelt werden soll. Foto: Hannah Osterhoff/ Kreis Soest

Das Neujahrsgrußwort des Landrats im Wortlaut:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, 

seit zwei Monaten darf ich Ihr Landrat sein – ein Amt, das mich mit Dankbarkeit und zugleich mit großem Gestaltungswillen erfüllt: Wir arbeiten 2026 weiter daran, dass unser schöner Kreis Soest ein Ort bleibt, an dem Kinder gut aufwachsen können, die Wirtschaft von soliden Rahmenbedingungen profitiert und die Menschen sicher leben und sich zuhause fühlen. Für eine erfolgreiche Arbeit im Sinne unserer Gemeinschaft sind Verantwortung, Verlässlichkeit und Vertrauen meine Grundwerte. Verantwortung für die Menschen, Verlässlichkeit im Handeln und Vertrauen in unsere gemeinsame Stärke – darauf will ich bauen.

Unsere Aufgabe ist groß. Es geht um nicht weniger als den Kreis Soest als lebenswerte und attraktive Region zu erhalten und weiterzuentwickeln. Gute Bildung in modernen Schulgebäuden ist dafür eine wichtige Voraussetzung. Mit dem Neubau der kreiseigenen Peter-Härtling-Schule in Werl, den wir 2026 einweihen können, leisten wir einen Beitrag für die Zukunft unserer Kinder. Denn zeitgemäße Lernorte geben Kindern nicht nur Raum zum Lernen, sondern auch zum Wachsen, zum Entdecken und zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit.

Was für die Bildung gilt, ist auch für das Thema Sicherheit wichtig, das mir sehr am Herzen liegt: Wir investieren gezielt in das, was uns zukunftsfähig macht. Und dazu zählt auch schnelle Hilfe, wo sie gebraucht wird. Geplant sind ein neuer Rettungswachen-Standort in Ense-Waltringen und eine Interims-Rettungswache in Bad Sassendorf bis zur Fertigstellung der endgültigen Lösung dort vor Ort. Auch beim Feuer- und Katastrophenschutz machen wir entschlossen weiter. Denn ein Auslöser für die größer werdende Zahl an Einsätzen ist der Klimawandel und die damit einhergehenden Extremwetterlagen, die in den vergangenen Jahren zahlreicher geworden sind.

Zu diesen Wetterlagen gehören auch Dürreperioden, die unseren Wäldern schwer zu schaffen machen. Mit dem Schwammwald-Projekt haben wir gerade begonnen, weite Teile des Arnsberger Waldes vor Trockenheit zu schützen. Wir freuen uns über eine große Gemeinschaft an Akteuren, die gemeinsam daran arbeiten, nicht nur die ökologische Balance zu stärken, sondern einen langfristigen Nutzen für die gesamte Region zu schaffen.

Vielfach, wie beispielsweise auch beim Schwammwald, machen erst Fördermittel von Bund und Land Projekte möglich. Selbstverständlich setzen wir alles daran, Fördermittel in den Kreis Soest zu holen. So hat der Kreistag erst kurz vor Weihnachten beschlossen, dass für die Außensportanlage am Lippe-Berufskolleg in Lippstadt ein Teil der Sportmilliarde des Bundes beantragt werden soll.

Bei allen immer schwieriger werdenden Rahmenbedingungen zeigt sich gerade bei uns im Kreis eine Stärke, die nicht in Zahlen messbar ist: Der gesellschaftliche Zusammenhalt, das darf ich tagtäglich erleben, ist in unserer Region größer als anderswo. In zahlreichen Gesprächen ist mir seit meinem Amtsantritt einmal mehr deutlich geworden, mit wie viel Engagement, wie viel Herzblut und wie viel Verantwortungsbewusstsein die Menschen hier bei uns füreinander einstehen.

Viele von Ihnen haben mir in den persönlichen Begegnungen Anregungen, Kritik oder konstruktive Vorschläge mitgegeben. Diese direkte Rückkopplung ist für mich von unschätzbarem Wert. Sie zeigt mir, was Ihnen wichtig ist, wo Handlungsbedarf besteht und welche Erwartungen Sie an die Kreisverwaltung haben. Ich möchte ein Landrat sein, der nicht nur Entscheidungen trifft, sondern zuhört, sich Zeit nimmt und offen ist für den Austausch. Deshalb werde ich auch im neuen Jahr das direkte Gespräch mit Ihnen suchen – sei es auf Veranstaltungen oder bei Besuchen vor Ort. Ich freue mich sehr auf die weiteren Begegnungen!

Mein Dank gilt zum Jahreswechsel allen, die sich in vielfältiger Weise für unseren Kreis engagieren – vor allem den zahlreichen Menschen, die sich ehrenamtlich einsetzen, in den Feuerwehren und Hilfsorganisationen, als Mitglieder in Verbänden und Vereinen, im kirchlichen Umfeld oder auch im privaten Bereich. Ihr freiwilliger Einsatz trägt entscheidend dazu bei, dass unsere Region liebens- und lebenswert ist!

Ich wünsche Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, und Ihren Familien ein gesundes, friedliches und hoffnungsvolles neues Jahr.

Ihr

Heinrich Frieling
Landrat