Eissportzentrum: Breite Mehrheit gegen Vertragsverlängerung

Interessenbekundungsverfahren zur zukünftigen Nutzung angestoßen

Der Kreistag hat in seiner Sitzung am 29. Oktober mit breiter Mehrheit beschlossen, den Pachtvertrag zum Betrieb des Eissportzentrums nicht zu verlängern. Gleichzeitig wurde ein Interessenbekundungsverfahren zur zukünftigen Nutzung angestoßen. Diese Entscheidung wurde mit 41 Ja-Stimmen bei 17 Gegenstimmen und einer Enthaltung getragen von CDU und SPD sowie Bündnis 90/Die Grünen.

Eissportzentrum Möhnesee
Der Kreistag stieß ein Interessenbekundungsverfahren zur zukünftigen Nutzung des Eissportzentrums an. Foto: Birgit Kalle/ Kreis Soest

Durch das Interessenbekundungsverfahren sollen mögliche Perspektiven für den Weiterbetrieb des Eissportzentrums geprüft werden. 

Zum Hintergrund: Im Jahr 1997 war das Eissportzentrum an die Eissport-, Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft des Kreises Soest mbH (EVB) übertragen worden. Seit Mitte 2008 wird der Betrieb durch die Deutsche Sportstättenbetriebs- und Planungsgesellschaft mbH & Co. KG (DSBG) als Pächterin durchgeführt. Die EVB schoss zuletzt rund 190.000 Euro im Jahr für die Betriebskosten zu. Hinzu kam ein jährlicher Wartungs- und Erhaltungsaufwand von rund 60.000 Euro. In naher Zukunft wird mit weiteren Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe an der über 70 Jahre alten Eishalle gerechnet. Eine umfassende Sanierung ist für die EVB wirtschaftlich nicht darstellbar. 

Landrat Heinrich Frieling hatte die betroffenen Eissportvereine gemeinsam mit den Bürgermeistern der Gemeinde Möhnesee und Stadt Soest bereits im Sommer in einem Gespräch über mögliche, sich im Sommer 2027 ergebende Szenarien ins Bild gesetzt.

Aufgabe der EVB wird es nun sein, im Rahmen eines öffentlichen, unverbindlichen Interessenbekundungsverfahrens zu ermitteln, ob und unter welchen Voraussetzungen Dritte an einer Übernahme oder Nutzung des Eissportzentrums interessiert sind.