Stiftung BWT schüttet rund 30.000 Euro aus

Mehr Deutschlandstipendien für Studierende

Die Stiftung Bildung, Wissenschaft, Technologie im Kreis Soest (BWT) schüttet Fördermittel in Höhe von rund 30.000 Euro aus. Über die Mittelvergabe hat jetzt der Stiftungsrat entschieden. Neben einem Vollstipendium in Kooperation mit der Hochschule Hamm-Lippstadt konnte die Anzahl der Deutschlandstipendien für das nächste Förderjahr auf insgesamt zwölf verdoppelt werden.

Stiftung BWT
Der Stiftungsrat tagte in neuer Zusammensetzung gemeinsam mit dem Kuratorium und dem Vorstand. Landrat Heinrich Frieling (1. Reihe, 3. v. r.) wurde zum Stiftungsratsvorsitzenden gewählt und Olaf Reen (3. v. l.) zu seinem Stellvertreter. Foto: Hannah Osterhoff/ Kreis Soest

Aufgrund der Kommunalwahl im vergangenen Jahr und des Kreistagsbeschlusses vom 9. Dezember 2025 setzt sich der Stiftungsrat neu zusammen. Landrat Heinrich Frieling wurde zum Stiftungsratsvorsitzenden gewählt und Olaf Reen zu seinem Stellvertreter. Der Stiftungsrat tagte jetzt gemeinsam mit dem Vorstand sowie dem Kuratorium, in welchem Infineon-Unternehmenssprecher Marius Koch neu begrüßt wurde. Er folgt auf Jörg Malzon-Jessen.

Im Mittelpunkt der Sitzung standen die Fördermittel-Vergaben. Seit mehr als zehn Jahren unterstützt die Stiftung gemeinsam mit der Fachhochschule Südwestfalen (Standort Soest) und der Hochschule Hamm-Lippstadt (Standort Lippstadt) Studentinnen und Studenten mit Stipendien nach dem Modell des Deutschlandstipendiums. Aufgrund der guten Ertragsentwicklung der Stiftung kann dieses Engagement zum Wintersemester 2027/28 sogar verdoppelt werden: Für beide Hochschulen sind jeweils drei zusätzliche Stipendien vorgesehen. Damit können im nächsten Jahr sechs Studierende pro Hochschule ein Jahr lang mit monatlich 300 Euro unterstützt werden. Diese Förderung setzt sich aus dem Stiftungsanteil von 150 Euro und der gleich hohen Förderung aus dem Bundesprogramm zusammen. „Wir freuen uns, dass wir damit weitere 10.800 Euro einsetzen können, um Studierende mit sehr guten Leistungen zu fördern und die Attraktivität unserer heimischen Hochschulstandorte zu stärken“, sagt Volker Topp als Stiftungsvorstand. 

Zusätzlich vergibt die Stiftung erneut ein Vollstipendium mit einer Förderung von insgesamt 3.600 Euro an eine oder einen Studierenden der Hochschule Hamm-Lippstadt. Damit verbunden ist eine Werkstudententätigkeit bei der Kreisverwaltung Soest.

Darüber hinaus wurden Mittel für Einzelprojekte vergeben. Der Förderverein der Kindertagesstätte Krümelhausen e. V. erhält rund 1.000 Euro für die Anschaffung von zwei Bodenrobotern. Die Geräte sollen in der Vorschulpädagogik eingesetzt werden, um Kindern frühzeitig den Zugang zu zukunftsrelevanten Kompetenzen zu ermöglichen und die frühe Medien- und Technikbildung zu fördern. Mit weiteren 4.000 Euro fördert die Stiftung die Fortführung des Projekts „Stark in Ausbildung“ des Börde-Berufskollegs. Das Angebot unterstützt Auszubildende dabei, ihre handwerklichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Gleichzeitig soll es dazu beitragen, qualifizierte Fachkräfte auszubilden und langfristig in der Region zu halten.

Die Förderbedingungen und weitere Informationen über die Stiftung BWT erhalten Interessierte bei der Geschäftsstelle der Stiftung BWT im Kreishaus, Christina Kopmeier, Telefon 02921/302300, E-Mail christina.kopmeier@kreis-soest.de.

Hintergrund: Die Stiftung Bildung, Wissenschaft, Technologie (BWT)
Im Frühjahr 2002 wurde die Stiftung Bildung, Wissenschaft, Technologie (BWT) durch den Kreis Soest gegründet und mit einem Stiftungsvermögen von 2,1 Mio. Euro ausgestattet. Aus den Erträgen sollen satzungsgemäß Projekte mit einem besonders innovativen Gehalt gefördert und so die Wirtschafts- und Sozialstruktur des Kreises Soest gestärkt werden. Dazu gehören zum Beispiel Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit besonderer technologischer Bedeutung, Wissenschaftsprojekte mit strukturpolitischer Relevanz oder innovative Maßnahmen und Konzeptentwicklungen im Bildungsbereich. Seit 2003 hat die Stiftung in diesem Sinne eine Vielzahl von Projekten gefördert; die Gesamtförderung beträgt rund 1,55 Mio. Euro.