Nachwuchskräfte für das Berufsfeld Pflege gewinnen

Rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutieren bei Fachtag Best-Practise-Beispiele

Wie lassen sich junge Leute für das Berufsfeld Pflege gewinnen? Unter dem Motto „Nachwuchs gesucht, Zukunft gefunden – in der Pflege“ diskutierten jetzt rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Pflegebranche, Politik und Bildung innovative Ansätze und Best-Practise-Beispiele auf einem Fachtag im Kreishaus.

Gelungener Fachtag
Zu einem Fachtag mit dem Titel „Nachwuchs gesucht, Zukunft gefunden – in der Pflege“ kamen rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Kreishaus zusammen. Organisiert wurde die Veranstaltung von Andrea Bergmann (vorne, l.) von der Kommunalen Koordinierungsstelle Übergang Schule-Beruf des Kreises Soest, Saskia Klemme (vorne, Mitte) von der Koordinierungsstelle Pflege des Kreises und Anne Sellmann (vorne, r.) von der Regionalagentur Hellweg Hochsauerland mit Unterstützung von Gerald Bankamp (hinten, r.), Leiter der Abteilung Soziales beim Kreis. Sascha Kudella (hinten, l.), Dezernent für Jugend, Bildung und Soziales in der Kreisverwaltung, eröffnete die Veranstaltung. Foto: Mathias Keller/Kreis Soest

Die Veranstaltung wurde organisiert von der Kommunalen Koordinierungsstelle Übergang Schule-Beruf und der Koordinierungsstelle Pflege des Kreises Soest zusammen mit der Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland und diente auch dazu, die Attraktivität von Pflegeberufen hervorzuheben.

Sascha Kudella, Dezernent für Jugend, Bildung und Soziales, unterstrich in seiner Begrüßung die Bedeutung der Pflege für die Gesellschaft und die Notwendigkeit, qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen.

Jana Fey von der Wirtschaftsförderung Kreis Soest stellte Ergebnisse einer aktuellen Schülerbefragung vor. Sie machte deutlich, wer die Jugendlichen bei der Berufsorientierung beeinflusst, was sie sich von einem Arbeitgeber wünschen, und über welche Kanäle sie erreichbar sind. Daran anknüpfend stellte ihr Kollege Benedikt Meyer zu Theenhausen das Projekt „Schülerkurse im Zentrum Digitale Pflege“ vor, das die Digitalisierung als Chance für moderne Pflegeberufe in den Fokus rückt und jungen Menschen erste praktische Einblicke in Pflegeberufe ermöglicht.

Eine weitere Möglichkeit, Nachwuchs zu gewinnen, sind Auszubildende, die als Ausbildungsbotschafter in Schulklassen authentisch über ihre Erfahrungen im Betrieb berichten. So bringen sie Schülerinnen und Schülern auf Augenhöhe die Chancen und Vorteile einer Ausbildung in der Pflege näher, wie Judith Beele von der Industrie- und Handelskammer Arnsberg, Hellweg-Sauerland und Jan Lippert, Ausbildungsbotschafter bei der Caritas, in ihrem Vortrag ausführten. Wie Auszubildende in der Pflege unterstützt und im Beruf gehalten werden können, zeigte Jörgen Mattenklotz von der Caritas auf.

Das Jobcenter präsentierte mit Thomas Schweins und Patrizia Frank seine Pflegeoffensive, um arbeitsuchende Menschen für die Branche zu begeistern und passende Qualifizierungswege aufzuzeigen. Die Fachhochschule Südwestfalen, vertreten durch Paul Bachorz, ergänzte das Programm mit dem Best-Practice-Beispiel „Arbeitgeberschmiede“, mit der innovative Strategien zur Mitarbeiterbindung und -gewinnung umgesetzt werden.

Die Organisatoren zeigten sich zufrieden mit der Resonanz und den konstruktiven Diskussionen. „Die Pflege ist ein Zukunftsfeld mit enormen Gestaltungsmöglichkeiten. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, junge Menschen für diese sinnstiftenden Berufe zu begeistern und ihnen attraktive Perspektiven aufzuzeigen“, zog Saskia Klemme von der Koordinierungsstelle Pflege des Kreises Soest ein positives Fazit. Andrea Bergmann von der Kommunalen Koordinierungsstelle Übergang Schule-Beruf des Kreises fügte hinzu: „Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften in der Pflege ist groß. Dieser Fachtag hat Wege aufgezeigt, wie wir bei Schülerinnen und Schülern Interesse für die Pflege wecken können, Vorurteile durch Praxiserfahrungen abbauen und gemeinsam Nachwuchs gewinnen können.“ Auch Anne Sellmann von der Regionalagentur Hellweg Hochsauerland war zufrieden: „Der Fachtag hat wertvolle Impulse geliefert und gezeigt, wie wir gemeinsam dem Fachkräftemangel entgegenwirken können.“