Je mehr Menschen bei der Befragung mitmachen, desto mehr kann aus den Ergebnissen abgelesen werden. Zum Beispiel wie gut die Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes oder von der Schule und Kita ist. Oder wo und wann bestimmte Verkehrsströme auftreten, also wo besonders viele Menschen von einem Ort zu einem anderen mit welchem Fahrzeug unterwegs sind. „Aus den Daten lassen sich vielfältige Schlüsse ziehen, unter anderem an welchen Orten mehr Angebote für bestimmte Verkehrsmittel geschaffen werden müssen. Oder auch, ob Verbindungen zwischen den Zentralorten und umliegenden Dörfern gut per Rad oder ÖPNV zurückgelegt werden können“, erläutert Hammeke. Auch lasse sich aus den Ergebnissen ablesen, ob vorhandene Angebote, wie Buslinien, Helmo oder das Radverkehrsnetz in der Bevölkerung ausreichend bekannt sind oder dafür mehr Werbung gemacht werden sollte. All dies sind Informationen, die die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen im Kreis Soest widerspiegeln und die für die Verkehrs- und Raumplanung im Kreisgebiet wichtig sind.
Doch warum wurde keine offene Befragung gemacht, an der alle Bürgerinnen und Bürger teilnehmen können? „Das hat statistische Gründe“, so der Radverkehrsbeauftragte des Kreises Soest. „Wir wollen repräsentative Ergebnisse, die die Bedürfnisse eines guten Querschnitts durch die Bevölkerung abbilden, daher wurden die angeschriebenen Haushalte per Zufallsgenerator ermittelt. Wenn man zum Beispiel vermehrt Radfahrer oder eine bestimmte Altersgruppe befragen würde, dann sehen die Ergebnisse natürlich anders als, als wenn man quer durch alle Einkommensschichten und Altersgruppen die Menschen befragt.“ Ziel sei es schließlich, ein Bild davon zu bekommen, wie das tatsächliche Verkehrsverhalten der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Soest aussieht. Bei offenen Befragungen sei das nicht verlässlich möglich.
Weitere Informationen zur Mobilitätsbefragung gibt es unter www.kreis-soest-mobil.de. Erste Ergebnisse werden für das Frühjahr 2027 erwartet.

