Das bestimmende Thema des Treffens war die angespannte Haushaltslage. Im Kreis Soest ist im Frühjahr eine Haushaltssperre verhängt worden. Der Kreis Unna zog jetzt mit einer Bewirtschaftungssperre ebenso Konsequenzen aus der finanziellen Situation. Neben möglichen Lösungswegen aus der Krise stand vor allem eine gemeinsame Forderung an Bund und Land im Fokus: Die Kommunen müssen dauerhaft und auskömmlich finanziert werden.
Ein positives Praxisbeispiel lieferte der Blick auf die Nachbarschaft: Auf der Tagesordnung stand ein Bericht über das Rettungszentrum des Kreises Soest, das Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Feuerwehr und Polizei unter einem Dach vereint. Das im Jahr 2011 eröffnete Zentrum hat über die Landesgrenzen hinaus Pilotcharakter.
Vergleichbares ist auch im Kreis Unna mit dem geplanten Gefahrenabwehrzentrum vorgesehen. Durch die räumliche Nähe sollen künftig Polizei- und Rettungsleitstelle enger zusammenarbeiten sowie Einsatzkräfte effizienter und zentral gesteuert werden. Ähnlich wie in Soest ist auch für den Kreis Unna geplant, Bau und Unterhalt im Rahmen eines Public-Private-Partnership-Modells (PPP) mit einem privaten Partner umzusetzen.

