Bei dem Austausch ging es bewusst nicht darum, ein fertiges Konzept für alle Dörfer zu entwickeln. Vielmehr standen gute Beispiele aus der Praxis, Erfahrungen aus anderen Kommunen und die Frage im Mittelpunkt: Was kann vor Ort funktionieren und auf die eigene Situation übertragen werden? Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten sich aus, wie (Neu-)Bürgerinnen und -Bürger angesprochen und besser in das Dorfleben eingebunden werden können. Auch die Bedeutung von Begegnungsangeboten, guter Nachbarschaft und gegenseitiger Unterstützung wurde diskutiert.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Petra Prosoparis vom bundesweiten Netzwerk „Zukunftsraum Demografie“. Als Prozessbegleiterin für Beteiligungs- und Demografieprozesse unterstützt sie Kommunen dabei, Menschen für gemeinschaftliches Engagement zu gewinnen und Zukunft gemeinsam zu gestalten. Sie stellte bewährte Beispiele vor, hilfreiche Gelingensbedingungen und erste Ideen, wie Begegnung gefördert und Beteiligungsprozesse im Dorf angestoßen werden können.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Mikroförderung des Projekts „Zukunftsraum kommunale Demografiegestaltung“. Die Dörfer können diese finanzielle Förderung gemeinsam mit ihrer Kommune beantragen. Projekte zur Gestaltung des demografischen Wandels können so unterstützt und professionell begleitet werden. Damit bietet sie insbesondere kleineren Initiativen und örtlichen Akteuren die Möglichkeit, Ideen gemeinsam weiterzuentwickeln und ins konkrete Handeln zu kommen. Die Veranstaltung des Kreises Soest wurde ebenfalls über die Mikroförderung finanziert.
„Ich freue mich, dass die Veranstaltung so gut angenommen worden ist. Der Austausch bot den Ortsvorsteherinnen und Ortsvorstehern eine wertvolle Gelegenheit, sich zu vernetzen und neue Perspektiven für ihre Dörfer zu gewinnen“, freut sich Susanne Bracht aus dem Dezernat Regionalentwicklung, die den Workshop organisiert hatte.
Und der Austausch geht weiter: Am Dienstag, 6. Oktober findet eine zweite Veranstaltung mit demselben Schwerpunkt statt. Damit erhalten weitere Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher die Gelegenheit, sich über erfolgreiche Ansätze auszutauschen und gemeinsam Ideen für lebendige und zukunftsfähige Dörfer im Kreis Soest zu entwickeln. Anmeldungen sind noch bis zum 16. September per E-Mail an susanne.bracht@kreis-soest.de möglich. Sollten sich mehr Personen anmelden als Plätze vorhanden sind, entscheidet das Los.



