„Menschen für die Zukunft ihrer Dörfer gewinnen“

Austauschversammlung für Ortsvorsteher im Kreishaus

Ein lebendiges Dorf lebt von den Menschen, die sich einbringen. Doch wie gelingt es, Bürgerinnen und Bürger für gemeinschaftliches Engagement zu gewinnen? Und wie können insbesondere neu Zugezogene besser in das Dorfleben eingebunden werden? Mit diesen Fragen beschäftigten sich jetzt 22 Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher aus dem Kreis Soest bei einer Austauschveranstaltung im Kreishaus. Für eine zweite Veranstaltung gibt es noch wenige freie Plätze.

Veranstaltung für Ortsvorsteher
Freuten sich über das große Interesse (v. l.): Petra Prosoparis (Prozessbegleiterin „Zukunftsraum Demografie"), Marius Hansbuer (Sachgebietsleitung Pflegeplanung und Alter), Susanne Bracht (Veranstaltungsorganisatorin, Dezernat Regionalentwicklung) und Julian Schmidt (Abteilungsleitung Planung und Entwicklung). Foto: Hannah Osterhoff/ Kreis Soest

Bei dem Austausch ging es bewusst nicht darum, ein fertiges Konzept für alle Dörfer zu entwickeln. Vielmehr standen gute Beispiele aus der Praxis, Erfahrungen aus anderen Kommunen und die Frage im Mittelpunkt: Was kann vor Ort funktionieren und auf die eigene Situation übertragen werden? Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten sich aus, wie (Neu-)Bürgerinnen und -Bürger angesprochen und besser in das Dorfleben eingebunden werden können. Auch die Bedeutung von Begegnungsangeboten, guter Nachbarschaft und gegenseitiger Unterstützung wurde diskutiert.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Petra Prosoparis vom bundesweiten Netzwerk „Zukunftsraum Demografie“. Als Prozessbegleiterin für Beteiligungs- und Demografieprozesse unterstützt sie Kommunen dabei, Menschen für gemeinschaftliches Engagement zu gewinnen und Zukunft gemeinsam zu gestalten. Sie stellte bewährte Beispiele vor, hilfreiche Gelingensbedingungen und erste Ideen, wie Begegnung gefördert und Beteiligungsprozesse im Dorf angestoßen werden können.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Mikroförderung des Projekts „Zukunftsraum kommunale Demografiegestaltung“. Die Dörfer können diese finanzielle Förderung gemeinsam mit ihrer Kommune beantragen. Projekte zur Gestaltung des demografischen Wandels können so unterstützt und professionell begleitet werden. Damit bietet sie insbesondere kleineren Initiativen und örtlichen Akteuren die Möglichkeit, Ideen gemeinsam weiterzuentwickeln und ins konkrete Handeln zu kommen. Die Veranstaltung des Kreises Soest wurde ebenfalls über die Mikroförderung finanziert.

„Ich freue mich, dass die Veranstaltung so gut angenommen worden ist. Der Austausch bot den Ortsvorsteherinnen und Ortsvorstehern eine wertvolle Gelegenheit, sich zu vernetzen und neue Perspektiven für ihre Dörfer zu gewinnen“, freut sich Susanne Bracht aus dem Dezernat Regionalentwicklung, die den Workshop organisiert hatte.

Und der Austausch geht weiter: Am Dienstag, 6. Oktober findet eine zweite Veranstaltung mit demselben Schwerpunkt statt. Damit erhalten weitere Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher die Gelegenheit, sich über erfolgreiche Ansätze auszutauschen und gemeinsam Ideen für lebendige und zukunftsfähige Dörfer im Kreis Soest zu entwickeln. Anmeldungen sind noch bis zum 16. September per E-Mail an susanne.bracht@​kreis-soest.de möglich. Sollten sich mehr Personen anmelden als Plätze vorhanden sind, entscheidet das Los.

Austausch und Vernetzung
22 Ortsvorstehrinnen und Ortsvorsteher aus dem Kreis Soest diskutierten während der Veranstaltung über die verschiedenen Herausforderungen in ihren Dörfern und tauschten sich über Projektideen aus. Foto: Hannah Osterhoff/ Kreis Soest
Entwicklungskonzepte
Die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher erhielten vielfältige Impulse für die Dorfentwicklung. Foto: Hannah Osterhoff/ Kreis Soest