Rund 17.500 zufällig ausgewählte Haushalte aus dem Kreis Soest werden dafür postalisch zur Befragung eingeladen. Die Gemeinden Bad Sassendorf und Lippetal sowie die Städte Lippstadt, Soest und Werl beteiligen sich vertiefend mit ortsbezogenen Zusatzfragen und/ oder einer höheren Befragungsdichte. Der Kreis bittet die ausgewählten Haushalte, an der anstehenden repräsentativen Befragung teilzunehmen.
Im Fokus steht das alltägliche Mobilitätsverhalten der Bürgerinnen und Bürger. Zentrale Fragestellungen sind: Wie viele Wege werden täglich im Kreis Soest zurückgelegt? Welche Verkehrsmittel werden für Arbeits-, Schul- oder Einkaufswege genutzt? Und wie werden die einzelnen Verkehrssysteme bewertet?
Mobilität ist Teil unseres Lebens: ob zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen oder in unserer Freizeit. Für die Entwicklung von unterschiedlichen Mobilitätsangeboten ist es hilfreich zu erfahren, welche Wege mit welchem Verkehrsmittel, zu welchem Zweck und wann zurückgelegt werden.
„Wir wollen die Mobilität der Zukunft gemeinsam mit unseren Bürgerinnen und Bürgern gestalten und noch stärker auf ihre Bedürfnisse eingehen“, sagt Landrat Heinrich Frieling und hofft auf eine rege Beteiligung an der Befragung: „Je mehr Bürgerinnen und Bürger mitmachen, desto zuverlässiger werden die Ergebnisse.“
Die Mobilitätsbefragung läuft über mehrere Wochen. Der Versand erfolgt in Etappen und wird im Auftrag des Kreises von dem Planungsbüro Planersocietät Frehn Steinberg Partner GmbH aus Dortmund durchgeführt. Die ersten Fragebögen werden ab dem 10. September postalisch an ausgewählte Haushalte versendet, zwei weitere Versandetappen folgen. Die Antworten können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann per Post, telefonisch oder online unter www.kreis-soest-mobil.de abgeben. „Damit können wir für jede Person eine geeignete Form zur Beteiligung an der Mobilitätsbefragung anbieten“, sagt Harriet Schröder, Expertin für Mobilitätsbefragungen bei der Planersocietät.
Die Befragung besteht aus drei Teilen: einem Haushaltsfragebogen zur Haushaltsstruktur und Verkehrsmittelausstattung, Personenfragebögen für alle Haushaltsangehörigen, u. a. zu den persönlichen Mobilitätsvoraussetzungen sowie zur Bewertung der Verkehrssituation im Kreis Soest, sowie einem Wegeprotokoll für jede Person ab sechs Jahren. In dem Wegeprotokoll werden die Befragten gebeten, an einem vorgegebenen Werktag alle zurückgelegten Wege und die jeweils genutzten Verkehrsmittel zu dokumentieren. Ob der Gang zum Bäcker, die Fahrt zur Arbeit, der Weg zum Supermarkt, ins Fitnessstudio oder der abendliche Spaziergang – alle diese Wege werden im Wegeprotokoll notiert. Falls an dem Tag keine Wege zurückgelegt wurden, kann diese Information ebenfalls im Fragebogen vermerkt werden.
Die gesetzlichen Anforderungen an den Datenschutz werden streng eingehalten und alle personenbezogenen Angaben im Anschluss vernichtet. Weitere Informationen zur Mobilitätsbefragung gibt es unter www.kreis-soest-mobil.de. Erste Ergebnisse werden für das Frühjahr 2027 erwartet.

