Spatenstich an Don-Bosco-Schule in Lippstadt

Baubeginn für Erweiterung der kreiseigenen Förderschule im Ortsteil Bad Waldliesborn

Eine moderne Lernumgebung, die aktuelle pädagogische Anforderungen erfüllt und nachhaltigen baulichen Standards entspricht – das ist erklärtes Ziel des Kreises Soest als Schulträger. Mit dem Erweiterungsbau für die Don-Bosco-Schule in Lippstadt-Bad Waldliesborn wird nach der Peter-Härtling-Schule in Werl die zweite kreiseigene Förderschule erweitert. Die Bauarbeiten haben nun mit dem ersten Spatenstich begonnen.

Symbolischer Spatenstich
Anlässlich des symbolischen Spatenstichs an der Don-Bosco-Schule in Lippstadt unterstrich Landrat Heinrich Frieling (links): „Wir schaffen nicht nur dringend benötigten Raum für die wachsende Schule, sondern investieren damit auch in die Zukunft unserer Kinder.“ Foto: Birgit Kalle/ Kreis Soest

„Der Erweiterungsbau der Don-Bosco-Schule steht beispielhaft für das, was wir als Kreis unter zeitgemäßer Schulentwicklung verstehen“, betonte Landrat Heinrich Frieling anlässlich des symbolischen Spatenstichs. „Wir schaffen nicht nur dringend benötigten Raum für die wachsende Schule, sondern investieren damit auch in die Zukunft unserer Kinder.“ Er unterstrich, dass die Don-Bosco-Schule hervorragende pädagogische Arbeit leiste und es Aufgabe des Kreises als Schulträger sei, diese Arbeit bestmöglich zu unterstützen.

Der geplante Erweiterungsbau wird zweigeschossig als Stahlbetonskelettbau mit einer Außenhaut in Holzrahmenbauweise errichtet. Im neuen Gebäude untergebracht werden der Verwaltungsbereich mit Lehrerzimmer, die Aula als Verbindungselement zwischen Neubau und Altbau sowie ein Großteil der Klassen- und Gruppenräume. Firma AKD-BAU führt die Rohbauarbeiten aus. Die Leitung auf Bauherrenseite liegt im Sachgebiet Technische Immobilien der Kreisverwaltung, die das Bauvorhaben koordiniert und begleitet.

Auch im Altbau tut sich etwas: Das Bestandsgebäude wird im Anschluss an die Fertigstellung des Erweiterungsbaus saniert. Der ehemalige Verwaltungsbereich im Obergeschoss wird komplett entkernt. Dort werden weitere Klassen- und Gruppenräume einziehen. Im Erdgeschoss verbleibt die Mensa. Neben dem bestehenden Speisesaal wird es einen weiteren geben. Zudem werden hier die Fachräume angesiedelt. „Wir freuen uns sehr auf das, was kommt, denn wir wissen schon jetzt, dass hier nicht nur ein Schulgebäude entsteht, sondern ein Lern- und Wohlfühlort für unsere Schülerinnen und Schüler geschaffen wird“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Emese Stikel.

Erforderlich geworden war die Erweiterung der Schule, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert, weil die Schülerzahlen in den vergangenen Jahren enorm angestiegen sind: Waren es vor zehn Jahren noch 160 Schülerinnen und Schüler, ist die Schulgemeinschaft im laufenden Schuljahr 2025/2026 auf 216 angewachsen. Dafür reicht das Gebäude samt der im Jahr 2009 geschaffenen ersten Erweiterung mit vier Klassenräumen nicht mehr aus.

Für die Übergangszeit hat die Schulverwaltung Räume in der Zukunftsschule der Gemeinnützigen Fördergesellschaft Kinder der Zukunft mbH angemietet. 

Die Fertigstellung der Erweiterung ist für 2028 vorgesehen. Die Sanierung soll im Sommer 2029 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten inklusive der Herstellung der Außenanlagen werden mit 25 Millionen Euro kalkuliert. 

Hintergrund: Don-Bosco-Schule
Die Don-Bosco-Schule ist eine von insgesamt sechs Förderschulen in Trägerschaft des Kreises Soest. Sie hat den Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung und konzentriert sich auf den Einzugsbereich von Lippstadt, Anröchte, Erwitte, Geseke und Rüthen. Als Ganztagsschule bereitet sie Schülerinnen und Schüler mit einem Unterstützungsbedarf im Bereich der geistigen Entwicklung auf ein möglichst selbstständig geführtes Leben vor.