LWL-Direktor Lunemann zu Gast in Landrätekonferenz

Tagung in Werl: Nur strukturelle Reform der Kommunalfinanzen kann Entlastung bringen

Die turnusmäßige Konferenz der Landräte aus dem Regierungsbezirk Arnsberg in Werl stand diesmal maßgeblich im Zeichen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL). Erstmals in der Landrätekonferenz zu Gast war LWL-Direktor Dr. Georg Lunemann. Die Landräte nutzten die Möglichkeit, sich eingehend über Aufbau, Aufgaben und Herausforderungen des LWL zu informieren.

Landrätekonferenz in Werl
Zur Landrätekonferenz empfing Landrat Heinrich Frieling als Gastgeber (5. v. l.) den LWL-Direktor Dr. Georg Lunemann (l.), den Hauptgeschäftsführer des Landkreistages NRW, Dr. Martin Klein (4. v. l.) und seine Amtskollegen (v. l.) Jan-Christoph Schaberick (Ennepe-Ruhr-Kreis), Ralf Schwarzkopf (Märkischer Kreis), Theo Melcher (Kreis Olpe), Andreas Müller (Kreis Siegen-Wittgenstein) und Thomas Grosche (Hochsauerlandkreis). Foto: Christin Thiemann/ Kreis Soest

Im Hotel Wiener Hof in Werl empfing Landrat Heinrich Frieling als Gastgeber neben Dr. Lunemann und seinen Amtskollegen auch den Hauptgeschäftsführer des Landkreistages NRW, Dr. Martin Klein.

Deutlich wurde, dass nicht nur die Kreise, sondern auch den LWL die steigenden Sozialausgaben besonders stark belasten. Beim Landschaftsverband machen diese 90 Prozent des Gesamthaushalts aus. Allein die Eingliederungshilfe für Kinder und Erwachsene schlägt mit rund 3,7 Milliarden Euro zu Buche (75,5 Prozent des LWL-Etats). Zudem stellt die wirtschaftliche Lage den LWL sowie die gesamte kommunale Familie vor große Herausforderungen.

LWL-Direktor Lunemann stellte die Leistungen vor, die der LWL vor Ort – auch in der gesamten Region Südwestfalen – erbringt. Thematisiert wurden außerdem die künftigen Herausforderungen, die für den mit über 21.000 Beschäftigten drittgrößten kommunalen Arbeitgeber in NRW auch in der Personalgewinnung liegen.

Einigkeit herrschte, dass allein eine strukturelle Reform der Kommunalfinanzen die schwierige finanzielle Situation nachhaltig verbessern kann.

Außerdem auf der Tagesordnung stand die strukturelle Entwicklung des Zweckverbands Nahverkehr Westfalen Lippe (NWL).