Erklärtes Ziel ist es, Angebote der Gesundheitsförderung und Prävention zusammenzutragen, zu vernetzen und bedarfsgerecht auszubauen. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere Kinder und Jugendliche, Erwachsene ab dem 39. Lebensjahr sowie Menschen, die bislang nur schwer Zugang zu Gesundheits- und Bewegungsangeboten finden. Ein besonderer Fokus liegt auf Frauen und Mädchen, Menschen mit Einwanderungsgeschichte sowie Menschen mit Behinderung.
„Gesundheit ist das höchste Gut. Deshalb freue ich mich, dass wir mit der ,Gesunden Kommune‘ Kreis Soest nun offiziell an den Start gehen“, sagt Landrat Heinrich Frieling. „Wir wollen, dass alle Bürgerinnen und Bürger möglichst gute Chancen auf ein gesundes Leben haben.“
Sportvereine leisten wichtigen Beitrag
Und dafür werden die Grundlagen früh gelegt – oder leider auch nicht: „Wir stellen fest, dass Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis zehn Jahren – also in einer besonders prägenden Lebensphase – kaum an Sportangeboten teilnehmen. Auch bei den über 18-Jährigen ist ein Rückgang der Bindung an Sportvereine zu erkennen“, erklärt Silke Riße, Projektleiterin beim Kreissportbund Soest e.V. „Dabei leisten Sportvereine einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung und sozialen Teilhabe.“
Um dem entgegenzuwirken, möchte das Projektteam gesundheitsfördernde Maßnahmen gezielt weiterentwickeln und sichtbar machen. Dazu sollen bestehende Angebote besser miteinander vernetzt und neue Strukturen geschaffen werden.
„Wir wollen langfristig gesundheitsfördernde Maßnahmen aus dem Netzwerk, insbesondere in den Bereichen Bewegung und Ernährung etablieren, die allen Menschen zugutekommen“, sagen Celine Longerich und Leila Rincke, die das Projekt seitens des Gesundheitsamts des Kreises Soest begleiten. „Dafür ist es wichtig, alle Zielgruppen mit an den Tisch zu holen und gemeinsam tragfähige Netzwerkstrukturen aufzubauen.“
Konzept wirkt auf vielen Ebenen
Die Finanzierung erfolgt durch die AOK Nordwest. AOK-Serviceregionsleiter Dirk Schneider betont: „Als Gesundheitskasse hat die Prävention für uns von jeher eine große Bedeutung und wir sind hier mit fachlicher Expertise breit aufgestellt. Zunehmende Bedeutung gewinnt die Gesundheitsförderung in den sogenannten nichtbetrieblichen Lebenswelten. Wir freuen uns daher besonders, in der Partnerschaft mit dem Kreissportbund und dem Kreis Soest durch das Projekt den kommunalen Strukturaufbau unterstützen zu können.“
Daher wirke ein durchdachtes Konzept zur kommunalen Gesundheitsförderung auf vielen Ebenen: Es unterstütze öffentliche Einrichtungen wie Kitas und Schulen, fördere die Zusammenarbeit mit kommunalen Akteuren und beziehe private Unternehmen mit ein – ein wichtiger Beitrag für eine gesündere Gesellschaft.
Umfrage richtet sich an Fachleute in Sachen Bewegung und Ernährung
Im ersten Schritt wird nun eine kreisweite Umfrage durchgeführt. Dabei geht es um die Erfassung bereits bestehender Angebote im Bereich Bewegung und Ernährung. So sollen Versorgungslücken sichtbar gemacht werden. Diese sollen im Netzwerk im Laufe des Projektzeitraumes bedarfsgerecht geschlossen werden. Die Umfrage soll von Personen, Institutionen, Vereinen und weiteren Dienstleistern des Bereichs Bewegung und Ernährung ausgefüllt werden. Die Umfrage ist auf der Internetseite www.kreis-soest.de/gesundekommune zu finden. Der Link kann auch auf Anfrage versendet werden. Interessierte wenden sich dazu an die Projektleitung Silke Riße per E-Mail an silke.risse@ksb-soest.de.

