Die Abteilung Straßenwesen der Kreisverwaltung hatte im Vorfeld alle verfügbaren Planunterlagen der Versorgungsträger eingesehen und mit den Unternehmen die erforderlichen Arbeiten abgestimmt. Genaue Angaben zu Lage und Zustand der Leitungen konnten von den Unternehmen jedoch nicht gemacht werden. Erst jetzt, nach dem Teilabbruch des alten Brückenbauwerkes, ergab sich eine Übersicht der Leitungen.
Insgesamt befanden sich mehr als 20 Leitungsstränge unter dem Bauwerk, die zum Teil in einer Stärke von bis zu 20 Zentimetern mit Beton ummantelt waren, der mit hoher Sorgfalt abgestemmt werden musste. Seit mehreren Wochen ist die beauftragte Baufirma damit beschäftigt, die vorhandenen Versorgungsleitungen zu sichern und umzulegen. Künftig werden sie in einem Düker unter dem Bauwerk geführt.
Diese Arbeiten werden noch rund zwei Wochen in Anspruch nehmen. Danach erfolgen der Abbruch des restlichen Bauwerkes sowie die Herstellung der Schottertragschicht für die neuen Fertigteile.
Ende Juni wird dann der neue Durchlass gesetzt. Anschließend werden die Brückenkappen einschließlich der Geländer hergestellt, bevor die Baugrube verfüllt werden kann. Zum Schluss kommt der neue Straßenaufbau.
Nach jetzigem Stand beginnt der Landesbetrieb Straßen.NRW Anfang Juli mit seinen Arbeiten zum Neubau der Brücke über die Rosenau an der L688, Gabrechter Weg. Die teilweise Überschneidung der beiden Maßnahmen konnte aufgrund des immensen Aufwandes hinsichtlich der Versorgungsleitungen und der damit einhergehenden Bauzeitverlängerung nicht vermieden werden.
Die Umleitung der Maßnahme des Kreises Soest erfolgt über die Schützenstraße, die L856 und die Alleestraße. Dabei ist die Umfahrung der Baustelle über die Wasserstraße in westlicher Richtung möglich. Die Umleitung der Maßnahme des Landesbetriebes erfolgt über die L746 Weslarner Weg, die B475 Oestinghauser Landstraße, die L856 Paderborner Landstraße-Bundesstraße, die L688 Neuer Weg und die K5 Weslarner Straße.
Sowohl Kreis als auch Landesbetrieb bitten die Verkehrsteilnehmer, sich an die Umleitungen zu halten und nach Möglichkeit innerörtliche Straßen nicht zu nutzen. Mit dem Busunternehmen wurde der öffentliche und der Schulbusverkehr abgestimmt. Polizei und Rettungsdienst sind über die Umleitungen informiert. Der Zugweg für das Schützenfest erfolgt im Bereich des Baufeldes über die Wasserstraße.
Hintergrund: Brücken-Neubau und Zeitplan
Eine Bauwerksprüfung hat ergeben, dass der Zustand der Brücke an der Bahnhofstraße ungenügend ist. Weil eine Sanierung teurer wäre als der Neubau, muss das alte Bauwerk abgerissen und eine neue Brücke aus Stahlbetonfertigteil-Rahmenelementen an gleicher Stelle errichtet werden. Da die Bahnhofstraße zu eng ist, um den Verkehr einseitig an der Baustelle vorbeizuführen, wird sie während der Bauphase voll gesperrt.

