Am 2. März startet Unterricht am neuen Standort

Umzug der Lindenschule nach Erwitte erfolgt in dieser Woche

Mehr Platz für Unterricht und Offenen Ganztag, moderne Räume und Kapazitäten für Wachstum: Der neue Standort der Lindenschule in Erwitte bietet ein bedarfsgerechtes, zukunftsorientiertes Lern- und Arbeitsumfeld für Schülerschaft und Lehrkräfte. In dieser Woche findet der Umzug der Förderschule in Trägerschaft des Kreises Soest von Bad Westernkotten in das kernsanierte Gebäude an der Graf-Landsberg-Straße statt. Erster Unterrichtstag in Erwitte ist am Montag, 2. März.

Tische, Stühle und Schränke stehen bereits. Damit ist am Mittwoch vor dem ersten Unterrichtstag im neuen Lindenschulgebäude (fast) alles hergerichtet für die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte. Foto: Michael Manzke/ Kreis Soest
Tische, Stühle und Schränke stehen bereits. Damit ist am Mittwoch vor dem ersten Unterrichtstag im neuen Lindenschulgebäude (fast) alles hergerichtet für die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte. Foto: Michael Manzke/ Kreis Soest

„In der Woche des Umzugs nehmen die Schülerinnen und Schüler an einer Projektwoche teil und sind dafür in eigenen Räumen an unserem Lippe-Berufskolleg in Lippstadt untergebracht. Sie verpassen also keinen Unterricht und sind aus dem Umzugsgeschehen herausgenommen“, sagt Schuldezernent Sascha Kudella.

Aktuell besuchen 109 Kinder die Lindenschule mit dem Förderschwerpunkt Sprache. Die Schülerzahlen in diesem Förderbereich steigen seit Jahren stetig. Am alten Standort in Bad Westernkotten waren die räumlichen Kapazitäten nicht mehr auskömmlich. Der Rechtsanspruch auf Ganztagsförderung ab dem 1. August 2026 hat den räumlichen Druck noch erhöht. Deshalb hat der Kreis Soest das ehemalige Gebäude der städtischen Erich-Kästner-Grundschule in Erwitte erworben und dieses für die neue Nutzung grundlegend ertüchtigt.

Platz für bis zu drei weitere Klassen

Alle zwölf Klassenräume, das Foyer – nun auch als Aula nutzbar –, die Verwaltungsbereiche und Nebenräume, die Räume der Offenen Ganztagsschule (OGS) und die Sanitäranlagen wurden kernsaniert. „Alle Oberflächen sind neu, teilweise wurde auch der Estrich erneuert“, erklärt Projektleiter Michael Manzke aus dem Sachgebiet Technische Immobilien beim Kreis Soest. Die Haustechnik wurde ebenso vollumfänglich modernisiert wie sämtliche Elektroleitungen und -installationen. Statt mit Gas wird jetzt mit einer Pelletheizung geheizt. OGS und Turnhalle haben eine neue Lüftungsanlage erhalten. Auch die Duschen der Turnhalle werden instandgesetzt.

„Im Frühjahr, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, werden auch die Grünanlagen im Außenbereich hergerichtet. Geplant ist zudem die Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Schulgebäudes“, erläutert Cordula Pfannschmidt, Abteilungsleiterin Immobilienmanagement. Insgesamt wartet die Immobilie mit einer Nutzfläche von 3.650 Quadratmetern und einer Bruttogrundfläche von 4.498 Quadratmetern auf. Zum Vergleich: Das alte Schulgebäude verfügt über eine Nutzfläche von 735 Quadratmetern bei einer Bruttogrundfläche von 870 Quadratmetern. „Damit sind nicht nur unsere aktuell zwölf Klassen optimal untergebracht: Das neue Gebäude bietet uns darüber hinaus ausreichend Platz für bis zu drei weitere Klassen“, stellt Sascha Kudella heraus.

Dank an die Stadt Erwitte

Die Maßnahme kostet den Kreis Soest insgesamt rund acht Millionen Euro. Darin enthalten ist auch der Gebäudeerwerb. Weil zahlreiche Leistungen von eigenem Fachpersonal übernommen wurden – dazu zählen Bauleitung und Architekten – konnten die Kosten deutlich gesenkt werden. „Wir gehen von einer Einsparung in Höhe von einer bis 1,3 Millionen Euro aus. Die genaue Summe lässt sich erst beziffern, wenn alle Arbeiten abgeschlossen sind“, sagt Baudezernent Harald Pietz.

„Wir danken der Stadt Erwitte ganz herzlich für die sehr gute und stets kooperative Zusammenarbeit“, betonen Sascha Kudella und Harald Pietz. Die Stadt als Vermieterin des bisherigen Lindenschul-Standorts in Bad Westernkotten war dem Kreis beim Umzugstermin entgegengekommen, der sich unter anderem aufgrund von Verzögerungen in einigen Gewerken nach hinten verschoben hatte. „Dieses Entgegenkommen ist nicht selbstverständlich“, wissen die beiden Dezernenten. Schließlich benötigt die Stadt die frei werdenden Räumlichkeiten in Bad Westernkotten für die OGS der Astrid-Lindgren-Grundschule.