Coronavirus SARS-CoV-2

Der Kreis Soest hat eine Liste mit Fragen und Antworten (FAQ) zum Coronavirus erstellt und weist auf aktuelle gesicherte Informationsquellen wie die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung und das Robert-Koch-Institut hin. Zudem bietet der Kreis ein Infotelefon an.

Letzte Aktualisierung: 07. August 2020, 15.15 Uhr

Infotelefon des Kreises Soest

Frau mit Headset. Foto: © goodluz - Fotolia
Frau mit Headset. Foto: © goodluz - Fotolia

Welche Regeln gelten ab wann? In welchen Fällen muss ich zum Arzt? Wie verhalte ich mich in Quarantäne? Wann ist grundsätzlich ein Abstrich zweckmäßig? All diese Fragen finden Sie hier beantwortet.

Darüber hinaus steht Ihnen das Infotelefon des Kreises mit der Telefonnummer  02921/303060 ist  zu folgenden Zeiten zur Verfügung: 

  • Mo bis Do 8 bis 16 Uhr
  • Fr von 8 bis 12 Uhr
  • Samstag, 8. August, von 10 bis 12 Uhr

Das Gesundheitsministerium des Landes NRW bietet ebenfalls ein Infotelefon mit der Nummer 0211 - 9119 1001 an. Medizinische Fragen beantwortet die Kassenärztliche Vereinigung unter 116117. 

Aktuelles

Reiserückkehrer aus Risikogebieten: Testpflicht, Quarantänepflicht und Meldepflicht beim Gesundheitsamt - Testergebnis online zusenden

Reiseziele wie Ägypten, Bosnien und Herzegowina, Marokko, Serbien, die Türkei oder die Ukraine hat das Robert-Koch-Institut (RKI) als Corona-Risikogebiete ausgewiesen.

Wer aus einem der insgesamt rund 130 Länder zurückkehrt, ist verpflichtet, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Zudem müssen sich Reiserückkehrer aus Risikogebieten unabhängig vom Transportmittel umgehend  bis zum Vorliegen des negativen Testergebnisses direkt in häusliche Quarantäne begeben sowie unverzüglich beim zuständigen Gesundheitsamt melden. Alternativ können die Einreisenden ein negatives Testergebnis vorlegen, das nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Solange kein negatives Testergebnis vorliegt, müssen sich Einreisende aus Risikogebieten in Quarantäne begeben.

Die Kontaktaufnahme zum Kreisgesundheitsamt Soest ist ab sofort auch online per Formular möglich. Da das Ende der Ferien bevorsteht, melden sich immer mehr Reiserückkehrende bei unserer Hotline. Bitte verwenden Sie das Formular, um unser Infotelefon zu entlasten und nicht in der Warteschlange zu landen. Nach Abgabe der Online-Meldung (Kontakt- und Reisedaten, Angaben zu Symptomen) meldet sich unser Gesundheitsamt schnellstmöglich per E-Mail oder telefonisch bei Ihnen, um die weiteren Schritte abstimmen.

Die Quarantäne beschränkt sich nicht nur auf Flugreise-Rückkehrer, sondern gilt für alle Rückkehrende aus Risikogebieten, also auch diejenigen, die den PKW oder andere Verkehrsmittel nutzen. Rückkehrende mit einem negativen Test können sich unter Umständen durch das Kreisgesundheitsamt von der Quarantänepflicht befreien lassen. Das Testergebnis kann nur digital mit Hilfe des Online-Formulars übermittelt werden.

Das Gesundheitsamt des Kreises Soest weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Schnelltests, wie sie auch angeboten werden, nicht den RKI-Vorgaben entsprechen und nicht akzeptiert werden können. Das ärztliche Attest müsse sich auf eine molekularbiologische Testung auf das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 stützen, die nicht älter als 48 Stunden ist.

Das Land NRW hat entschieden, die Kosten für Testungen von Reiserückkehrenden aus Risikogebieten zu übernehmen, die auf dem Luftweg an den Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn, Münster/Osnabrück und Dortmund landen. Details müssten noch geregelt werden. An den Flughäfen sind kostenlose Abstrichstellen eingerichtet worden. Vor Ort kann der Hausarzt aufgesucht werden, wenn die Einreise auf dem Landweg erfolgt ist. Die Regelungen für alle gesetzlich verpflichtend. Bei einem Verstoß gegen die Bestimmungen der CoronaEinreiseverordnung kann eine Ordnungswidrigkeit vorliegen. Bußgelder bis zu 25.000 Euro sind dann möglich.

Das NRW-Gesundheitsministerium hat ein Infoblatt für Einreisende erarbeitet, auf dem alle wichtigen Informationen übersichtlich und verständlich zusammengefasst sind. Das Infoblatt liegt in deutscher und englischer Sprache vor, in Kürze ist es auch in französischer und türkischer Sprache abrufbar.

Keine Bestätigungen für Arbeitgeber – Befreiungen von der Quarantänepflicht nach Auslandsreise

Immer mehr Arbeitgeber fordern von ihren Angestellten nach deren Rückkehr aus dem Ausland eine schriftliche Bestätigung des Gesundheitsamtes über das Vorliegen eines negativen Testergebnisses. Reiserückkehrer aus Risikogebieten sind grundsätzlich verpflichtet, sich 14 Tage in Quarantäne zu begeben und häuslich zu isolieren. Sie können sich nach § 2 Abs. 2 Coronaeinreiseverordnung von der Pflicht zur häuslichen Isolierung befreien, indem sie eine Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vornehmen lassen und das Testergebnis keinen Anhaltspunkt auf das Vorliegen einer Infektion liefert. Das ärztliche Zeugnis ist für mindestens 14 Tage nach der Einreise aufzubewahren und auf Verlangen des Gesundheitsamtes vorzulegen. Eine schriftliche Bestätigung durch das Gesundheitsamt erfolgt durch die unmittelbare Wirkung der Regelungen der Coronaeinreiseverordnung nicht. Das Vorzeigen des negativen Testergebnisses beim Arbeitgeber durch den / die Arbeitnehmer*in ist daher ausreichend. 

Die Quarantänezeit endet vor Ablauf der 14 Tage, wenn Sie einen Nachweis über ein negatives Testergebnis in Papier- oder digitaler Form in deutscher oder englischer Sprache erbringen. 

Bitte achten Sie darauf, dass dieses Testergebnis

  1. sich auf eine molekularbiologische Testung auf das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 stützen muss,
  2. in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem sonstigen durch das Robert-Koch-Institut veröffentlichten Staat durchgeführt worden sein muss und
  3. höchstens 48 Stunden vor der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland vorgenommen worden sein darf. Maßgeblich für den Beginn der 48-Stunden-Frist ist der Zeitpunkt der Feststellung des Testergebnisses.

Das ärztliche Zeugnis ist für mindestens 14 Tage aufzubewahren. Das Gesundheitsamt verlangt die Vorlage des schriftlichen, negativen Testergebnisses.

Sie können sich unter strikter Einhaltung der Hygieneregeln nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts wieder in der Öffentlichkeit bewegen. 

Nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet sollte ein vorhandenes,  negatives Testergebnis zum Nachweis der damit gesetzlich vorgegebenen Aufhebung der Quarantänepflicht stets mitgeführt werden. Insbesondere in kleineren Städten und Gemeinden kennen sich die Menschen untereinander, auch das Ordnungsamt kennt seine Bürgerinnen und Bürger. So kann Missverständnissen vorgebeugt werden.

Reiserückkehrer aus Nicht-Risikogebieten

Seit Samstag, 01.08.2020 können sich auch alle Reiserückkehrenden innerhalb von 72 Stunden nach ihrer Rückkehr kostenlos auf das Coronavirus SARS-CoV-2 testen lassen. Die Testungen können grundsätzlich bei Ärzten oder Testzentren der Kassenärztlichen Vereinigung erfolgen.

Um nach der Rückkehr kostenlos getestet werden zu können, ist ein Nachweis über die getätigte Reise und den Reisezeitraum vorzulegen. Dies kann zum Beispiel durch einen Boarding-Pass, ein Ticket, eine Hotelrechnung oder einen sonstigen Nachweis geschehen. Wichtig ist, dass der Einreisende glaubhaft machen kann, dass ein entsprechender Auslandsaufenthalt stattgefunden hat.

Vor einer Reise

Innerhalb Deutschlands hilft der Tourismuswegweiser des "Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes", einen Überblick über die im jeweiligen Bundesland gültigen Regelungen zu bekommen.

Wer sich aufgrund eines bevorstehenden Urlaubs auf COVID-19 testen lassen möchte, muss die Kosten ggf. selber tragen. Es empfiehlt sich, vorab mit der eigenen Krankenkasse über eine eventuelle Kostenübernahme zu sprechen.

Anordnung von und Umgang mit Quarantäne

Eine Quarantäne wird unter Anderem dann behördlich angeordnet, wenn ein hohes Risiko besteht, dass man sich angesteckt hat. Dies kann der Fall sein, wenn man beispielsweise innerhalb der letzten zwei Wochen engen Kontakt zu einem Erkrankten mit einer laborbestätigten COVID-19-Diagnose hatte.

Ein enger Kontakt bedeutet entweder, dass man mindestens 15 Minuten mit dem/der Erkrankten gesprochen hat bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist. 

Sind Sie unter Quarantäne gestellt, so bedeutet dies in jedem Fall:

  • Es ist Ihnen in dieser Zeit untersagt, Ihre Wohnung ohne ausdrückliche Zustimmung des Gesundheitsamtes des Kreises Soest zu verlassen oder Besuch zu empfangen
  • Sollte ein Kontakt mit anderen Personen zwingend notwendig sein, so stimmen Sie diesen mit dem Gesundheitsamt des Kreises Soest ab.

Sie sind verpflichtet, die entsprechenden Schutzmaßnahmen zu treffen

  • Haben Sie Covid-19-typische Symptome (Fieber, Husten, Geruchs- / Geschmacksstörungen, Atemnot, Abgeschlagenheit) melden Sie sich bitte unverzüglich telefonisch bei Ihrem Hausarzt!

Wenn Sie durch Ordnungsverfügung in Quarantäne versetzt sind: 

  • hält das Gesundheitsamt Kontakt zu Ihnen
  • werden Sie automatisch am letzten Tag Ihrer Quarantäne von einer Amtsärztin / einem Amtsarzt telefonisch kontaktiert. Auf Basis der vorliegenden Symptome wird über eine Beendigung oder Verlängerung der Quarantäne entschieden.

Sofern Sie nach Coronaeinreiseverordnung vorsorglich in Quarantäne sind, gilt:

  • Eine Entisolierung am Ende der 14-tägigen Quarantäne kann erfolgen, wenn Sie 48 Stunden symptomfrei sind. 

Hierzu muss keine Meldung beim Gesundheitsamt und kein Abstrich erfolgen! 

Es kann durchaus sein, dass einzelne Mitglieder eines Haushalts unter Quarantäne gestellt werden, wenn sie Kontakt zu einem Erkrankten hatten; dann gilt es, den oder die Betroffene streng von den anderen Bewohnern zu isolieren. 

Das Gesundheitsamt wird sich auf jeden Fall mit Ihnen in Verbindung setzen und weitere Maßnahmen mit Ihnen besprechen! 

Mehr Infos zu dieser Frage finden sich auch  in einem Merkblatt des Robert-Koch-Instituts.

Tests und medizinische Behandlung

In welchen Fällen wende ich mich direkt an das Gesundheitsamt?

Das Gesundheitsamt ist durch die Corona-Pandemie und seinen gesetzlichen Auftrag hinsichtlich des Infektionsschutzes  vollumfänglich ausgelastet. Dadurch sind alle personellen Kräfte gebunden, so dass Dienstleistungen, wie z.B. Belehrungen für Lebensmittelberufe gemäß Infektionsschutzgesetz momentan nicht angeboten werden können. Zudem schließt die derzeitige Erlasslage Publikumsverkehr im Kreishaus aus.

Allgemeine telefonische Auskünfte können derzeit leider nicht erteilt werden, da die Bewältigung der Pandemie alle Kräfte bindet. Bei Fragen rund um das Coronavirus steht Ihnen das Infotelefon des Kreises Soest unter 02921/303060 zur Verfügung. (Mo - Do 8 - 16 Uhr, Fr 8 - 12 Uhr). 

Gehen Sie auf keinen Fall in die Notaufnahmen oder Notfallpraxen, wenn Sie den Verdacht haben, an COVID-19 erkrankt zu sein. Sie können sich dort nicht telefonisch anmelden und gefährden die Weiterführung des Betriebes.

Ihr Hausarzt ist immer der erste Ansprechpartner und wird im Verdachtsfall weitere Schritte für Sie veranlassen. Auch bei ihm müssen Sie sich aber bitte immer erst telefonisch anmelden.

Wie viele Menschen im Kreis Soest sind positiv getestet?

Es gibt elf neue Corona-Fälle im Kreis Soest, und zwar in Lippstadt (5), Soest (3), Rüthen (1) und Werl (2). Unter den Neuinfizierten befinden sich vier Reiserückkehrer aus dem Kosovo. Damit beträgt die Zahl der bestätigten Fälle, Stand 7. August, 14 Uhr, 454 (Vortag 443). Als genesen gelten 398 Menschen (Vortag 397). 48 sind aktuell infiziert (Vortag 38). 8 Personen sind im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben. Stationär behandelt werden 6 Personen, 3 davon auf Intensivstationen. 

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 15,9. Die Zahlen für die einzelnen Städte und Gemeinden im Überblick (in Klammern die Werte des Vortags): 

  • Anröchte: 0 aktuell Infizierte (0), 4 Genesene (4); Fälle insgesamt: 4
  • Bad Sassendorf: 0 aktuell Infizierte (0), 11 Genesene (11); Fälle insgesamt: 11
  • Ense: 2 aktuell Infizierte (2), 6 Genesene (6); Fälle insgesamt: 8
  • Erwitte: 1 aktuell Infizierte (1), 27 Genesene (27), 1 Todesfall; Fälle insgesamt: 29
  • Geseke: 1 aktuell Infizierte (1), 46 Genesene (46); Fälle insgesamt: 47
  • Lippetal: 0 aktuell Infizierter (0), 21 Genesene (21); Fälle insgesamt: 21
  • Lippstadt: 22 aktuell Infizierte (18), 102 Genesene (101); Fälle insgesamt: 124 (119)
  • Möhnesee: 3 aktuell Infizierte (3), 20 Genesene (20), 1 Todesfall; Fälle insgesamt: 24
  • Rüthen: 4 aktuell Infizierte (3), 14 Genesene (14); Fälle insgesamt: 18 (17)
  • Soest: 8 aktuell Infizierte (5), 38 Genesene (38); Fälle insgesamt: 46 (43)
  • Warstein: 0 aktuell Infizierte (0), 61 Genesene (61), 3 Todesfälle; Fälle insgesamt: 64
  • Welver: 0 aktuell Infizierte (0), 9 Genesene (9), 2 Todesfälle; Fälle insgesamt: 11
  • Werl: 7 aktuell Infizierte (5), 23 Genesene (23); 1 Todesfall; Fälle insgesamt: 31 (29)
  • Wickede: 0 aktuell Infizierte (0), 16 Genesene (16); Fälle insgesamt: 16

Wann ist ein Test sinnvoll? Wer kann sich testen lassen?

Zukünftig können auch Personen auf das Coronavirus getestet werden, wenn sie keine Symptome aufweisen. Bezahlt werden die Tests von den gesetzlichen Krankenkassen, wenn die Testungen durch das Gesundheitsamt im erforderlichen Umfang veranlasst werden. 

Kosten für SARS-CoV-2-PCR-Testungen vor Aufnahme in eine Rehabilitationseinrichtung sind entweder von der Rehabilitationsklinik oder dem Rehabilitanten zu tragen.

Sofern vom Krankenhaus direkt in eine Rehabilitationsklinik verlegt wird, dürfte wohl das Krankenhaus die Testung durchführen und mit der Krankenkasse abrechnen.

Informationen zu Testungen von Reiserückkehrern finden Sie unter "Aktuelles".

Darf mein Arbeitgeber von mir fordern, mich testen zu lassen?

Das darf er nur bedingt.  Eine Testung auf das Corona-Virus wird  seitens der Hausärzte derzeit bei asymptomatischen Personen nur auf Veranlassung durch das Gesundheitsamt von ihnen durchgeführt. Arbeitgeber-induzierte Testungen sind von der jeweiligen Betriebsmedizin durchzuführen.

Ist ein Antikörpertest sinnvoll, wenn ich wissen möchte, ob ich infiziert bin?

Derzeit gibt es unterschiedliche Angebote zur Durchführung von Antiköpertests. Diese geben Auskunft darüber, ob in der Vergangenheit eine Infektion mit COVID-19 vorlag (Infektion mindestens 14 Tage zurückliegend). Er sagt also nichts darüber aus, ob die getestete Person im Augenblick der Testung infiziert ist. Die Tests sollten ausschließlich von akkreditierten Laboren durchgeführt werden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt den Einsatz von Antikörpertests derzeit ausschließlich im Rahmen von Forschungsprojekten (beispielsweise am  Universitätsklinikum Münster).

Ist man nach einer durchgemachten SARS-CoV-2-Infektion immun?

Das ist noch nicht abschließend geklärt. Derzeit gehen Experten davon aus, dass genesene Patienten nur ein geringes Risiko haben, ein zweites Mal an COVID-19 zu erkranken. 

Erste Studien haben gezeigt, dass Personen nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion spezifische Antikörper entwickeln, die das Virus in Labortesten neutralisieren können.

Unklar ist jedoch noch, wie robust und dauerhaft dieser Immunstatus aufgebaut wird und ob es möglicherweise von Mensch zu Mensch Unterschiede gibt.

Wann muss ich zum Arzt?

Wenn Sie krank sind und sich die Symptome nach zwei bis drei Tagen nicht bessern oder sie eine Krankschreibung benötigen, sollten Sie sich telefonisch bei Ihrem Hausarzt melden. Bedenken Sie bitte auch, dass Allergiker ebenfalls bereits unter Symptomen wie laufender Nase und bronchialen Beschwerden leiden! 

Melden Sie sich bitte telefonisch bei Ihrem Hausarzt bei akuten Atemwegserkrankungen, unabhängig davon, wie stark Ihre Symptome sind:

  • nach Kontakt zu bestätigtem COVID-19-Fall bis max. 14 Tage vor Erkrankungsbeginn
  • bei Tätigkeit in Pflege, Arztpraxis oder Krankenhaus;
  • bei Zugehörigkeit zu einer  Risikogruppe 

Symptome einer COVID-19-Erkrankung können sein:

Husten, Riech-und Geschmacksverlust, Abgeschlagenheit, Halskratzen und Fieber. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall. 

Derzeit kontaktieren viele Bürgerinnen und Bürger ihre Hausärzte und das Gesundheitsamt, wenn sie Kontakt zu einer Kontaktperson und möglicherweise weiteren Kontaktpersonen zu einem bestätigten Verdachtsfall (also einem nachweislich am Coronavirus Erkrankten) hatten.

Je länger die indirekte Kontakt-Kette ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, mit dem Erreger in Berührung gekommen zu sein und damit das Ansteckungsrisiko. Wenn Sie keinen direkten Kontakt zu einem bestätigten Verdachtsfall hatten und symptomfrei sind, muss der Hausarzt deshalb nicht kontaktiert werden.

Direkte Kontaktpersonen werden vom Gesundheitsamt ermittelt und telefonisch befragt, dazu hier eine Grafik des RKI. Das Gesundheitsamt kann veranlassen, dass Sie getestet werden.

Gibt es Behandlungsmöglichkeiten außerhalb der Hausarztpraxis?

In Soest wurde das Corona-Behandlungszentrum am Riga-Ring Ende Mai wieder geschlossen. Am Dienstag, 2. Juni hat die normale Notdienstpraxis dort wieder ihre gewohnte Tätigkeit zu den üblichen Öffnungszeiten aufgenommen .

In Lippstadt  befinden sich das Testzentrum und eine Corona-Ambulanz an der Lipperoder Straße. Hier werden COVID-19 Erkrankte sowie Patienten, bei denen ein begründeter Verdacht auf eine Infektion vorliegt, behandelt. Zur Behandlung muss eine ärztliche Überweisung vorliegen.

Wo bzw. wie erfahre ich mein Abstrich- Ergebnis?

Zuständig für eine Befundmitteilung ist der Arzt, der die Untersuchung beauftragt hat, in der Regel der Hausarzt.

Dem Gesundheitsamt liegen zu den aus den Laboratorien eingehenden Negativ-Befunden oftmals keine  weiteren Angaben über den Untersuchten vor. Zudem ist die Identität eines Anrufers nicht sicher zu definieren. Nicht zuletzt aus Datenschutzgründen nimmt das Gesundheitsamt daher keine Befunderöffnungen vor.

Eine Ausnahme hiervon stellt der Abstrich mit einem positiven Ergebnis dar. Gemäß dem gesetzlichen Auftrag muss das Gesundheitsamt Infektionsketten auffinden und, sofern möglich, umgehend unterbinden. Daher kann es sein, dass noch vor Befundmitteilung durch den Hausarzt bereits das Gesundheitsamt Kontakt zu Ihnen aufnimmt.

Öffentliches Leben und Schutzmaßnahmen

Wo finde ich mehrsprachige und barrierefreie Infos?

Das Kommunale Integrationszentrum und der Behindertenbeauftragte des Kreises Soest haben  mehrsprachige Infoblätter und Links zusammengestellt. 

Was kann ich tun, um mich in der Öffentlichkeit vor Ansteckung zu schützen?

Eine gute HändehygieneEinhalten von Husten- und Niesregeln und das Abstandhalten (mindestens 1,5 Meter) sind die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen, um sich selbst und andere vor einer Ansteckung mit COVID-19 zu schützen.

Das RKI weist darauf hin, dass außerhalb des medizinischen und pflegerischen Bereiches eine Händedesinfektion in Situationen, wo die Hände auch gewaschen werden können, keinen Vorteil in Bezug auf die Inaktivierung von SARS-CoV-2 bietet.

Zusätzlich zum Kontaktverbot ist vorerst bis Dienstag, 11. August 2020 das Tragen eines Mund-Nasenschutzes (Alltagsmaske oder Schal) an folgenden Orten / Gelegenheiten in NRW verpflichtend!

  • In Ladengeschäfte und Ausstellungsräume für Kunden und Mitarbeiter (Alternativ: Abtrennungen aus Glas, Plexiglas…)
  • Auf Wochenmärkten, in Einkaufszentren und ShoppingMalls
  • Bei der Abholung von Speisen / Getränken in gastronomischen Einrichtungen
  • Bei Handwerks- oder Dienstleistungen, wenn der Abstand zum Kunden von 1.5 Metern nicht eingehalten werden kann
  • In Arztpraxen und ähnlichen Einrichtungen des Gesundheitswesen
  • Im Personennahverkehr
  • zunächst bis Montag, 31. August: In Schulgebäuden und auf Schulgelände

Ausgenommen von der Pflicht sind Kinder bis zum Schuleintrittsalter (6 Jahre) und Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keinen Schutz tragen können. Hierbei kann das Mitführen eines ärztlichen Attests sinnvoll sein.

Durch einen Mund-Nasen-Schutz  oder andere Behelfsmasken oder auch Barrieren wie Halstuch oder Schal etc. können Tröpfchen, die man z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, abgefangen werden.

Das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken, kann so verringert werden (Fremdschutz). Hingegen gibt es keine hinreichenden Belege dafür, dass ein Mund-Nasen-Schutz oder eine Behelfsmaske einen selbst vor einer Ansteckung durch andere schützt (Eigenschutz).

Das RKI informiert auf seinen Seiten ausführlich zu Schutzfunktion und Verwendung.

Generell gilt: In allen Einrichtungen mit Publikums- und Kundenverkehr muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Hinweis: Wer die Maskenpflicht missachtet, darf die entsprechenden Angebote nicht nutzen bzw. Einrichtungen nicht betreten.

Was bedeutet das Kontaktverbot für persönliche Begegnungen?

Derzeit dürfen sich Gruppen von höchstens zehn Personen in der Öffentlichkeit treffen. Diese maximale Personenzahl gilt nicht bei Verwandten in gerader Linie oder Personen aus zwei verschiedenen Haushalten.

Das Ansteckungsrisiko steigt enorm, sind Menschen über einen längeren Zeitraum im direkten Kontakt. Darum gilt es, insbesondere ältere und/oder vorerkrankte Menschen zu schützen.

 Bitte denken Sie stets daran, dass das ausgesprochene Kontaktverbot - bei allen Einschränkungen, die damit verbunden sind - dazu dient, die Infektionskette zu unterbrechen und die Zahl der Erkrankungen gering zu halten. Dies kann nur funktionieren, wenn jede*r Einzelne mitmacht und sich an die Vorgaben hält.

Darf ich Familienangehörige oder Freunde zu Hause besuchen oder zu mir einladen? Was gilt in meinem Garten, meiner Wohnung?

Auf dem eigenen Grundstück oder in der eigenen Wohnung sind Zusammenkünfte nicht untersagt, jedoch gilt auch im privaten Bereich der Appell, soziale Kontakte soweit eben möglich zu reduzieren. •

Wenn jemand auf Unterstützung im Alltag angewiesen ist, darf diese weiterhin geleistet werden. Sofern eben möglich, sind auch hier Mindestabstand und Hygieneregeln einzuhalten.

Bitte bedenken Sie, dass das Ansteckungsrisiko enorm steigt, sind Menschen über einen längeren Zeitraum im direkten Kontakt. Darum gilt es, insbesondere ältere und/oder vorerkrankte Menschen zu schützen.

Unter welchen Auflagen darf ich meine Angehörigen / Freunde in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen wieder besuchen?

Besuche in den Kliniken im Kreis Soest unterliegen mit Blick auf die Erfahrungen seit der Öffnung unterschiedlichen Bedingungen:

Im Krankenhaus Maria Hilf Warstein dürfen Patienten einmal am Tag zwischen 15 und 18 Uhr von einer Person für eine Stunde Besuch empfangen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig, lediglich die Absprache zwischen den Angehörigen / Besuchern.

Die LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein ermöglichen Besuche nach vorheriger Kontaktaufnahme mit der jeweiligen Station unter Beachtung von Auflagen und Hygienevorschriften.

Im Evangelischen Krankenhaus Lippstadt sind Besuche erst ab dem vierten Tag des stationären Aufenthaltes möglich. Pro Tag und Patient darf nur ein Besuch in der Zeit von 15 - 18 Uhr für maximal 30 Minuten stattfinden Väter dürfen ihre Partnerin täglich von 16 - 19 Uhr auf der Entbindungsstation besuchen

Im Eingangsbereich muss sich jeder Besucher namentlich registrieren, eine Kontaktdokumentation ausfüllen und einen kurzen Gesundheitscheck absolvieren. Den notwendigen Fragebogen bietet das Krankenhaus auf den eigenen Seiten zum Download an.

Im Dreifaltigkeits-Hospital Lippstadt, im Marien-Hospital Erwitte und im Hospital zum Hl. Geist Geseke sind Besuche weiterhin nur in Ausnahmefällen und nach vorheriger Absprache möglich.

Das Klinikum Stadt Soest hat ein generelles Besuchsverbot verhängt. Ausnahmen gelten nach Absprache für die Geburtshilfe (Begleitung des Partners), die Kinderklinik (Begleitung des Kindes) sowie bei Besuchen von schwerstkranken Patienten.Bei Ausnahme-Besuchen ist eine Selbstauskunft zu COVID-19-Risiken sowie ein Fiebercheck und eine Erfassung der Daten notwendig. Das Formular können Sie auf den Seiten des Klinikums vorab herunterladen und ausgefüllt mitbringen.

 Auch das Marienkrankenhaus Soest und das Mariannen-Hospital Werl lassen Besuch nur dann zu, wenn es aus ethischen Gründen geboten ist. Eine telefonische Kontaktaufnahme ist Voraussetzung. Diese Regelung gilt zunächst bis Montag, 31. August.

Grundsätzlich gilt weiterhin der Appell, aus Gründen des Infektionsschutzes von Besuchen möglichst abzusehen. Die Krankenhäuser wollen keine generelle Einladung zu Besuchen aussprechen.

Wie geht es mit der Kinderbetreuung und den Schulen weiter?

Geplant ist, ab Montag, 17. August in den Kindertagesbetreuungen zum Regelbetrieb zurück zu gehen. Gewohnte pädagogische Konzepte können wieder im vertraglich geregelten Stundenkontingent erfüllt werden.

 Auch für die Schülerinnen und Schüler im Kreis Soest ist eine Aufnahme des Regelschulbetriebs nach den Sommerferien geplant.Hierbei gilt für alle Schülerinnen und Schüler - zunächst bis Montag, 31. August - im Schulgebäude und auf dem gesamten Schulgelände die Verpflichtung, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 - 4 dürfen diesen bei stattfindendem Unterricht auf ihrem eingenommenen, festen Sitzplatz abnehmen. Die übrigen Jahrgänge müssen den Mund-Nase-Schutz auch während des Unterrichts tragen, es sei denn, dies widerspricht dem zu erreichenden Unterrichtsziel. Dies regelt jede Schule für sich.

Wo kann ich mich informieren, wenn ich Corona-bedingten Verdienstausfall habe?

Der LWL entschädigt in Fällen, in denen das Infektionsschutzgesetz greift sowie bei Verdienstausfällen im Zusammenhang mit einer durch die zuständige Behörde angeordneten Quarantäne. Der LWL entschädigt auch bei Verdienstausfällen, die durch ein behördlich angeordnetes Tätigkeitsverbot entstanden sind. Mittlerweile ist gesetzlich geregelt, dass auch für Verdienstausfälle, die durch die Betreuung von Kindern entstanden sind, entschädigt wird. Auch hierfür ist der LWL zuständig.

Welche Regelungen gelten im Freizeitbereich?

 Tourismus / Freizeiteinrichtungen:

  • Museen, Ausstellungen, Galerien, Schlösser, Burgen und ähnliche Einrichtungen sowie Gedenkstätten, zoologische und botanische Gärten, Tierparks, Garten- und Landschaftsparks in Nordrhein-Westfalen dürfen öffnen. Beim Betrieb darf die Anzahl von gleichzeitig anwesenden Besuchern eine Person pro sieben Quadratmeter der für Besucher geöffneten Fläche nicht übersteigen.
  • Konzerte und andere kulturelle öffentliche Aufführungen können sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen mit bis zu 300 Personen stattfinden. wenn Abstands- und Hygieneauflagen eingehalten werden und ein mit der örtlichen Behörde abgestimmtes Konzept vorliegt.
  • Konzerte und Aufführungen mit mehr als 300 Zuschauern sind auf der Grundlage eines besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes zulässig.
  • Theater, Opern, Konzerthäuser und Kinos können wieder öffnen - sofern auch hier der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Besuchern sichergestellt wird. Zudem ist der Zutritt durch verstärkten Ordnereinsatz so zu steuern, dass Menschenansammlungen im Warte- und Pausenbereich verhindert werden.
  • Große Festveranstaltungen bleiben bis zum 31. Oktober 2020 untersagt; dazu zählen z. B. Volksfeste, Kirmesveranstaltungen, Stadt-, Dorf- und Straßenfeste, Schützenfeste oder Weinfeste, Musikfeste, Festivals und ähnliche Kulturveranstaltungen.
  • Freizeitparks, temporäre Freizeitparks, Ausflugsschifffahrt, Touristeninformationen sowie Fahrrad- und Bootsverleihe dürfen öffnen
  • Touristische Übernachtungen wieder möglich. Auch hier gelten strenge Abstands- und Hygieneregeln.

Gastronomie:

Restaurants, Gaststätten, Cafés etc. sowie Bars dürfen öffnen,  sofern die geltenden Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. An einem Tisch dürfen maximal zehn Personen zusammensitzen - oder Personen aus zwei Hausständen bzw. Verwandte in gerader Linie. Tische müssen 1,5 Meter auseinander stehen.Platzanweisungen und namentliche Registrierungen ermöglichen die Nachverfolgung. 

Selbstbedienungs- / Angebote in Buffetform sind nicht erlaubt.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) - Nordrhein bietet hier gebündelte Informationen für die Gastronomie.

Clubs, Diskotheken und ähnliche Einrichtungen bleiben geschlossen

Bildungsangebote:

Öffentliche, behördliche und private Bildungseinrichtungen dürfen ihre Arbeit wiederaufnehmen. Dazu gehören z. B. Volkshochschulen oder Musikschulen. Auch Bläser- und Gesangsunterricht ist ab sofort wieder möglich,

Dabei müssen die nach XII. der Anlage zur CoronaSchVo genannten Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden.

Wie kann ich Andere als Spontanhelfer oder als Nachbarschaftshelfer unterstützen?

Viele Menschen melden sich bei der Kreisverwaltung und möchten jetzt anderen mit Einkäufen, Gassi gehen oder als Spontanhelfer mit besonderen beruflichen Qualifikationen (Pfleger, medizinisches Personal …) helfen. Die Kreisverwaltung nimmt Anfragen über zwei Formulare auf www.kreis-soest.de/ichwillhelfen entgegen und leitet die Hilfe dann weiter (siehe Pressemitteilung).

Verdachtsfälle

Wie verhalte ich mich nach Kontakt zu einem noch nicht bestätigten Verdachtsfall?

Bleiben Sie - soweit wie möglich - zu Hause und beschränken Sie  Kontakte außerhalb des Hauses auf das absolut notwendige Minimum bis das Testergebnis vorliegt.

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt, verstärkt auf Hygiene zu achten, Abstand zu anderen Menschen einzuhalten  und regelmäßig zu lüften.

Wie verhalte ich mich, wenn ich Kontakt zu einem bestätigten Verdachtsfall hatte?

Falls Sie Kontakt zu einem nachweislich Infizierten hatten und noch nicht vom Kreisgesundheitsamt kontaktiert wurden, nehmen Sie bitte  telefonisch (!) Kontakt zu Ihrem Hausarzt auf. Bitte gehen Sie nicht direkt in die Praxis!

Weiterführende Infos für ...

Bürger

Infektionen vorbeugen: Die 10 wichtigsten Hygienetipps

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), http://www.infektionsschutz.de
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