Coronavirus SARS-CoV-2

Der Kreis Soest hat eine Liste mit Fragen und Antworten (FAQ) zum Coronavirus erstellt und weist auf aktuelle gesicherte Informationsquellen wie die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung und das Robert-Koch-Institut hin. Zudem bietet der Kreis ein Infotelefon an.

Letzte Aktualisierung: 29. Mai 2020, 15:30 Uhr

Infotelefon des Kreises Soest

Frau mit Headset. Foto: © goodluz - Fotolia
Frau mit Headset. Foto: © goodluz - Fotolia

Welche Regeln gelten ab wann? In welchen Fällen muss ich zum Arzt? Wie verhalte ich mich in Quarantäne? Wann ist grundsätzlich ein Abstrich zweckmäßig? All diese Fragen finden Sie hier beantwortet.

Darüber hinaus steht Ihnen das Infotelefon des Kreises mit der Telefonnummer  02921/303060 ist  zu folgenden Zeiten zur Verfügung: 

  • Mo bis Do 8 bis 16 Uhr
  • Fr von 8 bis 12 Uhr

Das Gesundheitsministerium des Landes NRW bietet ebenfalls ein Infotelefon mit der Nummer 0211 - 9119 1001 an. Medizinische Fragen beantwortet die Kassenärztliche Vereinigung unter 116117. 

Neuregelungen im Mai

Kinderbetreuung, Kultur

Seit Donnerstag, 14. Mai werden die Kinderbetreuungsangebote ausgeweitet. Betroffen von dieser erweiterten Notbetreuung sind alle Zweijährigen, Vorschulkinder mit besonderem. Förderbedarf und alle Kinder mit Behinderung.

Ab Donnerstag, 28. Mai folgen alle weiteren Vorschulkinder.

Ab Montag, 08. Juni ist vorgesehen, dass alle Kinder unter Auflagen und im eingeschränkten Regelbetrieb wieder in die Betreuungseinrichtung zurückkehren.

Kultur:

Kleine Konzerte und andere öffentliche Aufführungen unter freiem Himmel können stattfinden. Kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte und Lesungen mit weniger als 100 Personen sind in großen Räumen gestattet, wenn Abstands- und Hygieneauflagen eingehalten werden und ein mit der örtlichen Behörde abgestimmtes Konzept vorliegt

Zieldatum Samstag, 30. Mai (Pfingsten): Theater, Opern, Konzerthäuser und Kinos können wieder öffnen - sofern auch hier der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Besuchern sichergestellt wird. Zudem ist der Zutritt durch verstärkten Ordnereinsatz so zu steuern, dass Menschenansammlungen im Warte- und Pausenbereich verhindert werden.

Angebote der Gesundheitsbildung in Volkshochschulen und sonstigen öffentlichen, behördlichen und privaten außerschulischen Bildungseinrichtungen sind ab dem 30. Mai ebenfalls wieder zulässig. Ebenso sind ein einschränkter Regelbetrieb der Jugendarbeit, Jugendkulturarbeit, Jugendsozialarbeit und erzieherischer Kinder- und Jugendschutz möglich. Ferienmaßnahmen können vornehmlich ortsnah aufgenommen werden, ebenso Gruppenfahrten (z.B. der Jugendverbände).

Dienstleistungen, Freizeit und Tourismus, Sport

Dienstleistungen:

Alle Dienstleister und Handwerker dürfen unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneauflagen wieder ihrem Beruf nachgehen.

Tourismus / Freizeiteinrichtungen:

- Museen, Ausstellungen, Galerien, Schlösser, Burgen und ähnliche Einrichtungen sowie Gedenkstätten, zoologische und botanische Gärten, Freizeit- und Tierparks, Garten- und Landschaftsparks in Nordrhein-Westfalen dürfen öffnen

- Ausflugsschifffahrt, Touristeninformationen sowie Fahrrad- und Bootsverleihe dürfen öffnen

- Touristische Übernachtungen wieder möglich, Beherbergungsbetriebe dürfen wieder öffnen. Auch hier gelten strenge Abstands- und Hygieneregeln.

Auf den Seiten der Bunderegierung finden sich umfassende Informationen zum Reiseverkehr.

Freibäder dürfen wieder öffnen. In Hallenbädern, Wellness-, Erlebnis-, "Spaßbädern" und ähnlichen Einrichtungen ist nur der Betrieb von Bahnen-Schwimmbecken für den Schwimmsport unter Beachtung der Hygiene- und Infektionsschutzstandards zulässig. Ggf. kann eine Onlinereservierung vorab notwendig sein. Bitte informieren Sie sich beim jeweiligen Betreiber. Saunen und ähnliche Einrichtungen bleiben vorerst geschlossen.  Bitte informieren Sie sich beim jeweiligen Betreiber.

Ab Samstag, 30. Mai ist die Ausübung von Sportarten auch mit unvermeidbarem Körperkontakt und in geschlossenen Räumen wieder gestattet (siehe unter Trainingsmöglichkeiten).

Sportliche Wettbewerbe im Kinder-, Jugend- und Amateurbereich sind dann ebenfalls zulässig - die Nutzung von Umkleide- und Sanitäranlagen ist unter Auflagen gestattet.

Gastronomie:

Restaurants, Gaststätten, Cafés etc. dürfen öffnen, sofern die geltenden Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. An einem Tisch können Personen aus zwei Haushalten sitzen, Tische müssen 1,5 Meter auseinander stehen. Platzanweisungen und namentliche Registrierungen ermöglichen die Nachverfolgung. Selbstbedienungs- / Angebote in Buffetform sind nicht erlaubt.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) - Nordrhein bietet hier gebündelte Informationen für die Gastronomie.

Tests und medizinische Behandlung

In welchen Fällen wende ich mich direkt an das Gesundheitsamt?

Das Gesundheitsamt ist durch die Corona-Pandemie und seinen gesetzlichen Auftrag hinsichtlich des Infektionsschutzes  vollumfänglich ausgelastet. Dadurch sind alle personellen Kräfte gebunden, so dass Dienstleistungen, wie z.B. Belehrungen für Lebensmittelberufe gemäß Infektionsschutzgesetz momentan nicht angeboten werden können. Zudem schließt die derzeitige Erlasslage Publikumsverkehr im Kreishaus aus.

Allgemeine telefonische Auskünfte können derzeit leider nicht erteilt werden, da die Bewältigung der Pandemie alle Kräfte bindet. Bei Fragen rund um das Coronavirus steht Ihnen das Infotelefon des Kreises Soest unter 02921/303060 zur Verfügung. (Mo - Mi 8 - 17 Uhr, Do 8 - 18 Uhr, Fr 8 - 13 Uhr; Sa und So 10 - 12 Uhr). 

Gehen Sie auf keinen Fall in die Notaufnahmen oder Notfallpraxen, wenn Sie den Verdacht haben, an COVID-19 erkrankt zu sein. Sie können sich dort nicht telefonisch anmelden und gefährden die Weiterführung des Betriebes.

Ihr Hausarzt ist immer der erste Ansprechpartner und wird im Verdachtsfall weitere Schritte für Sie veranlassen. Auch bei ihm müssen Sie sich aber bitte immer erst telefonisch anmelden.

Wie viele Menschen im Kreis Soest sind positiv getestet?

 Im Kreis Soest gibt es Stand 29. Mai 2020, 14 Uhr, seit dem Vortag keinen neuen Corona-Fall. Damit sind im Kreis Soest unverändert 362 bestätigte Corona-Fälle erfasst worden (Vortag 362). Es gelten 351 Menschen als genesen (Vortag 349). Drei sind aktuell infiziert (Vortag: fünf). Acht Personen sind im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben.

Aktuell befinden sich drei Personen in stationärer Behandlung, davon keine auf der Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner für den Kreis Soest liegt bei 1,0.

Die Zahlen für die einzelnen Städte und Gemeinden (in Klammern die Zahlen des Vortages):

  • Anröchte: 0 aktuell Infizierte (0), 4 Genesene (4); Fälle insgesamt: 4
  • Bad Sassendorf: 0 aktuell Infizierte (0), 11 Genesene (11); Fälle insgesamt: 11
  • Ense: 0 aktuell Infizierte (0), 5 Genesene (5); Fälle insgesamt: 5
  • Erwitte: 0 aktuell Infizierte (0), 27 Genesene (27), 1 Todesfall; Fälle insgesamt: 28
  • Geseke: 0 aktuell Infizierte (0), 37 Genesene (37); Fälle insgesamt: 37
  • Lippetal: 1 aktuell Infizierter (1), 19 Genesene (19); Fälle insgesamt: 20
  • Lippstadt: 2 aktuell Infizierte (3), 82 Genesene (81); Fälle insgesamt: 84
  • Möhnesee: 0 aktuell Infizierte (0), 20 Genesene (20), 1 Todesfall; Fälle insgesamt: 21
  • Rüthen: 0 aktuell Infizierte (0), 13 Genesene (13); Fälle insgesamt: 13
  • Soest: 0 aktuell Infizierte (1), 37 Genesene (36); Fälle insgesamt: 37
  • Warstein: 0 aktuell Infizierte (0), 61 Genesene (61), 3 Todesfälle; Fälle insgesamt: 64
  • Welver: 0 aktuell Infizierte (0), 9 Genesene (9), 2 Todesfälle; Fälle insgesamt: 11
  • Werl: 0 aktuell Infizierte (0), 21 Genesene (21); 1 Todesfall; Fälle insgesamt: 22
  • Wickede: 0 aktuell Infizierte (0), 5 Genesene (5); Fälle insgesamt: 5

Wann ist ein Test sinnvoll? Wieso werden nicht alle Menschen getestet?

Eine Labordiagnose sollte nur bei Krankheitszeichen durchgeführt werden zur Klärung der Ursache. Wenn man gesund ist, sich aber noch in der Inkubationszeit befindet (kann bis zu 14 Tage betragen), sagt ein negativer Test auf COVID-19 nichts darüber aus, ob man nicht doch noch krank werden kann. Zudem würden damit die Laborkapazitäten unnötig belastet. 

Es gibt nicht genügend Laborkapazitäten in Deutschland, um alle Menschen zu testen. Falls Sie keinerlei Krankheitssymptome zeigen, seien Sie bitte solidarisch allen Mitmenschen gegenüber, die einen Test wirklich benötigen.

Ihr Hausarzt entscheidet darüber, ob ein Test bei Ihnen sinnvoll ist oder nicht. 

Für den Hausarzt kann es über den begründeten Verdachtsfall hinaus Gründe geben, nach Ausschluss anderer Erkrankungen einen Test auf das Coronavirus anzuordnen, wie zum Beispiel bei älteren Menschen mit gesundheitlichen Handycaps oder Menschen mit Vorerkrankungen.

Darf mein Arbeitgeber von mir fordern, mich testen zu lassen?

Das darf er nur bedingt.  Eine Testung auf das Corona-Virus wird  seitens der Hausärzte derzeit ausschließlich in begründeten Verdachtsfällen (siehe "Wann muss ich zum Arzt?") durchgeführt. Arbeitgeber-induzierte Testungen sind von der jeweiligen Betriebsmedizin durchzuführen.

Ist ein Antikörpertest sinnvoll, wenn ich wissen möchte, ob ich infiziert bin?

Derzeit gibt es unterschiedliche Angebote zur Durchführung von Antiköpertests. Diese geben Auskunft darüber, ob in der Vergangenheit eine Infektion mit COVID-19 vorlag (Infektion mindestens 14 Tage zurückliegend). Er sagt also nichts darüber aus, ob die getestete Person im Augenblick der Testung infiziert ist. Die Tests sollten ausschließlich von akkreditierten Laboren durchgeführt werden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt den Einsatz von Antikörpertests derzeit ausschließlich im Rahmen von Forschungsprojekten (beispielsweise am  Universitätsklinikum Münster).

Ist man nach einer durchgemachten SARS-CoV-2-Infektion immun?

Das ist noch nicht abschließend geklärt. Derzeit gehen Experten davon aus, dass genesene Patienten nur ein geringes Risiko haben, ein zweites Mal an COVID-19 zu erkranken. 

Erste Studien haben gezeigt, dass Personen nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion spezifische Antikörper entwickeln, die das Virus in Labortesten neutralisieren können.

Unklar ist jedoch noch, wie robust und dauerhaft dieser Immunstatus aufgebaut wird und ob es möglicherweise von Mensch zu Mensch Unterschiede gibt.

Wann muss ich zum Arzt?

Wenn Sie krank sind und sich die Symptome nach zwei bis drei Tagen nicht bessern oder sie eine Krankschreibung benötigen, sollten Sie sich telefonisch bei Ihrem Hausarzt melden. Bedenken Sie bitte auch, dass Allergiker ebenfalls bereits unter Symptomen wie laufender Nase und bronchialen Beschwerden leiden! 

Melden Sie sich bitte telefonisch bei Ihrem Hausarzt bei akuten Atemwegserkrankungen, unabhängig davon, wie stark Ihre Symptome sind:

  • nach Kontakt zu bestätigtem COVID-19-Fall bis max. 14 Tage vor Erkrankungsbeginn
  • bei Tätigkeit in Pflege, Arztpraxis oder Krankenhaus;
  • bei Zugehörigkeit zu einer  Risikogruppe 

Symptome einer COVID-19-Erkrankung können sein:

Husten, Riech-und Geschmacksverlust, Abgeschlagenheit, Halskratzen und Fieber. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall. 

Derzeit kontaktieren viele Bürgerinnen und Bürger ihre Hausärzte und das Gesundheitsamt, wenn sie Kontakt zu einer Kontaktperson und möglicherweise weiteren Kontaktpersonen zu einem bestätigten Verdachtsfall (also einem nachweislich am Coronavirus Erkrankten) hatten.

Je länger die indirekte Kontakt-Kette ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, mit dem Erreger in Berührung gekommen zu sein und damit das Ansteckungsrisiko. Wenn Sie keinen direkten Kontakt zu einem bestätigten Verdachtsfall hatten und symptomfrei sind, muss der Hausarzt deshalb nicht kontaktiert werden.

Direkte Kontaktpersonen werden vom Gesundheitsamt ermittelt und telefonisch befragt, dazu hier eine Grafik des RKI.

Kann ich mich auch telefonisch krank schreiben lassen?

Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen können sich telefonisch von ihrem Arzt bis zu sieben Tage krankschreiben lassen.  Betroffen sind "Patienten, die an leichten Erkrankungen der oberen Atemwege erkrankt sind und keine schwere Symptomatik vorweisen oder Kriterien des Robert-Koch-Instituts (RKI) für einen Verdacht auf eine Infektion mit Covid-19 erfüllen".

Gibt es Behandlungsmöglichkeiten außerhalb der Hausarztpraxis?

In Soest wurde die bisherige Notfallpraxis am Riga-Ring in ein Behandlungszentrum umgewandelt.  Außerhalb der Öffnungszeiten und am Wochenende ist das Behandlungszentrum Ansprechpartner für Corona-Patienten oder Menschen unter Quarantäne, die gesundheitliche Beschwerden entwickeln und ggf. ärztlich untersucht werden müssen. Am Pfingstsonntag, 31. Mai hat das Corona-Behandlungszentrum Riga Ring Soest zum letzten Mal geöffnet hat; am Pfingstmontag übernimmt die Notdienstpraxis in Lippstadt die Vertretung für Soest und ab Dienstag, 2. Juni nimmt die normale Notdienstpraxis im Riga Ring Soest wieder ihre gewohnte Tätigkeit zu den üblichen Öffnungszeiten auf.

Eine telefonische Voranmeldung ist unabdingbar, selbst wenn Sie bereits vor der Tür stehen (02921 3444471). So soll gesichert werden, dass sich dort nicht zu viele Menschen gleichzeitig aufhalten. 

In Lippstadt  befinden sich das Testzentrum und eine Corona-Ambulanz an der Lipperoder Straße. Hier werden COVID-19 Erkrankte sowie Patienten, bei denen ein begründeter Verdacht auf eine Infektion vorliegt, behandelt. Zur Behandlung muss eine ärztliche Überweisung vorliegen.

Wo bzw. wie erfahre ich mein Abstrich- Ergebnis?

Zuständig für eine Befundmitteilung ist der Arzt, der die Untersuchung beauftragt hat, in der Regel der Hausarzt.

Dem Gesundheitsamt liegen zu den aus den Laboratorien eingehenden Negativ-Befunden oftmals keine  weiteren Angaben über den Untersuchten vor. Zudem ist die Identität eines Anrufers nicht sicher zu definieren. Nicht zuletzt aus Datenschutzgründen nimmt das Gesundheitsamt daher keine Befunderöffnungen vor.

Eine Ausnahme hiervon stellt der Abstrich mit einem positiven Ergebnis dar. Gemäß dem gesetzlichen Auftrag muss das Gesundheitsamt Infektionsketten auffinden und, sofern möglich, umgehend unterbinden. Daher kann es sein, dass noch vor Befundmitteilung durch den Hausarzt bereits das Gesundheitsamt Kontakt zu Ihnen aufnimmt.

Öffentliches Leben und Schutzmaßnahmen

Wo finde ich mehrsprachige und barrierefreie Infos?

Das Kommunale Integrationszentrum und der Behindertenbeauftragte des Kreises Soest haben  mehrsprachige Infoblätter und Links zusammengestellt. 

Was kann ich tun, um mich in der Öffentlichkeit vor Ansteckung zu schützen?

Eine gute HändehygieneEinhalten von Husten- und Niesregeln und das Abstandhalten (mindestens 1,5 Meter) sind die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen, um sich selbst und andere vor einer Ansteckung mit COVID-19 zu schützen.

Das RKI weist darauf hin, dass außerhalb des medizinischen und pflegerischen Bereiches eine Händedesinfektion in Situationen, wo die Hände auch gewaschen werden können, keinen Vorteil in Bezug auf die Inaktivierung von SARS-CoV-2 bietet.

Zusätzlich zum Kontaktverbot ist zunächst bis Freitag, 05. Juni 2020 das Tragen eines Mund-Nasenschutzes (Alltagsmaske oder Schal) an folgenden Orten / Gelegenheiten in NRW verpflichtend!

  • In Ladengeschäfte und Ausstellungsräume für Kunden und Mitarbeiter (Alternativ: Abtrennungen aus Glas, Plexiglas…)
  • Auf Wochenmärkten, in Einkaufszentren und ShoppingMalls
  • Bei der Abholung von Speisen / Getränken in gastronomischen Einrichtungen
  • Bei Handwerks- oder Dienstleistungen, wenn der Abstand zum Kunden von 1.5 Metern nicht eingehalten werden kann
  • In Arztpraxen und ähnlichen Einrichtungen des Gesundheitswesen
  • Im Personennahverkehr

Ausgenommen von der Pflicht sind Kinder bis zum Schuleintrittsalter (6 Jahre) und Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keinen Schutz tragen können. Hierbei kann das Mitführen eines ärztlichen Attests sinnvoll sein.

Ob in den Schulen das Tragen einer Maske verpflichtend ist, entscheidet die jeweilige Schulleitung.

Durch einen Mund-Nasen-Schutz  oder andere Behelfsmasken oder auch Barrieren wie Halstuch oder Schal etc. können Tröpfchen, die man z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, abgefangen werden.

Das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken, kann so verringert werden (Fremdschutz). Hingegen gibt es keine hinreichenden Belege dafür, dass ein Mund-Nasen-Schutz oder eine Behelfsmaske einen selbst vor einer Ansteckung durch andere schützt (Eigenschutz).

Das RKI informiert auf seinen Seiten ausführlich zu Schutzfunktion und Verwendung.

Was bedeutet das Kontaktverbot für persönliche Begegnungen?

Ab Montag, 11. Mai dürfen sich Angehörige zweier Haushalte in der Öffentlichkeit treffen. Bitte denken Sie stets daran, dass das ausgesprochene Kontaktverbot - bei allen Einschränkungen, die damit verbunden sind - dazu dient, die Infektionskette zu unterbrechen und die Zahl der Erkrankungen einzudämmen. Dies kann nur funktionieren, wenn jede*r Einzelne mitmacht und sich an die Vorgaben hält.

Ab Samstag, 30. Mai dürfen sich Gruppen von höchstens zehn Personen in der Öffentlichkeit treffen. Diese maximale Personenzahl gilt nicht bei Verwandten in gerader Linie oder Personen aus zwei verschiedenen Haushalten.

Darf ich Familienangehörige oder Freunde zu Hause besuchen oder zu mir einladen? Was gilt in meinem Garten, meiner Wohnung?

Auf dem eigenen Grundstück oder in der eigenen Wohnung sind Zusammenkünfte nicht untersagt, jedoch gilt auch im privaten Bereich der Appell, soziale Kontakte soweit eben möglich zu reduzieren. •

Wenn jemand auf Unterstützung im Alltag angewiesen ist, darf diese weiterhin geleistet werden. Sofern eben möglich, sind auch hier Mindestabstand und Hygieneregeln einzuhalten.

Bitte bedenken Sie, dass das Ansteckungsrisiko enorm steigt, sind Menschen über einen längeren Zeitraum im direkten Kontakt. Darum gilt es, insbesondere ältere und/oder vorerkrankte Menschen zu schützen.

Wann und unter welchen Auflagen darf ich meine Angehörigen / Freunde in Krankenhäusern wieder besuchen?

Auch wenn ab Mittwoch, 20. Mai Besuche in Krankenhäusern unter Auflagen wieder erlaubt sind, haben sich die Kliniken im Kreis Soest (Dreifaltigkeitshospital Lippstadt mit Hospital zum Hl. Geist Geseke und Marien-Hospital Erwitte, Ev. Krankenhaus Lippstadt, Klinikum Stadt Soest, Krankenhaus Maria Hilf Warstein, LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein, Marienkrankenhaus Soest und Mariannen-Hospital Werl) darauf verständigt, Besuch erst ab Dienstag, 02. Juni zuzulassen. Diese sollen zwischen 15 und 18 Uhr ermöglicht werden, sie werden allerdings auf eine halbe Stunde begrenzt. Besucht werden können nur Patientinnen und Patienten, die länger als vier Tage stationär aufgenommen werden. Grundsätzlich gilt weiterhin der Appell, aus Gründen des Infektionsschutzes von Besuchen möglichst abzusehen. Die Krankenhäuser wollen keine generelle Einladung zu Besuchen aussprechen. Ausnahmen von den Regelungspunkten sollen in begründeten Einzelfällen zwar möglich sein, aber nur nach vorheriger telefonischer Vereinbarung mit dem ärztlichen oder dem pflegerischen Personal.

Wie geht es mit der Kinderbetreuung weiter?

Seit, Donnerstag, 14. Mai wurden die Kinderbetreuungsangebote ausgeweitet, alle Zweijährigen, Vorschulkinder mit besonderem Förderbedarf und alle Kinder mit Behinderung werden nun wieder in Einrichtungen betreut.

Ab Donnerstag,  28. Mai folgen alle weiteren Vorschulkinder.

Ab Montag, 08. Juni ist vorgesehen, dass alle Kinder unter Auflagen und mit eingeschränktem Regelbetrieb wieder in die Betreuungseinrichtung zurückkehren.

Die Beiträge für Kindertagesbetreuung und Offene Ganztagsschulen werden im April und im Mai 2020 ausgesetzt. Im Juni und Juli werden diese seitens des Landes und der Kommunen den Eltern jeweils zur Hälfte erlassen.

Wo kann ich mich informieren, wenn ich Corona-bedingten Verdienstausfall habe?

Der LWL entschädigt in Fällen, in denen das Infektionsschutzgesetz greift sowie bei Verdienstausfällen im Zusammenhang mit einer durch die zuständige Behörde angeordneten Quarantäne. Der LWL entschädigt auch bei Verdienstausfällen, die durch ein behördlich angeordnetes Tätigkeitsverbot entstanden sind. Mittlerweile ist gesetzlich geregelt, dass auch für Verdienstausfälle, die durch die Betreuung von Kindern entstanden sind, entschädigt wird. Auch hierfür ist der LWL zuständig.

Welche Dienstleister, Läden, Freizeiteinrichtungen etc. dürfen ihre Leistungen anbieten?

Dienstleistungen

Alle Dienstleister und Handwerker dürfen unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneauflagen wieder ihrem Beruf nachgehen.

 Tourismus / Freizeiteinrichtungen:

  • Museen, Ausstellungen, Galerien, Schlösser, Burgen und ähnliche Einrichtungen sowie Gedenkstätten, zoologische und botanische Gärten, Tierparks, Garten- und Landschaftsparks in Nordrhein-Westfalen dürfen öffnen
  • Kleine Konzerte und andere öffentliche Aufführungen unter freiem Himmel können stattfinden. Kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte und Lesungen mit weniger als 100 Personen sind in großen Räumen gestattet, wenn Abstands- und Hygieneauflagen eingehalten werden und ein mit der örtlichen Behörde abgestimmtes Konzept vorliegt
  • Freizeitparks, Ausflugsschifffahrt, Touristeninformationen sowie Fahrrad- und Bootsverleihe dürfen öffnen
  • Touristische Übernachtungen wieder möglich. Auch hier gelten strenge Abstands- und Hygieneregeln.
  • Zieldatum Samstag, 30. Mai (Pfingsten):
    • Theater, Opern, Konzerthäuser und Kinos können wieder öffnen - sofern auch hier der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Besuchern sichergestellt wird.Zudem ist der Zutritt durch verstärkten Ordnereinsatz so zu steuern, dass Menschenansammlungen im Warte- und Pausenbereich verhindert werden.

Gastronomie:

Restaurants, Gaststätten, Cafés etc. dürfen seit Montag, 11. Mai wieder öffnen,  sofern die geltenden Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. An einem Tisch können Personen aus zwei Haushalten sitzen, Tische müssen 1,5 Meter auseinander stehen. Ab Samstag, 30. Mai dürfen an einem Tisch maximal zehn Personen zusammensitzen - oder Personen aus zwei Hausständen bzw. Verwandte in gerader Linie. 

Platzanweisungen und namentliche Registrierungen ermöglichen die Nachverfolgung. 

Selbstbedienungs- / Angebote in Buffetform sind nicht erlaubt.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) - Nordrhein bietet hier gebündelte Informationen für die Gastronomie.

Bildungsangebote:

  • Öffentliche, behördliche und private Bildungseinrichtungen dürfen ihre Arbeit wiederaufnehmen. Dazu gehören z. B. Volkshochschulen oder Musikschulen.Auch Bläser- und Gesangsunterricht ist ab sofort wieder möglich,

    Dabei müssen die nach §8 der CoronaschutzVerordnung genannten Abstandsregeln eingehalten werden.

  • Veranstaltungen mit weniger als 100 Personen sind in großen Räumen gestattet, wenn Abstands- und Hygieneauflagen eingehalten werden.
  • Ab Samstag, 30. Mai
    • Angebote der Gesundheitsbildung in Volkshochschulen und sonstigen öffentlichen, behördlichen und privaten außerschulischen Bildungseinrichtungen zulässig.
    • Jugendarbeit, Jugendkulturarbeit, Jugendsozialarbeit und erzieherischer Kinder- und Jugendschutz eingeschränkt wieder möglich.
    • Ferienmaßnahmen können vornehmlich ortsnah aufgenommen werden, ebenso Gruppenfahrten (z.B. der Jugendverbände).

Welche Trainingsmöglichkeiten dürfen wieder genutzt werden?

Unter Beachtung der geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen sind folgende Angebote möglich:

  • Der Sport- und Trainingsbetrieb im Freien, also auf Sportplätzen und sonstigen Sportanlagen, ist wieder erlaubt. Allerdings muss der Sport kontaktfrei durchgeführt werden.
  • Es müssen geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zum Infektionsschutz, zur Steuerung des Zutritts und zur Gewährleistung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern sichergestellt werden (auch in Warteschlangen). Die Nutzung von Dusch- und Waschräumen, Umkleide-, Gesellschafts- und sonstigen Gemeinschaftsräumen sowie das Betreten der Sportanlage durch Zuschauer ist untersagt.
  • Reitsport - und unterricht darf wieder betrieben werden, sowohl im Freien wie auch in Reithallen u.Ä. - Fitnessstudios, Tanzschulen und Sporthallen/Kursräumen der Sportvereine haben dürfen öffnen
  • Freibäder dürfen wieder öffnen. In Hallenbädern, Wellness-, Erlebnis-, "Spaßbädern" und ähnlichen Einrichtungen ist nur der Betrieb von Bahnen-Schwimmbecken für den Schwimmsport unter Beachtung der Hygiene- und Infektionsschutzstandards zulässig. Saunen und ähnliche Einrichtungen bleiben vorerst geschlossen. Ggf. kann eine Onlinereservierung vorab notwendig sein. Bitte informieren Sie sich beim jeweiligen Betreiber.
  • Ab 30. Mai ist die Ausübung von Sportarten auch mit unvermeidbarem Körperkontakt wie Fußball, Kampfsport oder Basketball im Freien und in geschlossenen Räumen wieder gestattet, mit bis zu zehn Personen. Das betrifft Personen, die sich im Rahmen der Kontaktbeschränkungen treffen dürfen. Dazu gehören geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern - auch in Dusch-, Wasch- und Umkleideräumen.
  • Sportliche Wettbewerbe im Kinder-, Jugend- und Amateurbereich sind dann ebenfalls zulässig - die Nutzung von Umkleide- und Sanitäranlagen ist unter Auflagen gestattet.

Wie kann ich Andere als Spontanhelfer oder als Nachbarschaftshelfer unterstützen?

Viele Menschen melden sich bei der Kreisverwaltung und möchten jetzt anderen mit Einkäufen, Gassi gehen oder als Spontanhelfer mit besonderen beruflichen Qualifikationen (Pfleger, medizinisches Personal …) helfen. Die Kreisverwaltung nimmt Anfragen über zwei Formulare auf www.kreis-soest.de/ichwillhelfen entgegen und leitet die Hilfe dann weiter (siehe Pressemitteilung).

Verdachtsfälle, Quarantäne und Reiserückkehrer

Wie sollen sich Reiserückkehrer verhalten?

Reiserückkehrende, die nach einem mehrtägigen (mindestens 72 Stunden) Auslandsaufenthalt zurück nach Deutschland einreisen, sind verpflichtet, sich umgehend in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Ausgenommen sind Reisende, die sich in einem der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz, Großbritannien und Nordirland aufgehalten haben.

Die Quarantänepflicht gilt ebenfalls für Reisende, die nach einem Aufenthalt in einem Land außerhalb der genannten vor der Einreise nach NRW zunächst in ein eines der genannten Länder eingereist sind.

Ausnahmen gelten für Grenzpendler, verschiedene Berufsgruppen wie Lastwagenfahrer, Piloten und medizinisches Personal sowie Personen, "die einen trifftigen Reisegrund haben". Das können zum Beispiel ein geteiltes Sorgerecht, eine medizinische Behandlung, Hochzeiten oder Beerdigungen sein.

Umfassende Informationen finden sich auf den Seiten der Bundesregierung.

Das Land NRW hat zudem beschlossen, dass die von der Quarantänepflicht ausgenommenen Berufsgruppen innerhalb von 14 Tagen nach ihrer Rückkehr grundsätzlich keine Krankenhäuser, Pflege-, Reha- und ähnliche Einrichtungen betreten dürfen. Ausnahmen gelten für medizinisches Personal.

Diese Verordnung gilt zunächst bis zum 05.Juni 2020.

Wie wird Quarantäne angeordnet und was gilt es zu beachten?

Eine Quarantäne wird unter Anderem dann behördlich angeordnet, wenn ein hohes Risiko besteht, dass man sich angesteckt hat. Dies kann der Fall sein, wenn man beispielsweise innerhalb der letzten zwei Wochen engen Kontakt zu einem Erkrankten mit einer laborbestätigten COVID-19-Diagnose hatte.

Ein enger Kontakt bedeutet entweder, dass man mindestens 15 Minuten mit dem/der Erkrankten gesprochen hat bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist. 

Sind Sie unter Quarantäne gestellt, so bedeutet dies in jedem Fall:

  • Es ist Ihnen in dieser Zeit untersagt, Ihre Wohnung ohne ausdrückliche Zustimmung des Gesundheitsamtes des Kreises Soest zu verlassen oder Besuch zu empfangen
  • Sollte ein Kontakt mit anderen Personen zwingend notwendig sein, so stimmen Sie diesen mit dem Gesundheitsamt des Kreises Soest ab.

Sie sind verpflichtet, die entsprechenden Schutzmaßnahmen zu treffen

  • Haben Sie Covid-19-typische Symptome (Fieber, Husten, Geruchs- / Geschmacksstörungen, Atemnot, Abgeschlagenheit) melden Sie sich bitte unverzüglich telefonisch bei Ihrem Hausarzt!

Wenn Sie durch Ordnungsverfügung in Quarantäne versetzt sind: 

  • hält das Gesundheitsamt Kontakt zu Ihnen
  • werden Sie automatisch am letzten Tag Ihrer Quarantäne von einer Amtsärztin / einem Amtsarzt telefonisch kontaktiert. Auf Basis der vorliegenden Symptome wird über eine Beendigung oder Verlängerung der Quarantäne entschieden.

Sofern Sie nach Coronaeinreiseverordnung vorsorglich in Quarantäne sind, gilt:

  • Eine Entisolierung am Ende der 14-tägigen Quarantäne kann erfolgen, wenn Sie 48 Stunden symptomfrei sind. 

Hierzu muss keine Meldung beim Gesundheitsamt und kein Abstrich erfolgen! 

Es kann durchaus sein, dass einzelne Mitglieder eines Haushalts unter Quarantäne gestellt werden, wenn sie Kontakt zu einem Erkrankten hatten; dann gilt es, den oder die Betroffene streng von den anderen Bewohnern zu isolieren. 

Das Gesundheitsamt wird sich auf jeden Fall mit Ihnen in Verbindung setzen und weitere Maßnahmen mit Ihnen besprechen! 

Mehr Infos zu dieser Frage finden sich auch  in einem Merkblatt des Robert-Koch-Instituts.

Wie verhalte ich mich nach Kontakt zu einem noch nicht bestätigten Verdachtsfall?

Bleiben Sie - soweit wie möglich - zu Hause und beschränken Sie  Kontakte außerhalb des Hauses auf das absolut notwendige Minimum bis das Testergebnis vorliegt.

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt, verstärkt auf Hygiene zu achten, Abstand zu anderen Menschen einzuhalten  und regelmäßig zu lüften.

Wie verhalte ich mich, wenn ich Kontakt zu einem bestätigten Verdachtsfall hatte?

Falls Sie Kontakt zu einem nachweislich Infizierten hatten und noch nicht vom Kreisgesundheitsamt kontaktiert wurden, nehmen Sie bitte  telefonisch (!) Kontakt zu Ihrem Hausarzt auf. Bitte gehen Sie nicht direkt in die Praxis!

Weiterführende Infos für ...

Bürger

Eltern, Lehrer und Schulsozialarbeiter

Infektionen vorbeugen: Die 10 wichtigsten Hygienetipps

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), http://www.infektionsschutz.de
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