Coronavirus SARS-CoV-2

Der Kreis Soest hat eine Liste mit Fragen und Antworten (FAQ) zum Coronavirus erstellt und weist auf aktuelle gesicherte Informationsquellen wie die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung und das Robert-Koch-Institut hin. Zudem bietet der Kreis ein Infotelefon an.

Letzte Aktualisierung: 7. April 2020

In welchen Fällen wende ich mich direkt an das Gesundheitsamt?

Das Gesundheitsamt ist durch die Corona-Pandemie und seinen gesetzlichen Auftrag hinsichtlich des Infektionsschutzes  vollumfänglich ausgelastet. Dadurch sind alle personellen Kräfte gebunden, so dass Dienstleistungen, wie z.B. Belehrungen für Lebensmittelberufe gemäß Infektionsschutzgesetz momentan nicht angeboten werden können. Zudem schließt die derzeitige Erlasslage Publikumsverkehr im Kreishaus aus.

Allgemeine telefonische Auskünfte können derzeit leider nicht erteilt werden, da die Bewältigung der Pandemie alle Kräfte bindet. Bei Fragen rund um das Coronavirus steht Ihnen das Infotelefon des Kreises Soest unter 02921/303060 zur Verfügung.

Darf ich (zu Ostern) Familienangehörige zu Hause besuchen oder zu mir einladen?

Im eigenen Zuhause sind Zusammenkünfte nicht untersagt, wenn auch hier gleichsam der Appell gilt, soziale Kontakte zu minimieren. Bitte bedenken Sie, dass bei Zusammenkünften, die über einen längeren Zeitraum stattfinden, das Übertragungsrisiko enorm steigt! Wenn jemand auf Unterstützung im Alltag angewiesen ist, darf diese weiterhin geleistet werden. Sofern eben möglich, sind auch hier Mindestabstand und Hygieneregeln einzuhalten.

Wie sollen sich Reiserückkehrer verhalten?

Die meisten Städte und Gemeinden im Kreis Soest haben mit einer Allgemeinverfügung das Verhalten von Reiserückkehrenden aus den vom RKI klassifizierten Risikogebieten wie folgt geregelt: Unabhängig davon, ob Sie Symptome zeigen oder nicht, werden alle Betroffenen aufgefordert, sich in häusliche Quarantäne zu begeben.

Dies ist für alle Reiserückkehrenden aus den Risikogebieten eine verbindliche Anordnung.

Bitte informieren Sie sich bei Ihrer zuständigen Stadt- oder Gemeindeverwaltung!

Wie viele Menschen im Kreis Soest sind positiv getestet?

Die Fallzahl bestätigter Corona-Fälle im Soester Kreisgebiet liegt am Dienstag, 7. April 2020, Stand 16 Uhr, bei 265 und ist damit innerhalb eines Tages um fünf Fälle angestiegen. 129 Menschen gelten als genesen. In den meisten Fällen ist der Krankheitsverlauf leicht. 15 Personen befinden sich aktuell allerdings in stationärer Behandlung, drei Personen sind intensivpflichtig. Zwei Personen sind an COVID-19 verstorben. Die Anzahl der mit Coronavirus infizierten Personen verteilt sich wie folgt auf die Kommunen im Kreisgebiet: Anröchte 4 (davon 2 genesen), Bad Sassendorf 11 (davon 10 genesen), Ense 3 (davon 3 genesen), Erwitte 23 (davon 2 genesen), Geseke 26 (davon 15 genesen), Lippetal 12 (davon 8 genesen), Lippstadt - nach statistischer Bereinigung - 57 (davon 33 genesen), Möhnesee 16 (davon 8 genesen), Rüthen 10 (davon 4 genesen), Soest - nach statistischer Bereinigung - 26 (davon 14 genesen), Warstein 47 (davon 20 genesen und 2 Todesfälle), Welver 9 (davon 4 genesen), Werl 16 (davon 5 genesen), Wickede 5 (davon 1 genesen).

Ist das Tragen einer Maske in der Öffentlichkeit sinnvoll?

Eine gute HändehygieneEinhalten von Husten- und Niesregeln und das Abstandhalten (mindestens 1,5 Meter) sind die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen, um sich selbst und andere vor einer Ansteckung mit COVID-19  zu schützen. 

Durch einen Mund-Nasen-Schutz  oder andere Behelfsmasken können Tröpfchen, die man z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, abgefangen werden. Das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken, kann so verringert werden (Fremdschutz).Hingegen gibt es keine hinreichenden Belege dafür, dass ein Mund-Nasen-Schutz oder eine Behelfsmaske einen selbst vor einer Ansteckung durch andere schützt (Eigenschutz). 

Das RKI informiert auf seinen Seiten ausführlich zu dieser Frage.

Wann muss ich zum Arzt?

Momentan befinden wir uns in der typischen Erkältungs- und Grippezeit. Wenn Sie krank sind und sich die Symptome nach zwei bis drei Tagen nicht bessern oder sie eine Krankschreibung benötigen, sollten Sie sich telefonisch bei Ihrem Hausarzt melden. Bedenken Sie bitte auch, dass viele Allergiker ebenfalls bereits unter Symptomen wie laufender Nase und bronchialen Beschwerden leiden! 

Melden Sie sich bitte telefonisch bei Ihrem Hausarzt bei akuten Atemwegserkrankungen, unabhängig davon, wie stark Ihre Symptome sind:

  • nach Kontakt zu bestätigtem COVID-19-Fall bis max. 14 Tage vor Erkrankungsbeginn
  • bei Tätigkeit in Pflege, Arztpraxis oder Krankenhaus;
  • bei Zugehörigkeit zu einer  Risikogruppe 

Symptome einer COVID-19-Erkrankung können sein: Husten, Riech-und Geschmacksverlust, Abgeschlagenheit, Halskratzen und Fieber. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall. 

Derzeit kontaktieren viele Bürgerinnen und Bürger ihre Hausärzte und das Gesundheitsamt, wenn sie Kontakt zu einer Kontaktperson und möglicherweise weiteren Kontaktpersonen zu einem bestätigten Verdachtsfall (also einem nachweislich am Coronavirus Erkrankten) hatten.

Je länger die indirekte Kontakt-Kette ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, mit dem Erreger in Berührung gekommen zu sein und damit das Ansteckungsrisiko. Wenn Sie keinen direkten Kontakt zu einem bestätigten Verdachtsfall hatten und symptomfrei sind, muss der Hausarzt deshalb nicht kontaktiert werden. 

Direkte Kontaktpersonen werden vom Gesundheitsamt ermittelt und telefonisch befragt.

Wo und wie erfahre ich mein Abstrich- Ergebnis?

Zuständig für eine Befundmitteilung ist der Arzt, der die Untersuchung beauftragt hat, in der Regel der Hausarzt.

Dem Gesundheitsamt liegen zu den aus den Laboratorien eingehenden Negativ-Befunden oftmals keine weiteren Angaben über den Untersuchten vor. Zudem ist die Identität eines Anrufers nicht sicher zu definieren. Nicht zuletzt aus Datenschutzgründen nimmt das Gesundheitsamt daher keine Befunderöffnungen vor.

Eine Ausnahme hiervon stellt der Abstrich mit einem positiven Ergebnis dar. Gemäß dem gesetzlichen Auftrag muss das Gesundheitsamt Infektionsketten auffinden und, sofern möglich, umgehend unterbinden. Daher kann es sein, dass noch vor Befundmitteilung durch den Hausarzt bereits das Gesundheitsamt Kontakt zu Ihnen aufnimmt.

Wann ist ein Test sinnvoll? Wieso werden nicht alle getestet?

Eine Labordiagnose sollte nur bei Krankheitszeichen durchgeführt werden zur Klärung der Ursache. Wenn man gesund ist, sich aber noch in der Inkubationszeit befindet (kann bis zu 14 Tage betragen), sagt ein negativer Test auf COVID-19 nichts darüber aus, ob man nicht doch noch krank werden kann. Zudem würden damit die Laborkapazitäten unnötig belastet. 

Es gibt nicht genügend Laborkapazitäten in Deutschland, um alle Menschen zu testen. Falls Sie keinerlei Krankheitssymptome zeigen, seien Sie bitte solidarisch allen Mitmenschen gegenüber, die einen Test wirklich benötigen. Ihr Hausarzt entscheidet darüber, ob ein Test bei Ihnen sinnvoll ist oder nicht. 

Für den Hausarzt kann es über den begründeten Verdachtsfall hinaus Gründe geben, nach Ausschluss anderer Erkrankungen einen Test auf das Coronavirus anzuordnen, wie zum Beispiel bei älteren Menschen mit gesundheitlichen Handycaps oder Menschen mit Vorerkrankungen.

Gehen Sie auf keinen Fall in die Notaufnahmen oder Notfallpraxen, wenn Sie den Verdacht haben, an COVID-19 erkrankt zu sein. Sie können sich dort nicht telefonisch anmelden und gefährden die Weiterführung des Betriebes.

Ihr Hausarzt ist immer der erste Ansprechpartner und wird im Verdachtsfall weitere Schritte für Sie veranlassen. Auch bei ihm müssen Sie sich aber bitte immer erst telefonisch anmelden.

Wie wird Quarantäne angeordnet und was gilt es zu beachten?

Eine Quarantäne wird unter Anderem dann behördlich angeordnet, wenn ein hohes Risiko besteht, dass man sich angesteckt hat. Dies kann der Fall sein, wenn man innerhalb der letzten zwei Wochen engen Kontakt zu einem Erkrankten mit einer laborbestätigten COVID-19-Diagnose hatte.

Ein enger Kontakt bedeutet entweder, dass man mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist. 

Sind Sie unter Quarantäne gestellt, so bedeutet dies:

  • Es ist Ihnen in dieser Zeit untersagt, Ihre Wohnung ohne ausdrückliche Zustimmung des Gesundheitsamtes des Kreises Soest zu verlassen oder Besuch zu empfangen
  • Sollte ein Kontakt mit anderen Personen zwingend notwendig sein, so stimmen Sie diesen mit dem Gesundheitsamt des Kreises Soest ab.

Sie sind verpflichtet, die entsprechenden Schutzmaßnahmen zu treffen

  • Eine Entisolierung am Ende der 14-tägigen Quarantäne kann erfolgen, wenn Sie 48 Stunden symptomfrei sind. Hierzu muss kein Abstrich erfolgen!
  • Bitte melden Sie Ihre Entisolierung dem Kreisgesundheitsamt über unser Formular. Dies gilt nicht, wenn Sie nachweislich mit COVID-19 infiziert sind. In diesem Fall hält das Gesundheitsamt engen Kontakt mit Ihnen. 

Es kann durchaus sein, dass einzelne Mitglieder eines Haushalts unter Quarantäne gestellt werden, wenn sie Kontakt zu einem Erkrankten hatten; dann gilt es, den oder die Betroffene streng von den anderen Bewohnern zu isolieren.

Weitere Fragen und Antworten stehen in der FAQ des Kreises Soest:

Infotelefon des Kreises Soest

Frau mit Headset. Foto: © goodluz - Fotolia
Frau mit Headset. Foto: © goodluz - Fotolia

In welchen Fällen muss ich zum Arzt? Wie verhalte ich mich in Quarantäne? Wann ist grundsätzlich ein Abstrich zweckmäßig? Das Infotelefon des Kreises mit der Telefonnummer  02921/303060 ist  zu folgenden Zeiten erreichbar: 

  • Mo, Di und Mi von 8 bis 17 Uhr
  • Do von 8 bis 18 Uhr
  • Fr von 8 bis 13 Uhr
  • Sa und So, 4. und 5. April, von 10 bis 12 Uhr 

Hotline Gesundheitsministerium NRW

Das Gesundheitsministerium des Landes NRW bietet ebenfalls ein Infotelefon an.Sie erreichen das ServiceCenter der Landesregierung montags bis freitags zwischen 7 und 20 Uhr und samstags und sonntags jeweils von 10 bis 18 Uhr telefonisch oder per E-Mail unter corona@nrw.de.

Formulare

Weiterführende Infos für ...

Bürger

Eltern, Lehrer und Schulsozialarbeiter

Infektionen vorbeugen: Die 10 wichtigsten Hygienetipps

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), http://www.infektionsschutz.de
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