Glasfaser bis zur letzten Milchkanne

Verträge zur flächendeckenden Breitbandversorgung im Kreishaus unterzeichnet

„Mit Abstand die Besten“
Mit Abstand die Besten“. Dieser in Zeiten von Corona im positiven Sinne doppeldeutige Slogan wurde für den Fototermin gefunden, mit dem die Vertragsunterzeichnung für den Breitbandausbau in abgelegenen und unterversorgten Bereichen des Kreises dokumentiert wurde. Das Foto zeigt (von links) Fabian Klein (Key Account Manager Kommunale Projekte Vodafone GmbH), Christoph Hellmann (Kreis Soest), Landrätin Eva Irrgang, Bürgermeister Remco van der Velden (Geseke) und Carsten Lagemann, (Geschäftsführer innogy TelNet GmbH). Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 09.06.2020 14:00

Kreis Soest (kso.2020.06.09.326.ch/tw/-rn). Ein weiterer Meilenstein zur flächendeckenden Breitbandversorgung im Kreis Soest ist erreicht. Im zweiten kreisweiten Bundesförderverfahren ist die europaweite Ausschreibung zur Suche nach Telekommunikationsunternehmen, die in den förderfähigen Bereichen ausbauen, erfolgreich abgeschlossen worden. Im Kreishaus wurden jetzt die Verträge unterzeichnet. Damit ist sichergestellt, dass auch die Außenbereiche im Kreisgebiet mit zukunftsfähiger Glasfaser bis ins Haus versorgt werden.


Nach der noch zu erfolgenden Prüfung durch Bund und Land werden zwei Firmen mit dem Ausbau im Kreis Soest beginnen. Die förderfähigen 3.900 privaten Haushalte in Einzellagen, 71 Schulen und drei Krankenhäuser werden durch die innogy TelNet GmbH und die 1.118 Betriebe in 23 Gewerbegebieten durch die Vodafone GmbH ausgebaut. Sobald Bund und Land grünes Licht gegeben haben, fällt der Startschuss, und zwar aller Voraussicht nach schon im Herbst. Die beiden Unternehmen verlegen in den kommenden dreieinhalb Jahren über 1.500 Kilometer Leerrohre und bestücken diese mit über 5.000 Kilometer Glasfaserkabel, um alle unterversorgten Bereiche zu erreichen. Landrätin Eva Irrgang: „Wir haben gemeinsam alles daran gesetzt, dass gerade für die Außenlagen und die noch nicht ausreichend versorgten Gewerbegebiete eine Lösung gefunden wird. Daher freut es mich umso mehr, dass wir zwei große Telekommunikationsunternehmen gefunden haben, die sich der Aufgabe bei uns stellen. Denn in einer Zeit, in der überall in der Bundesrepublik Auftragnehmer gesucht werden, ist das nicht einfacher geworden.“

Breitbandkoordinator Christoph Hellmann, der in der Kreisverwaltung für die kreisweite Koordination verantwortlich zeichnet, ist sicher: „So eine Chance, dass in diesen abgelegenen und unterversorgten Bereichen eine zukunftsfähige Breitbandversorgung mit Glasfaser bis zur mittlerweile sprichwörtlichen letzten Milchkanne gebaut werden kann, kommt nie wieder.“ Die umfangreichen Vorbereitungen, bei denen in enger Zusammenarbeit mit allen Kommunen jede Adresse im Kreis Soest noch einmal überprüft und, wenn möglich, mit in den Förderantrag aufgenommen wurde, zahlten sich jetzt aus.

Gesekes Bürgermeister Remco van der Velden begleitete für die 14 Kommunen des Kreises das Verfahren: „Ich freue mich sehr, dass Kommunen und Kreis bei diesem wichtigen Thema zusammenarbeiten. Seit 2015 verfolgen wir gemeinsam die Strategie Glasfaser-Hausanschlüsse für möglichst viele Haushalte und Unternehmen im Kreis so gefördert zu bekommen, dass ein anschließender eigenwirtschaftlicher Ausbau möglich ist.“

Insgesamt werden durch die beiden laufenden Bundesförderverfahren rund 13.000 private Haushalte, 71 Schulen, drei Krankenhäuser und über 2.000 Gewerbebetriebe mit Glasfaser (FTTB/H) bis ins Haus versorgt. „Ein Infrastrukturprojekt in diesen Dimensionen hat es im Kreis Soest noch nie gegeben“, betont Landrätin Eva Irrgang. Fabian Klein, Key Account Manager Kommunale Projekte Vodafone GmbH, ergänzt: „Wir freuen uns als Vertragspartner auf den Ausbau des neuen Glasfasernetzes im Kreis Soest und werden hier in den nächsten Monaten und Jahren ein modernes Kommunikationsnetz ausrollen.“ Carsten Lagemann, Geschäftsführer innogy TelNet GmbH, fügt hinzu: „Schnelles Internet ist ein zentraler Standortfaktor sowohl für Familien als auch für Gewerbetreibende und Industrie. Und gerade in Zeiten von Homeoffice und Homeschooling spielt die Digitalisierung eine immer wichtigere Rolle.“

Sobald der endgültige Förderbescheid vorliegt, werden alle Hausbesitzer in den Fördergebieten angeschrieben und über die weiteren Schritte informiert. Alle notwendigen Informationen werden auch auf der Homepage des Kreises unter der Adresse www.kreis-soest.de/breitband für die Bürgerinnen und Bürger zusammengestellt und ständig auf dem neuesten Stand gehalten.


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