Nur eine Sirene blieb stumm

Test beim Warntag erfüllt seinen Zweck – Bürger fragen über Notruf nach

Auf vielen Dächern
Sirenen wie diese auf dem Feuerwehrgerätehaus in Möhnesee-Büecke stehen an vielen Standorten im Kreisgebiet, um die Bevölkerung im Falle einer Katastrophe zu warnen. Foto: Thomas Weinstock/Kreis Soest
Pressemeldung vom 05.09.2019 11:00

Kreis Soest (kso.2019.09.05.341.-rn). Pünktlich um 10 Uhr hat Dennis Pingel von der Stabsstelle Feuer- und Katastrophenschutz des Kreises Soest beim landesweiten Warntag am Donnerstag, 5. September 2019, in der Leitstelle im Rettungszentrum die Sirenen ausgelöst. Im Anschluss hat er alle Kommunen abtelefoniert. Danach sind überall die verfügbaren Sirenen gelaufen. Ausnahme: die Anlage auf dem Rathaus Welver. Wahrscheinlich ist die Programmierung fehlerhaft. Das Ordnungsamt Welver will das überprüfen und für Abhilfe sorgen.


„Spannend war, dass sich 15 Bürgerinnen und Bürger über den Notruf 112 gemeldet und gefragt haben, was los sei“, berichtet Dennis Pingel. „Wir haben sie natürlich über den Warntag aufgeklärt. Im vergangenen Jahr hatten wir diese Anrufe nicht.“ In elf von 14 Kommunen im Kreisgebiet sind bereits flächendeckend Sirenen montiert. Sie haben nacheinander die drei Alarmtöne Entwarnung (eine Minute Dauerton) – Warnung (eine Minute auf- und abschwellender Heulton) – Entwarnung (eine Minute Dauerton) abgegeben. Dennis Pingel bittet um Nachricht, wenn es irgendwo Aussetzer gegen haben sollte. Auch die Ordnungsämter vor Ort können direkt darüber informiert werden. Nach dem landesweiten Warntag, der jeweils von PR-Aktionen begleitet wird, gibt es am ersten Donnerstag im kommenden März dann wieder einen reinen Sirenenprobenlarm im ganzen Land.

Das Lagezentrum des Landes hat parallel zum Sirenenalarm zum Warntag über die Warn-App NINA eine Probewarnmeldung verschickt. Dennis Pingel als Fachmann für Katastrophenschutz hält es für wichtig, dass NINA auf möglichst vielen Smartphones installiert wird. Er weiß aber auch, dass die Warn-App manchmal nerven kann. Er hat deshalb einen Tipp: „Über die Einstellungen lässt sich steuern, ab wann die App bei kritischem Wetter warnt. Wem die Nachrichten zu viel werden, sollte man einfach nur die Stufen rot und lila für Unwetter beziehungsweise extremes Unwetter aktivieren.“

Übrigens: Grundlage für NINA ist „MoWaS“, das Modulare Warnsystem. Wie das genau funktioniert, zeigt ein tolles Erklärvideo auf YouTube (https://www.youtube.com/watch?v=5TmIzOEuf4k)


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