Pflegende Angehörige geehrt

Konferenz Alter und Pflege verleiht zum 14. Mal Auszeichnung „Pflegestern“

Ausgezeichnet
Landrätin Eva Irrgang (6. v. l.) und Vizelandrätin Irmgard Soldat (3. v. l.) zeichneten am Mittwoch, 8. Mai 2019, pflegende Angehörige aus dem Kreis Soest aus. Volker Topp (l.), Dezernent für Finanzen, Soziales und Immobilien, schloss sich den Glückwünschen an. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 08.05.2019 18:00

Kreis Soest (kso.2019.05.08.194.tw). Für ihr großes Engagement als pflegende Angehörige sind am Mittwoch, 8. Mai, während einer Feierstunde im Kreishaus sieben Frauen sowie vier Männer aus Anröchte, Geseke, Lippetal, Lippstadt, Möhnesee, Warstein, Welver, Werl und Wickede (Ruhr) mit dem "Pflegestern" geehrt worden. Vizelandrätin Irmgard Soldat sprach die öffentliche Anerkennung im Namen der Konferenz Alter und Pflege zusammen mit Landrätin Eva Irrgang in Gegenwart von Bürgermeistern oder Vertretern der Heimatorte aus.


Mit dem zum 14. Mal vergebenen „Pflegestern“ ausgezeichnet wurden Anna Elisabeth Schäfer (Anröchte), Astrid Flamme und ihr Bruder Michael Schäfers (Geseke), Kirsten Renate Berens, Ulrike Anna Herrmann (Lippetal), Simone Heinemann (Lippstadt), Edith Annemarie Kötter-Wichert (Möhnesee), Albert Hötte (Warstein), Otto Häckel (Welver), Regina Hülsmann (Werl) sowie David Leslie (Wickede (Ruhr)).

Vizelandrätin Irmgard Soldat würdigte die Verdienste der Geehrten. Anna Elisabeth Schäfer pflegt seit 12 Jahren ihren inzwischen bettlägrigen Ehemann und kümmert sich zudem um ihren 43-jährigen Sohn, der eine geistige Behinderung hat und im elterlichen Haushalt lebt. Astrid Flamme und ihr Bruder Michael Schäfers pflegen zusammen ihre schwerst pflegebedürftigen Eltern. Die 49-Jährige und der 50-Jährige übernehmen fast alle Verrichtungen, die bei der täglichen Pflege der Eltern anstehen. Kirsten Renate Berens pflegt und versorgt gleich drei Personen: ihren 83-jährigen Vater, ihren 84-jährigen Onkel und ihre 95-jährige Tante. Alle drei leiden an Demenz. Ulrike Anna Herrmann pflegt seit 2012 ihren schwerstpflegebedürftigen Ehemann. Der mittlerweile 64-Jährige ist nach einem Herzinfarkt im Jahr 2012 auf Hilfe angewiesen. Simone Heinemann ist 41 Jahre alt und Mutter von drei Kindern. Seit 15 Jahren pflegt sie ihre schwerbehinderte Tochter, die durchgehend auf Hilfe angewiesen ist.

Edith Annemarie Kötter-Wichert pflegt seit 14 Jahren ihren Ehemann, der blind ist und unfähig zu gehen oder zu stehen. Albert Hötte versorgt seit sechs Jahren seine fast vollständig erblindete Ehefrau. Nach mehreren Operationen ist die heute 76-Jährige schwerstbehindert und kann nicht mehr wirklich kommunizieren. Otto Häckel versorgte viele Jahre lang seine an Parkinson erkrankte Frau, die am 14. März 2019 verstarb. Um seine Frau richtig pflegen zu können, eignete er sich ein großes Fachwissen an. Zusätzlich zur Pflege setzte sich Otto Häckel für die Rechte von pflegenden Angehörigen ein. Seit dem Jahr 2009 ist Regina Hülsmann eine pflegende Angehörige. Die 48-Jährige pflegte, zunächst gemeinsam mit ihrer Mutter, ihren Vater bis zu dessen Tod im Jahr 2011. Anschließend übernahm Regina Hülsmann die Pflege ihrer Mutter. Im Januar 2018 verstarb ihr Ehemann, der sie jahrelang auch bei der Pflege der Eltern unterstützt hatte. David Leslie, selbst 75 Jahre alt, pflegte und begleitete seine Ehefrau von 1998 bis zu ihrem Lebensende im März 2019. Nach einem Sturz 2012 war seine Ehefrau vollständig auf die Pflege und Hilfe bei allen täglichen Verrichtungen angewiesen.

Auch Landrätin Eva Irrgang sprach den pflegenden Angehörigen für ihre Leistung Dank und Anerkennung aus. „Im Kreis Soest gibt es rund 12.000 Pflegebedürftige. Zweidrittel von ihnen wird durch Angehörige gepflegt“, berichtete Frau Irrgang und wies in diesem Zusammenhang auf die gut ausgebaute Infrastruktur mit Hilfe- und Unterstützungsmöglichkeiten im Kreis Soest bei Pflegebedürftigkeit hin. Sie appellierte an die Pflegenden auch an sich selbst zu denken und Gebrauch von entlastenden Angeboten zu machen.


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