Bildungsnachweise Ausland

Wer die Berufsbezeichnung eines nichtakademischen Heilberufes erhalten hat und im Ausland tätig werden möchte, benötigt hierfür in vielen Fällen ein "Certificate of current professional status". Auch Personen, die einen ausländischen Abschluss haben und jetzt in Deutschland arbeiten möchten, müssen ihre Ausbildung zunächst anerkennen lassen.

Tätigkeit im Ausland: Certificate of current professional status

Weltkugel mit Studentenhut und Urkunde. Foto: © jazzerup - Fotolia.com
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Wer die Berufsbezeichnung eines nichtakademischen Heilberufs führen darf und sich entscheidet, diesen Beruf im Ausland auszuüben, benötigt hierfür häufig eine Bescheinigung über den aktuellen Berufsstand. Diese Bescheinigung heißt "Certificate of current professional status". Sofern die Berufserlaubnis vom Kreis Soest ausgestellt wurde, kann das "Certificate" beim Kreis Soest beantragt werden. Unter Umständen werden für eine Tätigkeit im Ausland weitere Unterlagen benötigt. Dies sollte mit der zuständigen Stelle des Ziellandes geklärt werden.

Anerkennung ausländischer Bildungsnachweise

In Nordrhein-Westfalen führt seit dem 1. Januar 2008 das Landesamt für Medizin, Psychotherapie und Pharmazie in Düsseldorf (LPA) zentral die Gleichwertigkeitsprüfungen von ausländischen Bildungsnachweisen durch. Nachdem das LPA einen Bildungsnachweis geprüft und anerkannt hat, erteilen die Gesundheitsämter der Kreise und kreisfreien Städte die Erlaubnis zur Führung einer Berufsbezeichnung. 

Das Gesundheitsamt des Kreises Soest stellt die Urkunden für folgende Berufsbezeichnungen aus: 

  • Ergotherapeut/in
  • Fachgesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in der Intensivpflege und Anästhesie
  • Fachgesundheits- und Krankenpfleger/in, Fachgesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in
  • Fachaltenpfleger/in in der psychiatrischen Pflege
  • Fachgesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in in der Krankenhaushygiene (Hygienefachkraft)
  • Fachgesundheits- und Krankenpfleger/in, Fachgesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in für den Operationsdienst
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in
  • Gesundheits- und Krankenpfleger/in
  • Gesundheits- und Krankenpflegeassistent/in (Krankenpflegehelfer/in)
  • Hebamme, Entbindungspfleger
  • Logopäde/in
  • Masseur/in und med. Bademeister/in
  • Medizinisch-technische/r Radiologie Assistent/in
  • Medizinisch-technische/r Laboratoriums Assistent/in
  • Medizinisch-technische/r Assistent/in für Funktionsdiagnostik
  • Orthoptist/in
  • Pharmazeutisch-technische/r Assistent/in
  • Physiotherapeut/in
  • Podologe/in 

Voraussetzungen für den Erhalt einer Urkunde: 

  • Anerkennung der Gleichwertigkeit durch das LPA Düsseldorf
  • Gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufs
  • Zuverlässigkeit zur Ausübung des Berufes
  • Ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache

Notwendige Unterlagen

Für ein "Certificate of current professional status": 

  • schriftlicher Antrag (siehe unter "Links und Downloads")
  • Kopie des Zeugnisses über die staatliche Prüfung
  • Kopie der Erlaubnis zur Führung der entsprechenden Berufsbezeichnung
  • Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde gemäß § 30 Abs. 5 BZRG - (Belegart O) Verwendungszweck: "Auslandsanerkennung nichtakademische Heilberufe"
  • Kopie des Personalausweises 

Für die Anerkennung ausländischer Bildungsnachweise:

  • Formloser Antrag zur Ausstellung einer Berufsurkunde
  • Feststellungsbescheid des Landesprüfungsamtes
  • Ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung zur Berufsausübung (nicht älter als drei Monate)
  • Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde gemäß § 30 Abs. 5 BZRG - (Belegart O) Verwendungszweck: "Auslandsanerkennung nichtakademische Heilberufe"
  • Die erforderlichen Sprachkenntnisse (schriftlich und mündlich, Umgangs- und Fachsprache) müssen gegebenenfalls durch eine Sprachüberprüfung im Gesundheitsamt nachgewiesen werden.

Kosten

  • Erlaubnis zur Führung einer Berufsbezeichnung: 60 Euro
  • Überprüfung deutscher Sprachkenntnisse: 80 Euro
  • "Certificate of current professional status": 25 Euro

Zahlungsarten

Überweisung nach Zustellung des Gebührenbescheides.

Rechtsgrundlagen

  • EU-Richtlinie 2005/36/EG
  • Gebührengesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (GebG NRW)
  • Allgemeine Verwaltungsgebührenordnung (AVerwGebO NRW)

Ihre Ansprechperson

Larissa Zandstra 02921 30-3052 larissa.zandstra@kreis-soest.de Adresse | Öffnungszeiten | Details
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