Artenschutzprüfung bei Bau- und Abbruchvorhaben

Bei Bauvorhaben oder Abbrüchen im Innen- oder Außenbereich dürfen bedrohte Tierarten nicht beeinträchtigt werden. Deshalb prüft der Kreis Soest, ob eine Baugenehmigung im Hinblick auf geltende artenschutzrechtliche Verbote erteilt werden kann. Über Bagatellfälle entscheidet das Bauamt des Kreises. In komplizierten Fällen leitet es die Unterlagen an die Untere Naturschutzbehörde weiter. Kommen geschützte Tiere zu schaden, drohen Bußgelder und Strafen.

Feldlerche im Flug. Foto: Hans Glader
Geschützte Feldlerche im Flug. Foto: Hans Glader

Die artenschutzrechtlichen Verbote gelten für alle europäischen geschützten Arten, wie etwa alle einheimischen Vogelarten, alle Fledermausarten, einige Amphibienarten (etwa Kammmolch und Laubfrosch) und Reptilien wie die Zauneidechse. Welche Arten noch geschützt sind, steht im Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG). 

Verboten ist unter anderem, Tiere dieser Arten zu verletzen oder zu töten, sie erheblich zu stören oder ihre Fortpflanzungs- und Ruhestätten zu beschädigen oder zu zerstören.

Hinweise zum Antrag

  • Im Einzelfall kann die Untere Naturschutzbehörde eine Ausnahme nach § 45 Absatz 7 Bundesnaturschutzgesetz erteilen. Ausnahmen sind zum Beispiel zur Abwendung erheblicher land-, forst-, wasser- oder sonstiger erheblicher wirtschaftlicher Schäden, zum Schutz der natürlich vorkommenden Tier- und Pflanzenwelt oder im Interesse der Gesundheit des Menschen, der öffentlichen Sicherheit, einschließlich der Verteidigung und des Schutzes der Bevölkerung möglich.
  • Die Untere Naturschutzbehörde kann auf Antrag eine Befreiung nach § 67 Absatz 2 Bundesnaturschutzgesetz gewähren, falls aus privaten Gründen eine unzumutbare Belastung vorliegt.
  • In neueren Bebauungsplänen befinden sich oft als Text eingetragene Festsetzungen zum Artenschutz. Informationen darüber erhalten Sie im Planungsamt Ihrer Stadt oder Gemeinde.
  • Auch Gehölze sind in Gesamtheit mit ihren Höhlen, Spalten und Nischen sowie Nistplätzen zu dokumentieren.
  • Bitte achten Sie bei Ihren Bauvorhaben auch auf mögliche Lebensstätten von Insekten wie Hornissen, Wespen und Wald-Ameisen. Viele von Ihnen zählen zu den geschützten Tierarten. Ist durch die Maßnahme eine Beseitigung oder Zerstörung von solchen Lebensstätten erforderlich, benötigen Sie vorab eine Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde.

Notwendige Unterlagen

  • Formular "Vorprüfung Artenschutz" zu jedem Bauantrag

Rechtsgrundlagen

  • Bundesnaturschutzgesetz § 44 Abs. 1 (BNatSchG)

Ihre Ansprechpersonen

Möhnesee, Ense

Möhnesee, Ense

Verena Büker 02921 30-2439 verena.bueker@kreis-soest.de Adresse | Öffnungszeiten | Details

Erwitte, Bad Sassendorf

Erwitte, Bad Sassendorf

Elke Alfrink-Jungeilges 02921 30-2440 elke.alfrink-jungeilges@kreis-soest.de Adresse | Öffnungszeiten | Details

Rüthen, Anröchte

Rüthen, Anröchte

Frau Gieschen 02921 30-2437 bauaufsicht@kreis-soest.de Adresse | Öffnungszeiten | Details

Lippetal, Welver

Lippetal, Welver

Meike Jeuschede 02921 30-2436 meike.jeuschede@kreis-soest.de Adresse | Öffnungszeiten | Details

Geseke, Große Sonderbauten (Bad Sassendorf, Ense, Rüthen, Welver, Geseke)

Geseke, Große Sonderbauten (Bad Sassendorf, Ense, Rüthen, Welver, Geseke)

Wolfgang Flecke 02921 30-2447 wolfgang.flecke@kreis-soest.de Adresse | Öffnungszeiten | Details

Wickede, Große Sonderbauten (Anröchte, Erwitte, Wickede (Ruhr), Lippetal, Möhnesee

Wickede, Große Sonderbauten (Anröchte, Erwitte, Wickede (Ruhr), Lippetal, Möhnesee

Frank Hoffmann 02921 30-2449 frank.hoffmann@kreis-soest.de Adresse | Öffnungszeiten | Details
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