Wasserwirtschaft

Schmutzwasser in einer Kläranlage. Foto: © Zauberhut - Fotolia.com

Abwasser

Privatleute und Unternehmen müssen ihr Abwasser so aufbereiteten, dass es ohne Schaden anzurichten wieder in ein Gewässer eingeleitet werden kann. Für das Aufbereiten und das Einleiten von Abwasser wird grundsätzlich eine Genehmigung durch die Untere Wasserbehörde des Kreises Soest benötigt. Dies gilt auch für den Betrieb von Abwasserbehandlungsanlagen wie zum Beispiel Kleinkläranlagen.

Schild Wasserschutzgebiet. Foto: © Trueffelpix - Fotolia.com

Grundwasser

Grundwasser ist das wichtigste Lebensmittel des Menschen und steht unter besonderem Schutz. Wer zum Beispiel Grundwasser entnehmen möchte oder den Bau eines Trinkwasserbrunnens plant, braucht deshalb in den meisten Fällen eine Erlaubnis der Unteren Wasserbehörde des Kreises Soest. Unter Grundwasser versteht man das gesamte, nicht in Rohre, Leitungen oder in ähnlicher Weise gefasste, unterirdische Wasser.
Gießkanne wird mit Regenwasser befüllt. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest

Niederschlagswasser

Durch Regen und Schnee entsteht Niederschlagswasser, im Volksmund auch Regenwasser genannt. Für das Einleiten von Niederschlagswasser von befestigten Flächen in den Boden und damit ins Grundwasser wird eine Erlaubnis der Unteren Wasserbehörde benötigt. Fließt das Wasser dagegen von unbefestigten Flächen ab, ist keine Erlaubnis nötig. Für einen Antrag wird gebeten, frühzeitig Kontakt aufzunehmen
Bohrgerät bei der Arbeit, um später eine Wärmepumpe einsetzen zu können. Foto: Markus Steiger/ Kreis Soest

Wasserentnahmen

Für die Entnahme von Wasser zum Beispiel aus Gewässern oder dem Grundwasser wird eine Erlaubnis des Kreises Soest benötigt. Die Erlaubnis kann nur erteilt werden, wenn nachteilige Auswirkungen ausgeschlossen ist. Nur so können Grundwasser und Gewässer gemäß der europäischen Wasserrahmenlinie geschützt werden. Ausnahmen gelten beim sogenannten "Gemeingebrauch", also zum Beispiel beim Baden oder Bewässern des privaten Gartens.
Arbeiter bohrt ein Loch für den Einbau einer Wärmepumpe. Foto: Markus Steiger/ Kreis Soest

Wärmepumpen

Wärmepumpen entziehen dem Grundwasser Wärme, die anschließend zum Beispiel zum Heizen im Haus eingesetzt werden kann. Dieser Vorgang und der Bau der Wärmepumpe selbst, bei dem Chemikalien als Bohrhilfsmittel und andere Baustoffe eingesetzt werden, stellen im Wasserrecht eine sogenannte Benutzung da. Deshalb wird für Wärmepumpen, die mit Grundwasser in Berührung kommen, eine Erlaubnis benötigt.

Zwei Fässer vor einer Wand mit möglicherweise wassergefährdenden Stoffen? Foto: Jürgen Windmeier/Kreis Soest

Wassergefährdende Stoffe

Im wasserrechtlichen Sinne sind wassergefährdende Stoffe feste, flüssige und gasförmige Stoffe, die geeignet sind, nachhaltig die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit des Wassers nachteilig zu verändern. Mit diesen Stoffen muss so umgegangen werden, dass es nach menschlichem Ermessen nicht zu einer Verunreinigung von Boden und Gewässern kommen kann.
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