Vogelschutzgebiete

Die vier Vogelschutzgebiete im Kreis Soest bieten gefährdeten Vogelarten wie Schwarzstorch, Wiesenweihe oder Eisvogel Nahrung, Rast- und Überwinterungsstätten. Zum Schutz von Bodenbrütern werden Halter gebeten, Hunde vom 1. März bis zum 31. Juli nicht frei laufen zu lassen. In dieser Zeit gilt eine Anleinpflicht. Die Vögel können so geschützt ihren Nachwuchs leichter großziehen.

Im Kreis Soest befinden sich vier Vogelschutzgebiete von europaweitem Interesse: 

  • Die Lippeaue zwischen Hamm und Lippstadt mit ihren Ahsewiesen ist geprägt von Feuchtgebieten mit naturnahen Fließgewässern und auentypischen Strukturen. Hier brüteten Eisvogel und Tüpfelsumpfhuhn.
  • Der Lürwald und Bieberbach ist ein Laubwaldgebiet mit kleinen Waldbächen, in dem Schwarzstorch und Mittelspecht zu Hause sind.
  • Der Möhnesee hat eine internationale Bedeutung für durchziehende und rastende Wasservögel wie etwa den Zwergsäger oder den Fischadler.
  • Die Hellwegbörde als alte Kulturlandschaft bietet vor allem Offenlandarten wie der Wiesenweihe oder dem Kiebitz Lebensraum. Die Hellwegbördevereinbarung regelt die unterschiedlichen Interessen im größten Vogeslschutzgebiet NRWs.
Karte mit Vogelschutzgebieten im Kreis Soest. Karte: Kreis Soest/Katharina Brückhändler
Karte mit Vogelschutzgebieten im Kreis Soest. Zum Vergrößern bitte anklicken. Karte: Kreis Soest/Katharina Brückhändler

Warum eine Anleinflicht?

"Der will nur spielen!", doch für Kiebitz und Co bedeutet ein aufstöbernder Hund Lebensgefahr, weil ... 

  • die Elterntiere unter Stress und Energieverlust leiden und so mehr Nahrung benötigen,
  • die Küken hungern, wenn ihre Eltern bei der Nahrungssuche unterbrochen werden,
  • die Eier erkalten und die Küken sterben, wenn ihre Eltern aufgescheucht werden.

Zum Schutz von Bodenbrütern werden Halter deshalb gebeten, Hunde vom 1. März bis zum 31. Juli nicht frei laufen zu lassen. In dieser Zeit gilt eine Anleinpflicht.

Hellwegbördevereinbarung

Der Vogel "Wiesenweihe" sitzt auf einem Stock. Foto: Margret Bunzel Drüke
Der Vogel "Wiesenweihe". Foto: Margret Bunzel Drüke

Ziel der "Vereinbarung zum Schutz der Wiesenweihe und der anderen Offenlandarten in der Hellwegbörde" ist die Umsetzung der Schutzverpflichtungen für dieses Europäische Vogelschutzgebiet. 

In der Vereinbarung ist geregelt, unter welchen Bedingungen zum Beispiel Gebäude errichtet werden dürfen. Landwirtschaftliche Vorhaben sind grundsätzlich im gesamten Geltungsbereich der Vereinbarung möglich. Bei problematischen Vorhaben werden in Zusammenarbeit zwischen dem Landwirt Kompromisslösungen gesucht.

Vogelschutzmaßnahmenplan Hellwegbörde

Unabhängig von der Hellwegbördevereinbarung gilt im gleichen Gebiet seit 2015 ein Vogelschutzmaßnahmenplan. Dieser Plan ist das Ergebnis eines Dialogs von Landwirtschaft, Industrie, Kreisen und ihren Kommunen, von Biologischen Stationen, der Jägerschaft und dem ehrenamtlichen Naturschutz.

Rechtsgrundlagen

  • Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG)
  • Landesnaturschutzgesetz Nordrhein-Westfalen

Ihre Ansprechpersonen

Fragen zur Vereinbarung

Marianne Rennebaum 02921 30-2238 marianne.rennebaum@kreis-soest.de Adresse | Öffnungszeiten | Details

Verträge mit Landwirten über ackerbauliche Maßnahmen

Heiko Hoffmann 02921 30-2236 heiko.hoffmann@kreis-soest.de Adresse | Öffnungszeiten | Details
Katharina Farwick-Brückhändler 02921 30-3684 katharina.brueckhaendler@kreis-soest.de Adresse | Öffnungszeiten | Details
Marko Kneisz 02921 30-2544 marko.kneisz@kreis-soest.de Adresse | Öffnungszeiten | Details
Der Kreis Soest auf FacebookDer Kreis Soest auf TwitterDer Kreis Soest auf Youtube

Schnellzugriff

Der Kreis Soest von A-Z