Riesenbärenklau

Der Riesenbärenklau, auch Herkulesstaude genannt, breitet sich mehr und mehr in unserer Landschaft aus und schadet der heimischen Pflanzenwelt. Die riesigen Blätter der imposanten Staude nehmen den heimischen Pflanzen das Licht und damit ihren Raum zum Leben. Ihre schwimmfähigen Samen führen dazu, dass sie sich gerade entlang von Fließgewässern besonders stark verbreiten. Für Menschen ist die Pflanze giftig! Deshalb bekämpft der Kreis Soest den Riesenbärenklau.

Riesenbärenklau, auch Herkulesstaude genannt. Foto: Thomas Weinstock/Kreis Soest
Riesenbärenklau, auch Herkulesstaude genannt. Foto: Thomas Weinstock/Kreis Soest

An den Bächen im Kreis Soest hat sich der Riesenbärenklau noch nicht so flächig ausgebreitet wie in anderen Flusstälern. Deshalb ist es besonders wichtig, der Pflanze Einhalt zu bieten! Um die weitere Ausbreitung der Herkulesstaude besonders an den Gewässern zu verhindern, hat der Kreis Soest verschiedene Unternehmer beauftragt, die Bestände entlang der Fließgewässer im Kreisgebiet zu bekämpfen. Das Ziel ist, die Staude in spätestens zehn Jahren an den Gewässern im Kreisgebiet zu beseitigen. Die Samen des Riesenbärenklaus sind acht bis zehn Jahre lang keimfähig.

Giftig für den Menschen

Auch für den Menschen ist die Pflanze gefährlich! Photosensibilisierende Substanzen (Furocumarine) können bei Hautkontakt insbesondere in Kombination mit Sonnenlicht phototoxische Reaktionen hervorrufen. Die Folge können zum Beispiel Rötungen, Hautentzündungen, Reizungen und schwer heilende Verbrennungen zweiten Grades sein.

Bekämpfung

Die Bekämpfung der Herkulesstaude ist äußerst schwierig. 

  • Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist nur bedingt möglich. Besonders an Gewässern müssen je nach Mittel bestimmte Mindestabstände eingehalten werden.
  • Mähen ist zwecklos, da die Pflanze immer wieder aus einer kräftigen Rübe austreibt und das Mähen lediglich zu einer Verzögerung der Blüte führt.
  • Eine wirksame Methode ist das Durchstechen der Wurzelrübe etwa zehn bis 15 Zentimeter unter der Bodenoberfläche mit einem Spaten.
  • Blütendolden, die bereits reife Samen besitzen, sollten in Folien verpackt und vernichtet werden, um eine weitere Verbreitung der acht bis zehn Jahre keimfähigen Samen zu verhindern. 

Alle Arbeiten sollten nur mit entsprechender Schutzkleidung (vollständige Bekleidung, Handschuhe und eine Schutzbrille mit seitlichem Schutz) durchgeführt werden, um Verbrennungen der menschlichen Haut zu vermeiden! 

Links und Downloads

Ihre Ansprechpersonen

Annette Kühlmann 02921 30-2213 annette.kuehlmann@kreis-soest.de Adresse | Öffnungszeiten | Details
Der Kreis Soest auf FacebookDer Kreis Soest auf TwitterDer Kreis Soest auf Youtube

Schnellzugriff

Der Kreis Soest von A-Z