Natur- und Landschaftsschutz

Wald bei Sonneneinstrahlung. Foto: Thomas Weinstock, Kreis Soest

Naturschutzgebiete

Im Kreis Soest gibt es derzeit 91 ausgewiesene Naturschutzgebiete auf einer Fläche von 15.000 Hektar. Dies entspricht etwa 11 Prozent der Fläche des Kreises. Die Gebiete bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Rückzugs- und Lebensraum und bewahren "naturraumtypische Landschaftsstrukturen", wie zum Beispiel den geschlossen zusammenhängenden Buchenwaldkomplex südlich des Haarstrangs, den "Arnsberger Wald" und die baum- und heckenreich gestaltete Landschaft nördlich der Lippe.

Der Vogel

Vogelschutzgebiete

Die vier Vogelschutzgebiete im Kreis Soest bieten gefährdeten Vogelarten wie Schwarzstorch, Wiesenweihe oder Eisvogel Nahrung, Rast- und Überwinterungsstätten. Zum Schutz von Bodenbrütern werden Halter gebeten, Hunde vom 1. März bis zum 31. Juli nicht frei laufen zu lassen. In dieser Zeit gilt eine Anleinpflicht. Die Vögel können so geschützt ihren Nachwuchs leichter großziehen.

Biotop in Welver-Scheidingen. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest

Geschützte Biotope

Im Kreis Soest gibt es mehr als 1.000 nach Bundes- und Landesnaturschutzgesetz geschützte Biotope. Um Tiere, Pflanzen und typische Elemente der Kulturlandschaft zu schützen, sind in diesen Bereichen alle Handlungen verboten, die zu einer Beeinträchtigung oder Zerstörung des Biotops führen können.

Kleiner Teich. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest

Eingriffe in Natur und Landschaft

Bei Vorhaben außerhalb von Ortschaften schützt die sogenannte "Eingriffsregelung" Natur und Landschaft vor Beeinträchtigungen. Negative Veränderungen der Natur, zum Beispiel durch Bauvorhaben, müssen wenn möglich vermieden oder zumindest minimiert werden. Bei nicht vermeidbaren Eingriffen benötigt die Verursacherin oder der Verursacher eine Genehmigung durch den Kreis Soest und muss Veränderungen durch geeignete Maßnahmen ausgleichen.

Weidefläche mit Kühen. Foto: Kreis Soest, ULB

Landschaftsplanung

Die Landschaftsplanung ist eine Fachplanung für die Entwicklung, den Schutz und die Pflege unserer Landschaft. Als Träger der Landschaftsplanung stellen die Kreise und kreisfreien Städte für ihr Gebiet Landschaftspläne auf. Dabei müssen die Ziele der Raumordnung beachtet werden. Die Pläne werden nach einem umfangreichen Bürgerbeteiligungsverfahren durch den Kreistag als Satzung erlassen.

Foto: Marko Kneisz/Kreis Soest

Vertragsnaturschutz

Der Vertragsnaturschutz dient dazu, ökologisch wertvolle Flächen naturschutzgerecht zu bewirtschaften. Gefördert werden Flächen, die bevorzugte Lebensräume für seltene oder in ihrem Bestand bedrohte Tiere und Pflanzen sind. Gleichzeitig soll die gewachsene Kulturlandschaft mit ihren vielfältigen Elementen und Nutzungsformen erhalten werden. Landwirte können Fördermittel aus dem Kreiskulturlandschaftsprogramm des Kreises beantragen. 

Apfelbaum mit roten Äpfeln. Foto: © VRD - Fotolia.com

Gehölzaktion

Der Kreis Soest stellt jeden Herbst kostenlos Obstbäume und Heckengehölze zur Verfügung (vorbehaltlich der zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel), um freiwillige Anpflanzungen im Außenbereich zu fördern. Ziel der Aktion ist es, die Kulturlandschaft und den Naturschutz zu stärken, denn viele hochspezialisierte Insekten-, Säugetier- und Vogelarten sind auf die Lebensräume in Feldhecken oder Streuobstwiesen angewiesen.
Rapsfeld mit Hecke. © Thorsten Schier - Fotolia.com

Hecken- und Kopfbaumpflege

Über das Förderprogramm "Hecken- und Kopfbaumpflege" können Privatpersonen für Pflegemaßnahmen einen finanziellen Zuschuss beim Kreis Soest beantragen. Kopfbäume sind wichtige Brutstätten für Vögel wie den Steinkauz und Käferarten. Freiwachsende Hecken müssen von Zeit zu Zeit verjüngt werden, sonst überaltern sie, tragen kaum noch Früchte, werden innen und am Boden kahl oder sterben ganz ab.
Riesenbärenklau, auch Herkulesstaude genannt. Foto: Thomas Weinstock/Kreis Soest

Riesenbärenklau

Der Riesenbärenklau, auch Herkulesstaude genannt, breitet sich mehr und mehr in unserer Landschaft aus und schadet der heimischen Pflanzenwelt. Die riesigen Blätter der imposanten Staude nehmen den heimischen Pflanzen das Licht und damit ihren Raum zum Leben. Ihre schwimmfähigen Samen führen dazu, dass sie sich gerade entlang von Fließgewässern besonders stark verbreiten. Für Menschen ist die Pflanze giftig! Deshalb bekämpft der Kreis Soest den Riesenbärenklau.

Wildschwein. Foto: Thomas Weinstock/Kreis Soest

Wildschweine im Garten – Was nun?

Wildschweine breiten sich zunehmend auch im Kreis Soest aus und dringen vermehrt in Siedlungen ein, zerwühlen Felder, Gärten und Friedhöfe. Grund für die massive Zunahme sind nicht zuletzt die milden Winter der vergangenen Jahre. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz hat Tipps zusammengestellt, wie Mensch und Grundstück geschützt werden können.

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