Gefahrstoffe in Luft oder Wasser - wie verhalte ich mich?

Trotz aller Sicherheitsstandards kann nie vollständig ausgeschlossen werden, dass gefährliche Stoffe freigesetzt werden: zum Beispiel bei einem Unfall eines Gefahrguttransporters, einem Brand in einer Fabrik oder einem Lager mit chemischen Produkten. Für den Fall der Fälle hat der Kreis eine Liste mit Verhaltenstipps erstellt.

Die Feuerwehr schützt sich mit schweren Atemschutzgeräten gegen Gefahrstoffe. Bürger haben diese Möglichkeit nicht und müssen andere Maßnahmen ergreifen. Foto: Dirk Behrens/Kreis Soest
Die Feuerwehr schützt sich mit schweren Atemschutzgeräten gegen Gefahrstoffe. Bürger haben diese Möglichkeit nicht und müssen andere Maßnahmen ergreifen. Foto: Dirk Behrens/Kreis Soest

In der Luft oder Wasser sind Gefahrstoffe - was sollte ich tun?

Grundsätzliche Verhaltenstipps:

  • Achten Sie auf Durchsagen im Radio, Fernseher oder von Lautsprecherfahrzeugen.
  • Informieren Sie sich übers Internet.
  • Und informieren Sie auch andere Hausbewohner.

Im Haus

  • Bleiben Sie im Gebäude.
  • Nehmen Sie gefährdete Passanten vorübergehend auf.
  • Informieren Sie - falls erforderlich - andere Hausbewohner.
  • Schließen Sie Fenster und Türen.
  • Schalten Sie Ventilatoren und Klimaanlagen aus, schließen Sie die Lüftungsschlitze der Fensterrahmen.
  • Suchen Sie einen geschützten Innenraum der Wohnung auf, der möglichst keine Außenfenster hat.
  • Im Falle einer Freisetzung radioaktiver Stoffe suchen Sie vorzugsweise einen Kellerraum auf.
  • Vermeiden Sie unnötigen Sauerstoffverbrauch durch Kerzen oder Ähnliches.
  • Schalten Sie zu Ihrer Information das Radio (UKW, Regionalsender) oder das Fernsehgerät ein.
  • Beachten Sie die Durchsagen der Behörden und Einsatzkräfte.
  • Telefonieren Sie nur in Notfällen.
  • Benutzen Sie beim Eindringen von Gefahrstoffen vorhandene Atemschutzgeräte, notfalls einen improvisierten Mundschutz (OP-Masken, Tücher …).

Im Freien

  • Achten Sie auf Durchsagen von Polizei oder Feuerwehr.
  • Bewegen Sie sich möglichst quer zur Windrichtung, atmen Sie möglichst durch einen Atemschutz, zumindest durch ein Taschentuch.
  • Suchen Sie das nächste geschlossene Gebäude auf.
  • Wenn Sie bereits mit Gefahrstoffen in Berührung gekommen sind, wechseln Sie beim Betreten des Gebäudes Oberbekleidung und Schuhe.
  • Verpacken Sie verschmutzte Oberbekleidung und Schuhe in Plastikbeuteln und platzieren Sie diese außerhalb des Wohnbereichs, sofern möglich vor dem Gebäude.
  • Waschen Sie sich zuerst gründlich die Hände, dann Gesicht und Haare, ebenso Nase und Ohren mit Wasser und Seife.
  • Eine Atemschutzmaske sollte in jedem Haushalt sein.
  • Schließen Sie alle Fenster und Türen.
  • Im Falle der Freisetzung biologischer Stoffe ist zusätzlich eine Händedesinfektion zu empfehlen.
  • Befolgen Sie die Hinweise zum Aufenthalt in Gebäuden.

Im Auto

  • Schalten Sie die Belüftung aus und schließen Sie die Fenster.
  • Hören Sie Radio (UKW, Regionalsender) und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden und Einsatzkräfte.
  • Suchen Sie ansonsten das nächste geschlossene Gebäude auf, erbitten Sie Einlass und beachten Sie dort die Hinweise zum Aufenthalt in Gebäuden.

Quellenangabe

Die Informationen auf dieser Seite stammen vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

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