Benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene im Fokus

Jugendberufskooperation des Kreises Soest tagte im Kreishaus

Arbeitskreis
Der Arbeitskreis Jugendberufskooperation des Kreises Soest traf sich jetzt zu einer Sitzung im Soester Kreishaus. Foto: Thomas Weinstock/Kreis Soest
Pressemeldung vom 11.10.2018 11:00

Kreis Soest (kso.2018.10.11.437.ab/tw). Im Fokus des Arbeitskreises Jugendberufskooperation des Kreises Soest stehen benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene unter 27 Jahren ohne Schul- und Berufsabschluss. Im Jahr 2017 gab es insgesamt 238 Schülerinnen und Schüler im Kreis Soest, die die Schule ohne Hauptschulabschluss verließen, rund 760 Jugendliche unter 25 Jahren waren im Dezember 2017 arbeitslos, davon hatten 132 keinen Schulabschluss.


„Gerade diese jungen Menschen benötigen eine gezielte Beratung, Orientierung und Begleitung, um in eine Berufsausbildung vermittelt oder mit geeigneten Maßnahmen gefördert zu werden“, erklärte Dr. Reinhard Langer von der Agentur für Arbeit als sich der Arbeitskreis zu einer Sitzung im Kreishaus traf. „Kein Jugendlicher im Kreis Soest soll auf dem Weg verloren gehen“, ergänzte Maria Schulte-Kellinghaus, Dezernentin für Jugend, Schule und Gesundheit beim Kreis Soest.

Um die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die der Schule fernbleiben, zu verringern, wurde bereits in einer Arbeitsgruppe ein Materialordner zum Thema Schulabsentismus erstellt, der allen Schulen im Kreisgebiet zur Verfügung gestellt wurde. Als nächstes konkretes gemeinsames Hilfsangebot werden der Kreis Soest, das Jobcenter Arbeit Hellweg Aktiv, die Agentur für Arbeit und die Jugendämter Lippstadt, Soest und Warstein ab Dezember 2018 Fallkonferenzen an den Kreisberufskollegs zur Beratung und Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Problemstellungen anbieten, damit gebündelte Kompetenzen und kurze Wege zu passgenauen und individuellen Hilfestellungen bei den Jugendlichen führen. „Diese Kooperation schafft trägerübergreifende Transparenz, einen zielübergreifenden Informationsaustausch und eine gemeinsame Koordination von Angeboten der Integrations- und Hilfeprozesse“, betont Andrea Bergmann von der Kommunalen Koordinierungstelle des Kreises Soest, die diese Fallkonferenzen organisieren wird.

Die Jugendberufskooperation wurde im Juli 2015 mit dem Ziel geschlossen, die berufliche und soziale Integration, den Ausgleich sozialer Benachteiligungen sowie die Überwindung individueller Beeinträchtigungen von jungen Menschen zu fördern. Der Kreis Soest ist über die Kommunale Koordinierungsstelle Übergang Schule-Beruf, die die Gesamtkoordiniation übernimmt, sowie über die Abteilungen Schule, Jugend und Soziales vertreten. Weitere Netzwerkpartner sind die Agentur für Arbeit, das Jobcenter Arbeit Hellweg Aktiv, die Jugendämter aus Soest, Lippstadt und Warstein, sowie die Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland. Zusätzlich unterstützt die Bezirksregierung mit der Schulaufsicht das Gremium.


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