„Einfach machen – nicht warten, bis alles passt“

„Digitalisierung in Schule und Bildung“ Thema im Bildungsrat

Intensiv diskutiert
Der Bildungsrat der Bildungsregion Kreis Soest hat in seiner jüngsten Sitzung mit kompetenten Gastreferentinnen und Gastreferenten das Thema „Digitalisierung in Schule und Bildung“ intensiv diskutiert. Foto: Wilhelm Müschenborn/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 04.10.2018 10:00

Kreis Soest (kso.2018.10.04.422.as/ab/-rn). Der Bildungsrat der Bildungsregion Kreis Soest hat sich in seiner jüngsten Sitzung intensiv mit dem Thema "Digitalisierung in Schule und Bildung" auseinandergesetzt. "Eine Kooperation aller beteiligten Akteure aus Wissenschaft, Schule und Wirtschaft ist unverzichtbar, um die Kinder und Jugendlichen in unserer Region auf die Herausforderungen einer digitalisierten Welt vorzubereiten und sie zukunftsfähig zu machen", betonte Landrätin Eva Irrgang.


Als Referentin war Prof. Dr. Birgit Eickelmann, wissenschaftliche Leiterin der Studie ICILS 2018 (International Computer and Information Literacy Study 2018) an der Universität Paderborn, angereist. Es handelt sich nach ICILS 2013 um eine zweite international vergleichende Schulleistungsstudie, die computer- und informationsbezogene Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler untersucht. So lagen die Kompetenzen von Achtklässlern in Deutschland 2013 nur im internationalen Mittelfeld. Die Häufigkeit der Computernutzung durch Lehrpersonen im Unterricht lag damals sogar deutlich unter dem Mittelwert. NRW wies laut Länderindikator „Schule digital 2017“ im nationalen Vergleich bei der Nutzungshäufigkeit von Computern im Unterricht unterdurchschnittliche Werte auf. Die Aktualität der IT-Ausstattung in anderen Bundesländern wird deutlich besser eingeschätzt als in NRW.

Frau Prof. Eickelmann stellte die Maßnahmen der „Digitaloffensive Schule NRW“ des Landes vor. Dazu gehören die Erstellung von schulischen Medienkonzepten bis 2019/2020, die Qualifizierung von Medienkoordinatorinnen und Medienkoordinatoren an allen Schulen ab 2019, die Überarbeitung der Kernlehrpläne aller Fächer und die Modernisierung der Lehrerausbildung. Für die Bildungsregion forderte sie, Medienbildung entlang der gesamten Bildungskette zu fördern. Der Austausch im Bildungsrat sei ein guter Weg, um regionale Kooperationen zwischen Wissenschaft, Schule und Wirtschaft auf den Weg zu bringen.

Um Sichtweisen und Anregungen aus Schule, Hochschule und Wirtschaft einzubringen, stellten Monika Nienaber-Willaredt, Bezirksregierung Arnsberg, Prof. Dr. Christine Kohring, Fachhochschule Südwestfalen, und Prof. Dr. Volker Verch, Unternehmensverband Westfalen-Mitte, Modelle zur Förderung der digitalen Bildung vor. Einigkeit bestand darüber, dass die derzeit idealen Förderbedingungen für eine zukunftsfähige IT-Ausstattung der Schulen genutzt werden müssten.

Dieter Hesse, Sprecher des Lenkungskreises der Bildungsregion, sieht die Bildungsregion in einer wichtigen Rolle: „Wir können mit unseren Angeboten positiver Katalysator und Impulsgeber für die Digitalisierung sein. Es gilt, die Vernetzung der Akteure und Verantwortlichen zu organisieren und sicherzustellen.“ Im Schlusswort empfahl Frau Prof. Eickelmann, dem Prozess Dynamik zu verleihen. „Einfach mal machen – und nicht warten, bis alles passt“, appellierte sie.

Im Bildungsrat sind vertreten Kreis, Kommunen, Schulen, obere Schulaufsicht, Hochschulen, Jugendhilfe, Agentur für Arbeit, Wirtschaft, Lenkungskreis der Regionalagentur, regionaler Ausbildungskonsens sowie der Ausschuss für Bildung, Integration, Schule und Sport des Kreises.


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