Erneut Faulbrut in zwei Bienenbeständen

Veterinäramt richtet zwei Sperrbezirke ein und weist Untersuchungsgebiet aus

Das Untersuchungsgebiet
Aufgrund der erneuten Feststellung der Amerikanischen Faulbrut in zwei Bienenbeständen wurde ein Untersuchungsgebiet ausgewiesen, das die Gebiete Anröchte, Bad Sassendorf, Ense, Erwitte, Lippetal, Möhnesee, Soest, Rüthen, Warstein, Welver und Werl umfasst. Grafik: Dr. Nathalie Brüssow/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 25.07.2018 11:00

Kreis Soest (kso.2018.07.25.326.jdw/nb). Der Veterinärdienst des Kreises hat die Amerikanische Faulbrut der Bienen auf dem Gebiet der Stadt Warstein sowie der Gemeinde Möhnesee amtlich festgestellt. Es wurden Sperrbezirke um die Ausbruchsorte eingerichtet, die auch in der Allgemeinverfügung vom 25. Juli 2018 bekannt gegeben worden sind. Aufgrund der erneuten Entdeckung wurde ein großes Untersuchungsgebiet ausgewiesen, und zwar für Anröchte, Bad Sassendorf, Ense, Erwitte, Lippetal, Möhnesee, Soest, Rüthen, Warstein, Welver und Werl.


Den genauen Verlauf der beiden Sperrbezirke sowie des ausgewiesenen Untersuchungsgebietes zeigen die Karten in den Allgemeinverfügungen, die unter www.kreis-soest.de eingesehen werden können. Die Amerikanische Faulbrut gehört zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen. Die betroffenen Bienenstände mussten gesperrt werden. Aufgrund des gehäuften Auftretens von Amerikanischer Faulbrut im Kreis Soest wurde zudem ein großes Untersuchungsgebiet ausgewiesen. In dem Untersuchungsgebiet müssen alle Imker ihre Bienenvölker von einem Bienensachverständigen untersuchen lassen.

„Aktuell wurden bei weiteren Ständen im Kreis Soest Sporen der Amerikanischen Faulbrut nachgewiesen, jedoch zeigen die Völker bisher keine sichtbaren Krankheitserscheinungen. Sollten bislang Besitzer von Bienenvölkern im Kreis Soest noch nicht ihren aktuellen Standort mitgeteilt haben, sind diese gehalten, uns diese mit der Anzahl der Völker zu melden“, erklärt Veterinärin Dr. Nathalie Brüssow vom Kreisveterinäramt. Das Amt ist per Post, Boleweg 110-112, 59494 Soest, oder unter der Telefonnummer 02921/302195 erreichbar.

Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit, die die Brut der betroffenen Bienenvölker befällt. Die Brut stirbt größtenteils ab, was zur Folge hat, das die Zahl der Bienen in dem Volk immer geringer wird und das Volk schließlich nicht mehr die notwendige Stärke aufweist, um zu überwintern.

Für die Entnahme von Futterkranzproben durch die Bienensachverständigen im ausgewiesenen Untersuchungsgebiet wird eine Beihilfe durch die Tierseuchenkasse gewährt. Sofern Sporen bei Völkern im Untersuchungsgebiet festgestellt werden, sollten die Bienen einem Kunstschwarmverfahren unterzogen werden. Dieses wird von der Tierseuchenkasse ebenfalls durch Beihilfen unterstützt.

Auf den Menschen ist die Krankheit nicht übertragbar. Gewonnener Honig kann bedenkenlos verzehrt werden. Der in dem Bienenstand gewonnene Honig darf allerdings nicht an Bienen verfüttert werden. Bienenvölker und Material (zum Beispiel Waben, Wabenabfälle) dürfen nicht in oder aus dem Sperrbezirk verbracht werden. Der Zukauf von Bienen sollte generell nur mit gültigen Gesundheitsbescheinigungen erfolgen.


Sperrbezirk im Gebiet Warstein nach Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut
Diese Karte zeigt den Sperrbezirk im Gebiet Warstein, der nach dem Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut eingerichtet wurde. Grafik: Dr. Nathalie Brüssow/ Kreis Soest
Sperrbezirk im Gebiet Möhnesee nach Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut
Nach dem Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut in zwei Bienenständen in Möhnesee-Berlingsen und Warstein-Belecke hat das Kreisveterinäramt jeweils einen Sperrbezirk um den Ausbruchsort eingerichtet. Hier ist der Sperrbezirk im Gebiet Möhnesee zu sehen. Grafik: Dr. Nathalie Brüssow/ Kreis Soest
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