Ausweichleitstelle im Bunker eingerichtet

Bei Ausfall des Rettungszentrums können Disponenten umziehen

Alarmierung schon möglich
Leitstellenmitarbeiter Arne Tilly demonstrierte den Politikerinnen und Politikern mit seinem Meldeempfänger, dass ab sofort auch von der alten Befehlsstelle im Bunker unter dem Kreishaus Einsatzkräfte der Feuerwehren und des Rettungsdienstes alarmiert werden können. Foto: Wilhelm Müschenborn/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 27.06.2018 10:00

Kreis Soest (kso.2018.06.27.281.-rn). Der stellvertretende Ausschussvorsitzende Erwin Koch, der die Sitzung des Ausschusses für Ordnungsangelegenheiten und Rettungswesen am 25. Juni im Kreishaus leitete, sprach wohl allen aus dem Herzen: "Wir hoffen, dass wir die neue Einrichtung niemals benötigen." In der alten Befehlsstelle im Bunker unter dem Kreishaus ist eine Notfallleitstelle für den Fall eingerichtet worden, dass die Rettungsleitstelle im Rettungszentrum ausfällt. Die Politiker informierten sich bei einer Besichtigung.


In der Tat sind die Szenarien, die zu einer Inbetriebnahme der Ausweichleitstelle führen könnten, nicht wünschenswert. „Im Fall eines Brandes im Gebäude oder wenn das Rettungszentrums wegen seines Bombenfunds zu räumen wäre, würden wir in die alte Befehlsstelle umziehen“, erläuterte Leitstellenchef Sebastian Narten den Ausschussmitgliedern. Das Anfang 2016 in Kraft getretene nordrhein-westfälische Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG) schreibt ausdrücklich vor, dass die Aufgabenerfüllung der Rettungsleitstelle auch bei einem Ausfall sicherzustellen und somit eine vollständige Reserve (Redundanz) aufzubauen ist.

So wurden in den vergangenen Monaten 100.000 Euro in neue Technik für den alten Bunker investiert. Mehrere beauftragte Unternehmen installierten zwei komplette Arbeitsplätze samt leistungsfähiger Telefonanlage und Funk, wie sie die Disponenten auch in der regulären Leitstelle vorfinden. Es müssen zurzeit noch einige Restsysteme installiert werden, um die Notfallleitstelle vollkommen autark vom Rettungszentrum zu machen. Nach der kompletten Fertigstellung sollen die Leitstellenmitarbeiter geschult werden und regelmäßig Übungen stattfinden, damit der „Rückfallbetrieb“ im Ernstfall reibungslos klappt.

Eigentlich sollte die Redundanz für die Rettungsleitstelle in interkommunaler Zusammenarbeit mit dem Nachbarkreis Unna aufgebaut werden. Doch der hat sich für eine Kooperation mit der Berufsfeuerwehr der Stadt Lünen entschieden.

Die Kreisleitstelle nimmt unter der Telefonnummer 112 rund um die Uhr Notrufe entgegen. Meldet ein Anrufer ein Feuer oder einen Herzinfarkt, alarmieren die Disponentinnen und Disponenten Einsatzkräfte der Feuerwehren oder des Rettungsdienstes.


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