Schulsozialarbeit nachhaltig ausbauen

Bildungsregion fordert einheitliche Qualitätsstandards

Gemeinsam eröffnet
Dezernentin Maria Schulte-Kellinghaus (3. v. r) und Bürgermeister Matthias Lürbcke (5. v. r.) eröffneten gemeinsam die Bildungskonferenz. Foto: Christoph Niggemeier/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 13.06.2018 16:00

Kreis Soest (kso.2018.06.13.263.as/-rn). Die Teilnehmer der 5. Bildungskonferenz der Bildungsregion Kreis Soest am 11. Juni auf Haus Düsse haben gefordert, Schulsozialarbeit systematisch und nachhaltig auszubauen und eine wirksame Kooperation von Schule und Jugendhilfe auszugestalten. 160 Akteure aus Schule und Jugendhilfe, Bürgermeister, Schulträger, Verantwortliche aus Politik, Verwaltung, Schulministerium und Bezirksregierung sowie die Fachkräfte für Schulsozialarbeit waren der Einladung des Regionalen Bildungsbüros gefolgt.


Zu Beginn der Konferenz, die unter der Überschrift „Soziale Arbeit am Lernort Schule – Herausforderungen und Perspektiven in der Bildungsregion Kreis Soest“ stand, blickte Maria Schulte-Kellinghaus, Dezernentin für Jugend, Schule und Gesundheit  des Kreises, auf zehn Jahre Bildungsregion zurück und bedankte sich bei den vielen Kooperationspartnern für die konstruktive Zusammenarbeit. Der Lippetaler Bürgermeister Matthias Lürbke unterstrich als Bildungsratsmitglied die Verantwortung der Kommunen als Schulträger für eine angemessene Schulsozialarbeit. Professorin Dr. Nicole Kastirke von der Fachhochschule Dortmund betonte, zur Sicherstellung von Qualität gehöre zwingend auch eine nachhaltige und aufgabenorientierte Ausstattung der Schulsozialarbeit durch die lokalen und überregionalen politischen Entscheidungsträger.

Erklärtes Ziel der Bildungsregion ist die Entwicklung eines regionalen Rahmenkonzeptes für die Schulsozialarbeit. In Workshops entwickelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bildungskonferenz erste Qualitätsmerkmale dafür. Die Stadt Herne und der Kreis Borken berichteten von ihren Rahmenkonzepten. Schulleiter und Schulsozialarbeiter der Sekundarschule Schöppingen stellten das dortige Konzept und seine Umsetzung vor. Für den Übergang Schule-Beruf entwickelte Professorin Dr. Nicole Pötter, Hochschule München, gemeinsam mit den Teilnehmern grundlegende Qualitätsstandards. In einem weiteren Workshop wurden Kooperationsmöglichkeiten innerschulischer Akteure mit Akteuren der Jugendhilfe und weiteren außerschulischen Partnern mit Unterstützung der Fachberatung Schulsozialarbeit beim Landesjugendamt erörtert.

In der Abschlussdiskussion forderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer neben klaren Strukturen und Verantwortlichkeiten die Schaffung einer kreisweiten Koordinierungsstelle für Schulsozialarbeit. Dieter Hesse, Abteilungsleiter Schulverwaltung des Kreises, kündigte einen jährlichen Fachtag für alle Fachkräfte für Schulsozialarbeit an.


Rege Diskussion
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten Aspekte aus verschiedenen Blickwinkeln in die Diskussion ein. Foto: Christoph Niggemeier/ Kreis Soest
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