Bald schnelles Internet für 96 v. H. der Haushalte

Fördergelder endgültig bewilligt – Essener innogy TelNet GmbH erhält Zuschlag für Ausbau

Strategie erfolgreich
Als erster Kreis bundesweit hat der Kreis Soest von Anfang an auf Glasfaser und auf die zukunftsweisende FTTP-Technologie gesetzt, um alle unterversorgten Gewerbe- und Ortslagen an schnelles Internet anzubinden. Er war mit dieser Strategie erfolgreich, so dass sich (v. l.) Breitbandkoordinator Christoph Hellmann, Landrätin Eva Irrgang und Wirtschaftsförderer Volker Ruff über endgültige Förderbescheide von Bund und Land freuen können. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 15.06.2018 10:00

Kreis Soest (kso.2018.06.15.255.ch/-rn). Der Kreis Soest und seine 14 Kommunen können zum Schlussspurt ansetzen, um alle unterversorgten Gewerbe- und Ortslagen per Glasfaser an mindestens 100 Mbit pro Sekunde schnelles Internet anzubinden. Denn Bund und Land haben die Fördergelder endgültig bewilligt. Den Zuschlag für den geförderten Breitbandausbau im Kreis hat nach einer europaweiten Ausschreibung die Essener innogy TelNet GmbH erhalten. Der Beginn der Bauarbeiten ist für September 2018 terminiert, Ende 2020 soll alles fertig sein.


„Wir sind stolz darauf, uns als erster Kreis in Nordrhein-Westfalen mit einem zukunftsfähigen Antrag durchgesetzt zu haben, der auf Glasfaser durchgängig bis in jedes Haus, also auf die so genannte FTTB-Technologie setzt“, betont Landrätin Eva Irrgang. „Froh sind wir darüber, dass wir mit der innogy TelNet GmbH einen verlässlichen Partner gefunden haben, der sich in der Region auskennt.“ Wirtschaftsförderer Volker Ruff ist überzeugt, dass die heimischen Unternehmen vom Breitbandkonzept des Kreises und der wfg profitieren: „FTTB-Glasfasernetze sind trotz höherer Baukosten langfristig die leistungsfähigste, langlebigste und volkswirtschaftlich vernünftigste Variante eines nachhaltigen Internet-Ausbaus.“ Breitbandkoordinator Christoph Hellmann verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass es insgesamt erst fünf endgültige Bewilligungen NRW-weit gibt: „Wir sind dabei. Auf diesen Moment habe ich lange hin gearbeitet.“

Der Breitbandkoordinator kann mit beeindruckenden Zahlen aufwarten. 10.071 Haushalte in 110 unterversorgten und deshalb  förderfähigen Gebiete erhalten FTTB und können bald Gigabyte-Anschlüsse bestellen. Dazu sind auf einer Strecke von 274 Kilometern außerorts und von 211 Kilometern innerorts Tiefbauarbeiten vonnöten. 140 Kilometer Bestandsnetz werden eingebunden. Insgesamt 625 Kilometer Leerrohre und Glasfaserkabel werden verlegt. Sieben neue POP-Standorte (Knotenpunkte für das Glasfasernetz) und drei überregionale Anschlüsse sind vorgesehen. Aktuell verfügen kreisweit 80,4 Prozent der Haushalte über eine  Anschlussqualität von größer als 50 Mbit/s im Download. Mit dem geförderten Ausbau steigt diese Quote auf über 96 Prozent. Davon haben dann 12 Prozent Glasfaser bis zum eigenen Keller. Der Kreis Soest erhält für den Breitbandausbau vom Bund durch die erfolgreiche Ausschreibung rund 10,3 Millionen Euro und vom Land weitere 9,5 Millionen Euro. Die Kommunen steuern zusammen dann nur noch rund 800.000 Euro als Eigenanteil zum Ausbau bei.

Alle wichtigen Informationen über den Zeitplan, welches Fördergebiet wann ausgebaut wird, und die Termine von Informationsveranstaltungen sind auf der Internetseite des Kreises (www.kreis-soest.de/breitband) zu finden. Dort sind in einer Übersichtskarte die Ausbaugebiete des Förderverfahrens mit den jeweiligen Projektständen einsehbar. Durch Adresseneingabe oder mit Hilfe der Zoomfunktion können die Ausbaugebiete detailliert betrachtet werden. Weitere Infos bietet der Internetauftritt der Innogy TelNet GmbH (www.innogy-highspeed.com). Wer seine Adresse in einen Verfügbarkeitscheck eingibt, erfährt, mehr über die zu buchenden Produkte.


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