Pflegeheime stellen gute Lebensqualität sicher

Tätigkeitsbericht 2015/2016 der Heimaufsicht (WTG-Behörde) erschienen

 Tätigkeitsbericht Heimaufsicht
Ruth Kellermann-Albers und Holger Schubert präsentieren den Tätikeitsbericht der Heimaufsicht des Kreises Soest. Foto: Thomas Weinstock/Kreis Soest
Pressemeldung vom 22.06.2017

Kreis Soest (kso.2017.06.22.274.rka/-rn). Die Heimaufsicht des Kreises Soest (WTG-Behörde) hat den Tätigkeitsbericht 2015/2016 veröffentlicht. Ihr Fazit: Die Einrichtungen im Kreis Soest erfüllen überwiegend die gesetzlichen Anforderungen und können oft mit großer Anstrengung durch den fachlichen und persönlichen Einsatz der Einrichtungsmitarbeiter den individuellen Pflege- und Betreuungsbedarf, Förderungsbedarf und eine gute Lebensqualität der Bewohner und Bewohnerinnen sicherstellen.


Trotz des insgesamt guten Ergebnisses kam es im Berichtzeitraum in vier Einrichtungen zu kritischen Situationen, bei denen gravierende Pflege- und Betreuungsmängel im Zusammenhang mit Problemen in der personellen Ausstattung festgestellt wurden. In diesen Fällen erfolgte nach intensiver Beratung eine Anordnung zum Aufnahmestopp und zur Mängelbeseitigung. "Einrichtungen, die in solch eine Situation geraten, bieten nicht grundsätzlich schlechte Pflege und Betreuung an. Es sind in der Regel zeitlich begrenzte Probleme", betont Michael Streich, als Abteilungsleiter Soziales zuständig für die Heimaufsicht. "Die Überwachung der WTG Behörde mit präventiver Beratung, Ursachenermittlung bei Missständen sowie die gemeinsame Erarbeitung einzelfallbezogener Lösungen ist allerdings zwingend notwendig und auch Bestandteil der Fortentwicklung einer individuellen qualitativ hochwertigen Pflege und Betreuung für die Bewohnerinnen und Bewohner im Kreis Soest."

Die Bearbeitung von Beschwerden bzw. Hinweisen auf mögliche Mängel habe bei der WTG-Behörde des Kreises Soest eine sehr hohe Priorität, versichert Michael Streich. Im Berichtszeitraum seien 126 Beschwerden eingegangen, wobei die meist genannten Beschwerdegründe im Bereich der Pflegequalität und der Personalorganisation gelegen hätten. In den überwiegenden Teil der Einrichtungen habe im Berichtszeitraum die gesetzlich vorgeschriebene Fachkraft-Quote von 50 Prozent feststellt werden können. Dennoch zeichne sich ab, dass es zunehmend schwieriger wird, freie Stellen mit Fachkräften zu besetzen.

Im Kreis Soest war die WTG-Behörde im Berichtszeitraum für insgesamt 210 Betreuungsangebote zuständig, davon 101 Einrichtungen mit 5.852 Plätzen. Im genannten Zeitraum wurden insgesamt 126 wiederkehrende oder anlassbezogene Prüfungen durchgeführt, und das unangemeldet. Mit dem neuen Wohn- und Teilhabegesetz (WTG), das im Oktober 2014 verabschiedet wurde, hat sich auch das Aufgabenfeld der WTG-Behörde erweitert. Nun fallen nicht nur die klassischen vollstationären Einrichtungen (Alten- und Pflegeheime, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen) unter das WTG, sondern alle Angebotsformen, die entgeltlich ältere, pflegebedürftige Menschen und Menschen mit Behinderungen pflegen und betreuen. Hierzu gehören zum Beispiel Tagespflegen, Wohngemeinschaften, Angebote des Servicewohnens und ambulante Dienste.

Die zuständigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sowie der Tätigkeitsbericht sind im Netz unter www.kreis-soest.de zu finden (WTG-Behörde als Stichwort in das Suchfeld eingeben).

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