Fahrplan für die Klimaanpassung

Kreispolitik befasst sich im Februar mit der Roadmap des Projekts „Evolving Regions“

Entscheidungsgrundlage
Für Projektmanagerin Anja Berg bieten die Ergebnisse des Projekts „Evolving Regions“ eine Entscheidungsgrundlage für konkreten Maßnahmen, um den Kreis Soest gegen die Folgen des Klimawandels zu wappnen. Foto: Julia Koger/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 17.12.2021 10:00

Kreis Soest (kso.2021.12.17.748.ab/-rb). Wie kann sich der Kreis Soest gegen die Folgen des Klimawandels wappnen? Hinweise bietet ein Fahrplan für die Klimaanpassung als Ergebnis des Projekts "Evolving Regions", das mit einem letzten Workshop seinen Abschluss gefunden hat. Mit dieser "Roadmap Evolving Regions" und den darin zusammengefassten Maßnahmen für einen klimaresilienten Kreis Soest befassen sich im Februar die politischen Gremien des Kreises.


Landrätin Eva Irrgang findet im Vorwort der Roadmap klare Worte: „Es ist jetzt Zeit zu handeln! Es reicht nicht mehr, die Ursachen zu bekämpfen, auch die Symptome müssen behandelt werden. Wir benötigen ein zweites Standbein der Klimapolitik: die Klimaanpassung. Ich bin daher sehr froh, dass sich immer mehr Kommunen intensiv mit diesem Thema befassen.“

Nach dem Projektstart 2020 folgten eineinhalb Jahren intensiver Arbeit. Mit fast 40 unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Verbänden, Unternehmen, Verwaltungen und Wissenschaft wurden neue klimawandelbedingte Herausforderungen und Erfordernisse für unterschiedliche Branchen und Handlungsfelder identifiziert sowie geeignete Ansätze zur Anpassung entwickelt. Untergliedert nach drei Handlungsschwerpunkten (bebauter Raum, unbebauter Raum und Tourismus) wurden Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel herausgearbeitet und konkrete Ziele und Strategien mit Arbeitsaufträgen hinterlegt.

Erklärtes Ziel ist es, mit dem vorliegenden Fahrplan das Thema Klimaanpassung in das Alltagshandeln zu integrieren und nachhaltig zu verankern. Konkrete Maßnahmen zu Hochwasserschutz, Starkregenvorsorge und Entsiegelung gehören ebenso dazu wie die Sensibilisierung der Bevölkerung und die Information der Kleinsten zum Thema Klimawandelfolgen in der Umweltbildung. Zuständigkeiten, Beteiligungen, Ressourcenbedarfe und Finanzierungsoptionen werden definiert.

Mit der vorliegenden Klimawirkungsanalyse, erstellt vom Institut für Raumplanung in Dortmund, können für die klimatischen Einflüsse Hitze, Starkregen, Dürre und Hochwasser die lokalen und kreisweiten Klimawirkungen aufgezeigt und mit räumlichen Gegebenheiten wie Wohnbevölkerung, Gebäude oder soziale/technische Infrastrukturen verschnitten werden. Projektmanagerin Anja Berg: „Dieses Kartenmaterial zeigt die kreisweite Wirkung des Klimawandels und dient als Entscheidungsgrundlage zu konkreten Handlungs- und Anpassungsmaßnahmen. Die Karten werden allen Städten und Gemeinden im Kreis bereitgestellt, um die zukünftigen Planungen mit den klimatischen Verhältnissen abzugleichen und auch bei Starkregenereignissen oder langanhaltender Hitze planerisch gewappnet zu sein.“ Das Projekt habe die beteiligten Personen für das Thema Klimaanpassung sensibilisiert und so zur Bewusstseinsbildung für die Notwendigkeit und die Möglichkeiten zur Anpassung an den Klimawandel beigetragen. Darüber hinaus biete Evolving Regions auch in Zukunft eine Plattform zum Austausch zwischen den unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren an.


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