Infotafel am Hochwasserrückhaltebecken Pöppelsche Tal aufgestellt

Wasserverband Obere Lippe vor 50 Jahren gegründet

Info-Tafel
Am Hochwasserrückhaltebecken Pöppelsche Tal bei Rüthen-Westereiden hat jetzt Volker Karthaus, Geschäftsführer des WOL, Landrätin und stellvertretende Verbandsvorsteherin Eva Irrgang die neu aufgestellte Info-Tafel mit Informationen zur Funktionsweise des Beckens vorgestellt. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 30.04.2021 10:00

Kreis Soest (kso.2021.04.30.243.tw). In diesem Jahr feiert der Wasserverband Obere Lippe (WOL) sein 50-jähriges Jubiläum und nimmt dies zum Anlass über seine vielfältige Arbeit zu informieren. Am Hochwasserrückhaltebecken im Pöppelsche Tal bei Rüthen-Westereiden stellten Volker Karthaus, Geschäftsführer des WOL, und Landrätin Eva Irrgang die neu aufgestellte Info-Tafel mit Informationen zur Funktionsweise des Beckens vor. Im Bereich des Kreises Soest ist der WOL für die Unterhaltung von zehn Hochwasserrückhaltebecken zuständig.


„Das Hochwasserrückhaltebecken im Pöppelsche Tal dient zum Schutz der Ortslagen von Berge, Bökenförde, Bad Westernkotten und Overhagen“, erläutert Martin Lehmann, Betriebsleiter und technischer stellvertretender Geschäftsführer. „Das Becken ist für ein 100-jährliches Hochwasserereignis dimensioniert und ist in der Lage den Hochwasserscheitel eines solchen Ereignisses zu kappen und rund 1,3 Millionen Kubikmeter Wasser zwischen zu speichern. Die Entleerung erfolgt geregelt über einen Stollen an den Unterlauf.“

Der Wasserverband Obere Lippe wurde 1971 von den damaligen Kreisen Büren, Paderborn und Lippstadt als Reaktion auf die Heinrichsflut vom 16. bis 17. Juli 1965 gegründet. Seine heutigen Mitglieder sind die Kreise Paderborn und Soest. „Das extreme Hochwasser damals verdeutlichte die Notwendigkeit den zukünftigen Schutz vor solchen Ereignissen als überregionale Aufgabe zu sehen“, erklärt Geschäftsführer Volker Karthaus. „Die Gründer orientierten sich deshalb nicht an Kreis- und Gemeindegrenzen, sondern an den Läufen der Flüsse.“

Das Verbandsgebiet hat eine Größe von 1.890 Quadratkilometern und umfasst die oberen Einzugsgebiete von Lippe und Ems. Die satzungsgemäßen Aufgaben des WOL sind der Hochwasserschutz und die Gewässerunterhaltung. Insgesamt betreut der Verband mit Sitz in Büren 27 Hochwasserrückhaltebecken, darunter zehn im Kreis Soest, und betreibt 59 Messstationen. Im Rahmen der Gewässerunterhaltung ist er für 60 Bäche und Flüsse mit einer Gesamtlänge von 502 Kilometern zuständig. Davon entfallen 145 Kilometer auf den Kreis Soest. Seit Inkrafttreten der Wasserrahmenrichtlinie vor über 20 Jahren betreibt der Verband nicht nur Hochwasserschutz, sondern auch Renaturierungsprojekte. Durch geeignete Maßnahmen werden die Bach- und Flussauen wieder häufiger überschwemmt und Wasser in der Fläche zurückgehalten. Die Überschwemmungen dienen dazu das Wasser in der Landschaft zu halten und somit den einheimischen Tieren und Pflanzen neue Lebensräume zu bieten.

„Hochwasser treten immer wieder auf. Wir sind heute jedoch deutlich besser darauf vorbereitet als vor 50 Jahren. Alle Aufgaben des Wasserverbandes, egal ob Hochwasserschutz, Gewässerunterhaltung oder Renaturierung, dienen dem Schutz der Menschen und unserer Natur. Dafür hat das vierzehnköpfige Team des Verbandes nicht nur im Jubiläumsjahr unseren Dank verdient“, betont Landrätin Eva Irrgang als stellvertretende Verbandsvorsteherin.

Zur Feier des Jubiläums hatte der WOL ursprünglich ein umfangreiches Programm geplant. Für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger waren kostenlose Exkursionen mit sachkundigen Führern vorgesehen.„Sobald die Corona-Lage es zulässt, werden wir diese Exkursionen anbieten und nachholen“, verspricht Geschäftsführer Volker Karthaus. Für September ist eine Jubiläumsfeier mit geladenen Gästen geplant.


Überlauf
Das Foto zeigt den Überlauf des Hochwasserrückhaltebeckens im Pöppelsche Tal bei Rüthen-Westereiden. Das Becken ist für ein 100-jährliches Hochwasserereignis dimensioniert und kann rund 1,3 Millionen Kubikmeter Wasser zwischenspeichern. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest
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