Bei Schulabsentismus frühzeitig handeln

40 Fachkräfte kamen zum Fachtag Schulsozialarbeit zusammen

Grafik Schulsozialarbeit
Was die Fachkräfte mit ihrer Arbeit in Schule verbinden, zeigt eine Grafik, die 40 Fachkräfte, die jetzt am Fachtag Schulsozialarbeit teilnahmen, anhand einer digitalen Abfrage erstellt haben. Grafik: Mentimeter
Pressemeldung vom 21.04.2021 10:00

Kreis Soest (kso.2021.04.21.223.bt/tw). Wie unterschiedlich die Erwartungen an die Soziale Arbeit in Schule sind, zeigt eine Grafik, die 40 Fachkräfte, die jetzt am Fachtag Schulsozialarbeit teilnahmen, anhand einer digitalen Abfrage erstellt haben. Nachdem im Februar die Fachkräfte durch vier "Digitale Häppchen" die theoretischen Grundlagen zum Thema Schulabsentismus erhalten hatten, ging es jetzt bei der Veranstaltung um die Ableitung von konkreten Handlungsschritten bei Schulabsentismus.


Neben dem klaren Auftrag der Beratung wurde deutlich, dass sich die Fachkräfte oft als Feuerwehr und zwischen den Systemen Jugendhilfe und Schule wahrnehmen. Hier setzte Cornelia Heinz als Fachbeauftrage der Schulpsychologie bei der Bezirksregierung Arnsberg in ihrem Impulsvortrag „Herausforderung Schulabsentismus - Rollen und Kompetenzen der Schulsozialarbeit im Spannungsfeld komplexer Bedarfslagen“ ein deutliches Signal: „Fachkräfte in der Schulsozialarbeit haben klare Aufgaben und zeichnen sich durch wertvolle Kompetenzen aus. Gerade bei Schulabsentismus ist es wichtig, dass alle am System Beteiligten wissen, was jeder Einzelne dazu beitragen kann und muss, um die betroffenen Schülerinnen und Schüler wieder gut in die Schule einzugliedern. Schulsozialarbeit kann hierbei für Klarheit, Transparenz und Vernetzung sorgen.“

Damit eine Wiedereingliederung bei Schulabsentismus gelingt, ist ein frühzeitiges und gemeinsames Handeln nötig. „Dieses Handeln braucht eine Struktur, für die wir am Fachtag Impulse gegeben haben. Die Teilnehmenden haben in Kleingruppen zu bestimmten Fragestellungen gearbeitet, die zu Ideen für konkrete Handlungsschritte in ihren Schulen geführt haben“, erläutert Britta Thulfaut von der Koordinierungsstelle Schulsozialarbeit des Kreises.

Hierzu zählte zum Beispiel die Erstellung eines Ablaufplans bei Schulabsentismus mit klarer Aufgabenverteilung sowie dessen regelmäßige Überprüfung und Vorstellung im Kollegium. Schulungen durch die Schulsozialarbeit in Konferenzen oder an pädagogischen Tagen zum differenzierten Umgang mit Schulabsentismus bilden nach Einschätzung der Fachkräfte zudem eine wichtige Grundlage, um eine gemeinsame Haltung im Kollegium zu finden. Für die Bündelung und Umsetzung der Ideen wurde als ein effektiver Handlungsschritt die Durchführung von „Runden Tischen“ mit innerschulischen und außerschulischen Beteiligten aufgelistet. 

Organisiert und durchgeführt wurde die digitale Veranstaltung durch die Koordinierungsstelle Schulsozialarbeit, die Schulpsychologische Beratungsstelle, die Kommunale Koordinierungsstelle „Übergang Schule und Beruf“ sowie die Bezirksregierung Arnsberg. Erste Ansprechpersonen für betroffene Eltern und Erziehungsberechtigte bei Schulabsentismus sind die Schulpsychologischen Beratungsstellen sowie die jeweiligen Fachkräfte der Schulsozialarbeit.


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