Corona schränkt auch Jagd ein

Kreisverwaltung verweist auf Erlass des NRW-Umweltministeriums

Jagdliche Veranstaltungen untersagt
Die Durchführung aller Gesellschaftsjagden (Veranstaltungen zur Jagdausübung) bis einschließlich 10. Januar 2021 ist aufgrund der Aufgrund der CoronaSchVO vom 16. Dezember 2020 nicht mehr zulässig. Dies betrifft auch die Bejagung von Schalenwild wie Reh, Rothirsch und Wildschwein (Bild). Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 21.12.2020 14:00

Kreis Soest (kso.2020.12.21.739.-rn). Mit Bezug auf die jüngste Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) hat das NRW-Umweltministerium Maßgaben zur Jagd unter Corona-Bedingungen erlassen. Darauf verweist die Untere Jagdbehörde des Kreises Soest. Aufgrund der CoronaSchVO vom 16. Dezember 2020 ist die Durchführung aller Gesellschaftsjagden (Veranstaltungen zur Jagdausübung) bis einschließlich 10. Januar 2021 nicht mehr zulässig. Dies betrifft auch die Bejagung von Schalenwild wie Reh, Rothirsch und Wildschwein.


Für den Zeitraum bis 10. Januar 2021 ist die Jagdausübung nur im folgenden Umfang zulässig: 

  • Einzeljagd - ja.
  • Jagd in Begleitung - ja, mit Auflagen: Mit Personen aus dem eigenen oder einem weiteren Hausstand, jedoch maximal 4 Personen, da Gesellschaftsjagden nicht zulässig sind.
  • Gesellschaftsjagd - generell nein.
  • Gemeinschaftsansitz (auch mit Anrühren) - ja, mit Auflagen: sofern die Jäger sich telefonisch oder per Messenger abstimmen, einzeln anfahren und einzeln ansitzen. Wild anrühren, bergen, versorgen und abtransportieren sowie persönliche Treffen nach der Jagd ist nur mit Personen aus dem eigenen oder einem weiteren Hausstand, jedoch maximal vie  Personen, zulässig. Dabei darf es keine wechselnden Gruppenkonstellationen geben. Es muss sich wirklich insgesamt praktisch um eine gleichzeitige Einzeljagd handeln.

Die Untere Jagbehörde schließt sich der Aufforderung des Umweltministeriums an alle Jägerinnen und Jäger an, durch Beachtung der jetzt bis zum 10. Januar 2021 geltenden strikten Begrenzungen mit zu einer Eindämmung des aktuell sehr kritischen Infektionsgeschehen beizutragen: „Hier können und sollten gerade Jägerinnen und Jäger in unserer Gesellschaft auch eine Vorbildfunktion übernehmen.“ In diesem Zusammenhang weist die Untere Jagdbehörde auch darauf hin, dass Verstöße gegen die verordneten Personenbegrenzungen unmittelbar bußgeldpflichtig sind und die Bejagungsmöglichkeiten nach dem 10. Januar 2021 von der Entwicklung der Corona-Pandemie abhängen.


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