Virtueller Chatpartner hat Zweck erfüllt

Kreis Soest schaltet den digitalen Informationsassistenten zum Coronavirus ab

6.799 Fragen gestellt
Dem virtuellen Chatpartner zum Coronavirus wurden zwischen dem 24. April und dem 15. Juli 6.799 Fragen gestellt. Da das Informationsbedürfnis mittlerweile gesunken ist, schaltet der Kreis das digitale Tool zum 23. Juli 2020 zumindest vorläufig ab. Doch die hinterlegte Wissensdatenbank wurde gesichert, um den Chatbot bei Verschärfung der Krisenlage schnell wieder reaktivieren zu können. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 20.07.2020 10:00

Kreis Soest (kso.2020.07.20.419.ro/mk/-rn). Nach vier Monaten Betrieb schaltet der Kreis Soest zum 23. Juli 2020 den virtuellen Chatpartner zum Coronavirus ab. Der testweise Einsatz dieses digitalen Tools war nach Einschätzung des Krisenstabs sehr erfolgreich und hat seinen Zweck erfüllt. Auf dem Weg zu einer digitalen Kreisverwaltung soll die Technologie zukünftig auch zur Unterstützung von Regel-Dienstleistungen des Kreises eingesetzt werden.


Aufgrund der dynamischen Entwicklung der Krise rund um das Coronavirus bestand in der Bevölkerung von Anfang an ein starkes Bedürfnis nach gezielten Informationen. Diese wurden zunächst über bekannte Wege wie Infotelefon, Pressemitteilungen und eine Antwortliste aus häufig gestellten Fragen (so genannte FAQ-Liste) zur Verfügung gestellt. Ab Ende März setzte der Kreis Soest ergänzend einen virtuellen Chatpartner ein, auch Chatbot genannt. Er war auf der Homepage des Kreises und auf Facebook rund um die Uhr aufrufbar und ergänzte somit das Infotelefon, Pressemitteilungen, Websites und Posts in sozialen Netzwerken.

Der Chatbot basiert auf Künstlicher Intelligenz (KI) und bietet als virtueller Chatpartner Antworten auf Fragen in Form von Textnachrichten. Mit jeder Frage lernte der Chatbot dazu und die Antworten wurden immer besser. Die Nutzerinnen und Nutzer konnten die Antworten bewerten, so dass sie aktiv zum Lernen des Systems beitrugen. Die Antworten des Chatbots basierten vor allem auf den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, auf aktuellen bundes- oder landesrechtlichen Vorgaben und den Anordnungen der lokalen Behörden vor Ort.

Der Einsatz des Chatbots erfolgte in Zusammenarbeit mit der Firma Convaise, einem noch jungen Technologieunternehmen aus dem Umfeld der Technischen Universität München, das spezielle Assistenten für Kommunen und Kreise im Bereich Bürgerkommunikation entwickelt. Die gesammelten positiven Erfahrungen auf dem Weg zu einer digitalen Kreisverwaltung sollen für den Einsatz von Chatbots in anderen Bereichen genutzt werde. Die hinterlegte Wissensdatenbank ist gesichert, um den Chatbot bei Verschärfung der Krisenlage schnell wieder reaktivieren zu können.

Am Infotelefon sind zwischen dem 12. März und 15. Juli insgesamt 10.517 Anrufe eingegangen, dem Chatbot wurden seit dem 24. April 6.799 Fragen gestellt. Der Chatbot beantwortete nach Einschätzung der Nutzerinnen und Nutzer 5.384 Fragen gut und musste 1.425 Fragen unbeantwortet lassen. Ricarda Oberreuter: „Das ist für ein sehr dynamisches Pandemiegeschehen mit breiten Auswirkungen in alle Lebens- und Berufslagen eine gute Quote. Insgesamt ist das Informationsbedürfnis aber inzwischen gesunken.“


Der Kreis Soest auf FacebookDer Kreis Soest auf TwitterDer Kreis Soest auf YoutubeDer Kreis Soest auf Instagram

Schnellzugriff

Der Kreis Soest von A-Z